Dominik Kahun wechselt nach Buffalo, Korbinian Holzer nach NashvilleTrade Deadline in der NHL

Korbinian Holzer wechselt nach viereinhalb Jahren innerhalb der Western Conference von den Anaheim Ducks zu Nashville Predators. (LMD)Korbinian Holzer wechselt nach viereinhalb Jahren innerhalb der Western Conference von den Anaheim Ducks zu Nashville Predators. (LMD)
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Die Pittsburgh Penguins haben kurz vor Ende der Wechselperiode ihren Kader noch einmal nachjustiert und den deutschen Nationalspieler Dominik Kahun zu den Buffalo Sabres abgegeben. Im Gegenzug erhält der fünfmalige Stanley Cup-Sieger die Stürmer Evan Rodrigues und Conor Sheary. Letzterer kehrt damit an seine alte Wirkungsstätte zurück. 

Kahun kommt in der laufenden Saison, bedingt durch einige Verletzungsprobleme, auf 50 Einsätze für die Penguins und steht aktuell bei 27 Scorerpunkten. Seine Plus-Minus-Bilanz ist mit +6 durchaus ordentlich, in seinen letzten fünf Partien erhielt er im Schnitt mehr als zwölf Minuten Eiszeit. Während seiner vielversprechenden Rookie-Saison in Chicago absolvierte er alle 82 Partien und erzielte 37 Zähler. Dennoch wurde im vergangenen Sommer im Tausch für Verteidiger Olli Määtä nach Pittsburgh geschickt.

Conor Sheary zurück in die Zukunft

Conor Sheary kehrt durch den Trade an seine alte Wirkungsstätte zurück. Von 2015 bis 2018 spielte er für das Team aus Pennsylvania und gewann 2016 und 2017 den Stanley Cup. Die Penguins liegen aktuell zwei Punkte hinter dem ewigen Rivalen und Spitzenreiter der Metropolitan Division, den Washington Capitals.

Derzeit deutet vieles daraufhin, dass es in der ersten Runde der Play Offs entweder zur „Battle of Pennsylvania“ zwischen Pittsburgh und Philadelphia kommt oder zum Derby zwischen den Penguins und den Capitals. Die Buffalo Sabres hingegen können schon in die Urlaubsplanung einsteigen: Mit zehn Punkten Rückstand auf den letzten Play Off-Platz ist die Endrunde für das talentierte junge Team aus dem Staat New York in weite Ferne gerückt. Positiver Nebenaspekt: Damit dürften die Chancen auf einen WM-Einsatz Kahuns im Frühjahr in der Schweiz - gute Gesundheit vorausgesetzt - deutlich gestiegen sein.

Von den Enten zu den Raubtieren

Auch Korbinian Holzer muss sich nach viereinhalb Jahren in Kalifornien an ein neues Umfeld gewöhnen. Die Anaheim Ducks gaben ihn im Tausch für Verteidiger Matt Irwin und einen Draftpick (6. Runde, Draft 2022) zu den Nashville Predators ab. In bislang 46 Saisonspielen stehen für den gebürtigen Münchner, der vor einigen Tagen seinen 32. Geburtstag gefeiert hat, vier Punkte (ein Tor, drei Beihilfen) zu Buche. Bei den Ducks hatte er sich zuletzt zu einer festen Größe entwickelt und erhielt in den letzten Begegnungen jeweils fast 16 Minuten Eiszeit.

In Sachen Play Offs ist dieser Wechsel eine deutliche Verbesserung für „Korbi“: Während die Ducks mit 56 Punkten die viertschlechteste Saisonbilanz aller NHL-Teams aufweisen, nur die LA Kings, Detroit Red Wings und Ottawa Senators haben noch weniger Zäher auf dem Konto, sind die Nashville Predators (68) nach durchwachsenem Saisonstart im Aufwind und haben derzeit nur noch zwei Punkte Rückstand auf den letzten Wild Card-Platz in der Western Conference. Den haben derzeit die Arizona Coyotes (70) inne, punktgleich mit den Calgary Flames, für die Tobias Rieder auf dem Eis steht.