Die Oilers verpassen die Play-offs, den Leafs gelingt ein kleines Wunder „Elimination Friday“ in der NHL

Superstar Auston Matthews vollendete das sensationelle Comeback der Leafs und erzwang in der Verlängerung Spiel 5 gegen die Columbus Blue Jacketst (dpa / picture-alliance / The Canadian Press / AP Images / Frank Gunn)Superstar Auston Matthews vollendete das sensationelle Comeback der Leafs und erzwang in der Verlängerung Spiel 5 gegen die Columbus Blue Jacketst (dpa / picture-alliance / The Canadian Press / AP Images / Frank Gunn)
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Edmonton Oilers – Chicago Blackhawks 2:3

Serienstand: 1:3

Routine schlägt individuelle Qualität: Die Chicago Blackhawks mit der Erfahrung von drei Stanley Cup-Triumphen haben sich als Zwölfter der Western Conference gegen die Edmonton Oilers mit dem Top-Duo der Liga McDavid-Draisaitl durchgesetzt und ziehen in die Play-offs ein. Dominik Kubalik traf per Direktschuss vom linken Bullykreis nach einem Scheibengewinn von Hawks-Kapitän Jonathan Toews zum entscheidenden zur 3:2-Führung für das Team aus Illinois. Dabei hatte alles nach Wunsch begonnen für Oilers: Josh Archibald traf nach nur 45 Sekunden zur frühen Führung, dann aber drehten Brandon Saad per Bauerntrick (6.) und Matthew Highmore (8.) per Abfälscher das Spiel. Nach 122 Sekunden im Mittelabschnitt glich Ryan Nugent-Hopkins für die Oilers, ehe nach acht Minuten im Schlussdrittel der große Moment von Dominik Kubalik kam.

Danach scheiterten die Oilers immer wieder an Chicagos Schlussmann Corey Crawford, der in den letzten 20 Minuten alleine 20 Schüsse entschärfte. Insgesamt gelangen ihm 43 Saves. Die Oilers konnten keines ihrer fünf Powerplays nutzen und beraubten sich am Ende durch einen Wechselfehler der Option, Mikka Koskinen zugunsten des sechsten Angreifers vom Feld zu nehmen.

Damit ziehen die Blackhawks in die erste Play-off-Runde ein, wo sie auf den Sieger des Platzierungsspiels zwischen den Vegas Golden Knights und Colorado Avalanche treffen.

Pittsburgh Penguins – Montreal Canadiens 0:2

Serienstand: 1:3

Auch in der Eastern Conference setzt sich das zwölftplatzierte Team nach der verkürzten Hauptrunde in der Play-off-Qualifikation durch. Die Montreal Canadiens bezwangen beinahe sensationell den fünffachen Meister aus Pittsburgh in vier Spielen. Carey Price im Tor der Habs parierte alle 22 Schüsse der Penguins und in der Offensive brachte nach gut 56 Minuten eine Aktion die Entscheidung zugunsten der Kanadier: Paul Byron behauptete die Scheibe hinter dem Tor der Penguins, das erstmals in dieser Endrunde von Tristan Jarry gehütet wurde, und passte sie per Rückhand vor das Tor, wo Artturi Lehkonen direkt abschloss. Shea Weber machte 32 Sekunden vor Ende machte mit seinem Empty Net-Goal alles klar.

Carey Price gelang am 33. Geburtstag von Pens-Kapitän Sidney Crosby, der kurz vor dem Führungstreffer der Habs nur die Latte traf, erstmals seit fünf Jahren wieder ein Shutout in den Play-offs. In der ersten Runde der Play-offs treffen die Canadiens auf den Sieger des Platzierungsspiels Tampa Bay Lightning gegen die Philadelphia Flyers.

New York Islanders – Florida Panthers 5:1

Serienstand: 3:1

Keine Chance auf ein alles entscheidendes Spiel 5 ließen die New York Islanders den Florida Panthers: Fünf Treffern der New Yorker durch Anthony Beauvillier, der im ersten Drittel doppelt traf, Brock Nelson, Matt Barzal und Jean-Gabriel Pageau hatten die Panter nur ein Powerplay-Tor von Mike Hoffman zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer entgegenzusetzen. Semyon Varlamov im Tor der Islanders parierte 22 Schüsse der Panthers. Genau genommen waren es nur 21 Paraden, denn Verteidiger Ryan Pulock übernahm einen Save, als er nach achteinhalb Minuten im Mittelabschnitt per Hechtsprung auf der Torlinie gegen Alexander Barkov rettete und damit die Zwei-Tore-Führung der Isles bewahrte.

Die Islanders treffen nun in der ersten Play-off-Runde auf die Boston Bruins oder die Washington Capitals. Mit letzteren gewann Barry Trotz vor zwei Jahren den Stanley Cup.

Nashville Predators – Arizona Coyotes 3:4 (OT)

Serienstand: 1:3

Brad Richardson und Darcy Kuemper heißen die Helden der Arizona Coyotes, die erstmals seit 2012 wieder eine Play-off-Serie gewonnen haben. Coyotes-Goalie Kuemper, der einst im Tausch für Tobias Rieder nach Glendale kam, parierte 49 Schüsse, Brad Richardson traf nach fünfeinhalb Minuten in der Verlängerung zum Einzug in die erste Play-off-Runde. Es war sein erster Punkt in der gesamten Serie – nicht der schlechteste Moment dafür. Die Nashville Predators bleiben damit erneut hinter den Erwartungen zurück. Das Team zeigte jedoch Charakter und rettete sich durch einen Direktschuss von Filip Forsberg in die Verlängerung, obwohl mit Viktor Arvidsson einer der effektivsten Stürmer nach einem Wirkungstreffer von Teamkollegen Mattias Ekholm im Schlussdrittel nicht mehr eingesetzt werden konnte.  

Große Momente wie den von Brad Richardson wird es in der kommenden Runde auch wieder brauchen, denn es geht gegen eines der vier bestplatzierten Teams der Western Conference. Der Gegner steht noch nicht fest.  

Toronto Maple Leafs – Columbus Blue Jackets 4:3 (OT)

Serienstand: 2:2

Ebenfalls in die Verlängerung ging das Spiel der Toronto Maple Leafs gegen die Columbus Blue Jackets. Hier allerdings zogen die Leafs den Kopf aus der Schlinge und erzwangen durch das Tor von Superstar Auston Matthews nach gut 13 Minuten der Overtime das alles entscheidende Spiel 5. Zuvor hatte sich die Schlinge schon sehr eng um den Hals der Kanadier gezogen: Cam Atkinson, Vladislav Gavrikov und Boone Jenner hatte die Blue Jackets scheinbar komfortabel in Führung gebracht.

Diese hatte bis in die 57. Minute Bestand, dann aber gingen die Leafs „all in“ und nahmen Torwart Fredrik Andersen vom und schafften tatsächlich ein kleines Eishockey-Wunder: William Nylander und John Tavares stellten innerhalb von nur 51 Sekunden den Anschluss her, ehe Zach Hyman 23 Sekunden vor dem Ende ausglich. Alle drei Treffer wurden von derselben Sechser-Formation erzielt. Es war erst das dritte Mal in der NHL-Historie, das einem Team solch ein Comeback gelang. „It’s not over ‘till the Fat Lady sings” heißt ein Spruch in der nordamerikanischen Sportsprache. Diesen Beweis haben die Leafs eindrucksvoll erbracht und können in der Nacht von Sonntag auf Montag noch den Einzug in die Play-offs schaffen.

Vancouver Canucks – Minnesota Wild 5:4 (OT)

Serienstand: 3:1

Kurios endete auch das Spiel zwischen den Vancouver Canucks und Minnesota Wild. Ganze elf Sekunden hatte die Verlängerung gedauert, als Chris Tanev mit seinem Treffer das Spiel und damit die Saison der Minnesota Wild beendete. Mehrmals hatten die Wild geführt, unter anderem durch den ersten Treffer von Nico Sturm zur zwischenzeitlichen 4:3-Führung seines Teams, aber die Westkanadier kamen immer wieder zurück und machten den Einzug in die erste Play-off-Runde perfekt.


 

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