Die nächsten Stars heißen Connor McDavid und Jack Eichel#NHLDraft

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Am Freitag beginnt der 53. NHL-Draft, der in diesem Jahr in Sunrise, Florida stattfinden wird. In diesem Jahr sind Spieler, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 15. September 1997 geboren worden, im Rennen.

Eben diese Spieler können am 26. und 27. Juni auf einen „Pick“ eines NHL-Teams hoffen. Das NHL Central Scouting hatte in diesem Jahr eine harte Aufgabe. Die Scouts mussten sich entscheiden, welcher der beiden kommenden Superstars wohl auf Platz eins und auf Platz zwei landen wird. Welches der beiden Ausnahmetalenten ist der bessere?

Die Scouts entschieden sich für Connor McDavid von den Erie Otters aus der Ontario Hockey League. Der Kanadier kam in der abgelaufenen OHL-Saison auf 120 Punkte, die sich auf 44 Tore und 76 Assists in 47 Spielen aufteilen. Hinzu kommen 49 Punkte in 20 Play-off-Spielen, das ist seit 1999, als Justin Papineau auf 51 Punkte kam, der beste Wert.

Nun wäre es nicht fair zu sagen, dass Jack Eichel „schlechter eingestuft“ wurde. Aber laut der Scouts ist Eichel nun mal „nur“ auf Platz zwei der besten Talente. Ein direkter Vergleich der beiden ist aber gar nicht wirklich möglich. So spielten die beiden noch nie gegeneinander. Jack Eichel entschied sich für die Boston University in der College-Liga NCAA und kam in 38 Spielen auf 67 Punkte, welche sich aus 24 Toren und 43 Vorlagen zusammensetzen, während McDavid in der Ontario Hockey League aktiv war. Beachtlich war allerdings seine Leistung bei der Weltmeisterschaft in Prag, wo er zum ersten Mal mit Profis zusammenspielte. Eichel versteckte sich überhaupt nicht und kam in zehn Spielen auf zwei Treffer und sieben Vorlagen.

Wenn diese beiden Superstars vom Tisch sind, geht’s es natürlich noch weiter. So wartet auf Platz drei Noah Hanifin. Ein Verteidiger mit starkem ersten Pass. Der beim Boston College spielende Hanifin kam in 37 Spielen auf 23 Punkte. Dabei sind 18 Assists und fünf Tore ein Zeichen dafür, dass Hanifin ein gutes Auge für seine Mitspieler hat. Welches Team sich die Dienste des Verteidiger sichert, bleibt anders als bei McDavid und Eichel abzuwarten. Bei diesen beiden steht nahezu fest, dass die Edmonton Oilers als Team, das zuerst draften darf, McDavid auswählen wird, und passend dazu, sein US-amerikanisches Gegenstück Jack Eichel nach Buffalo zu den Sabres gehen wird.

Als drittes sind die Arizona Coyotes an der Reihe. Ob diese allerdings einen Verteidiger wie Hanifin benötigen oder lieber einen weiteren Center holen, bleibt abzuwarten. Denn auf Platz vier wartet ein Mitspieler von Conor McDavid. Und nicht irgendeiner. Dylan Strome kam in dieser Saison in 68 Spielen auf 129 Punkte.

Nur zum Vergleich. McDavid (verletzte sich zirka in der Mitte der Saison bei einem Faustkampf am Handgelenk) kam in 47 Spielen auf 120 Punkte, sein Mitspieler auf 129 Punkte in 68 Spielen. Rechnet man dies hoch, wäre McDavid mit etwas Glück auf knapp 170 Punkte gekommen. Dennoch wäre Strome mit seinen 45 Toren und 84 Assists sicher eine Bereicherung für jedes Team.

Übrigens: Rechnet man die Statistiken von Jack Eichel hoch, so kommt man bei den 47 Spielen von McDavid auf 82 Punkte und bei 68 Spielen wie Storme auf knapp 120 Punkte.

Der erste deutschsprachige Spieler im nordamerikanischen Ranking ist Timo Meier von den Halifax Mooseheads. Der Schweizer wird als zehnter Spieler auf die Liste gesetzt. Das „Powerplay-Monster“ (23 seiner 44 Tore schoss er in Überzahl) kam in seiner Saison bei den Mooseheads auf 90 Punkte in 61 Spielen.

Als einziger Deutscher im nordamerikanischen Ranking ist David Trinkberger von der Sioux City Musketeers aus der USHL dabei. Er gehört allerdings einer kleinen Gruppe von Spielern an, die nicht mehr zu den ersten 210 Spielern des Rankings gehören. Im Midterm Ranking der NHL Scouts landete der gebürtige Landshuter noch auf Platz 207. Von diesem Platz wurde er verdrängt, doch die Chance auf einen Draft wäre auch auf Platz 207 sehr gering.

Doch es gibt vielleicht dennoch Hoffnungen auf einen Draft in diesem Jahr. Recht weit hinten auf der europäischen Liste finden wir Dominik Kahun auf Platz 107. Der Stürmer des EHC Red Bull München kann sich Gedanken machen, ob er seine kommenden Jahre in Nordamerika verbringen will. Das liegt nicht unbedingt an seiner Position in der Rangliste, sondern eher daran, dass ihn bereits die New York Islanders zum Trainingscamp eingeladen haben. Gut möglich, dass sich die Islanders die Rechte an Kahun sichern, um ihn an sich zu binden. Das Trainingscamp findet zwar erst später als der Draft statt, aber wieso sollten die Islanders nicht einen ihrer Picks aus der Runde fünf, sechs oder sieben für Kahun hergeben?

Schwerer wird es da wohl Maximilian Kammerer haben. Der in der letzten Saison bei Red Bull Salzburg in der russischen MHL spielende Düsseldorfer kommt in der anstehenden Saison zurück in die Heimat und wird mit einer Förderlizenz für Bad Nauheim Spielen. Kammerer ist auf Platz 115 gesetzt.

Einen Platz hinter ihm ist Kai Wissmann zu finden. Der gebürtige Schwenninger ist auch gleichzeitig der letzte Deutsche im Ranking. In der kommenden Saison will sich Wissmann erneut bei den Eisbären Berlin versuchen, für die er auch in der vergangenen Saison immer mal wieder zu Einsätzen im DEL-Team kam.


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