Die Islanders weiter auf dem Vormarsch, Colorado verliert auch zweites SpielDie Avalanche ohne Grubauer in der Defensive zu anfällig, Varlamov mit zweitem Shutout in Folge

Die New York Islanders gewannen Spiel gegen die Philadelphia Flyers und Torhüter Semyon Varlamov hielt seinen Kasten sauber. (picture alliance / empics)Die New York Islanders gewannen Spiel gegen die Philadelphia Flyers und Torhüter Semyon Varlamov hielt seinen Kasten sauber. (picture alliance / empics)
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New York Islanders – Philadelphia Flyers 4:0 (1:0,0:0,3:0) 

Serienstand: 1:0

Das war ein großartiger Start der Islanders in das Conference-Halbfinale - erneut jedoch nur als Beobachter für Thomas Greiss von der Ersatzbank und Tom Kühnhackl von der Tribüne aus. Nach dem 4:1 Seriensieg im Viertelfinale gegen die Washington Capitals, folgte zum Halbfinalauftakt ein 4:0 gegen die Flyers im Air Canada Centre von Toronto. Star des Abends aus New Yorker Sicht war wiederum Keeper Semyon Varlamow, der 29 Saves machte und seinem Team mit einem starken Shutout den Rücken stärkte. Allerdings zeigte auch die Defensive der Islanders eine erstklassige Leistung. Dazu Varlamow: „Die Jungs vor mir waren heute wieder unglaublich. Natürlich ist es schön, wenn man in den Play-Offs zwei Shutouts hintereinander schafft, aber hier geht es nicht um Shutouts, sondern darum, dass man in den Play-Offs bereit ist. Wir hatten einen tollen Start und bereiten uns jetzt auf das nächste Match vor.“ Eine weitere Hilfe für die formstarken Islanders war die schnelle 1:0 Führung. Ausgerechnet der älteste Brooklyner Spieler, Andy Greene traf in der siebten Spielminute mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie, wobei Flyers-Starkeeper Carter Hart trotz guter Sicht keine echte Abwehrchance hatte. Für die Statistiker: Greene war der erst zehnte Spieler in der NHL-Historie, der mehr als zehn Jahre brauchte, um wieder ein Play-Off-Tor zu erzielen. Zuletzt traf er am 16. April 2010, damals noch für die New Jersey Devils, im Conference-Halbfinale, und auch gegen die Flyers. Nach dem überlegenen ersten Drittel, in dem die Islanders auf 15:4 Torschüsse kamen, wandelte sich das Geschehen. Die Flyers bekamen besseren Zugriff auf das Match, setzten die gegnerische Verteidigung unter Druck, hatten am Ende des zweiten Drittels ihrerseits mit 15:7 Torschüssen einen klaren Vorsprung, konnten diese Überlegenheit jedoch nicht in Tore umsetzen. Somit verstärkte sich der Druck für die Flyers und das nutzten die Islanders im letzten Drittel gnadenlos aus. Bereits in der 43. Minute erhöhte Jean-Gabriel Pageau nach einem schweren Abwehrfehler der Flyers auf 2:0, als er direkt vor Hart auftauchte und keine Probleme mit dem Torschuss hatte. In der 49. Minute dann die Vorentscheidung. Einen perfekt vorgetragenen Konter über Jordan Eberle und Matt Barzal setzte Anders Lee perfekt in die gegnerischen Maschen. Damit war die Partie gelaufen. Den Schlusspunkt setzte Devon Toews in der 53. Minute mit einem Empty-Netter, nachdem Flyers-Coach Alain Vigneault bereits sieben Minuten vor Schluss seine letzte Option gezogen hatte und seinen Keeper Carter Hart vom Eis beorderte um mehr Druck zu erzeugen. Diese Aktion ging nach hinten los und nach dem Spiel hinterließ die Niederlage bei den Flyers fragende Gesichter. Dazu Alain Vigneault: „Die Isles waren die bessere Mannschaft im ersten Drittel. Im zweiten kamen wir zurück, fanden aber nicht den Weg zum Tor und im dritten haben wir uns auskontern lassen. Jetzt müssen wir den Return finden.“ Auch Flyers-Starspieler Claude Giroux war enttäuscht: „Die Topspieler, und dazu zähle ich mich auch, müssen besser spielen. Jetzt wird es langsam Zeit loszulegen.“ Das ist, wenn es auch statistischer Sicht gesehen wird, auch dringend notwendig. 68,7 Prozent aller Teams, die in einer derartigen Runde Spiel eins gewannen, haben es laut der NHL dann auch in das Conference-Finale geschafft. Eine Hoffnung dürfen die Flyers dennoch hegen. Die beiden Teams trafen sich zuletzt in den Play-Offs der Saison 1986/87 und damals setzte sich Philadelphia mit 4:3 in der Serie durch.  

Dallas Stars – Colorado Avalanche 5:2 (0:1,4:1,1:0) 

Serienstand: 2:0

Dallas scheint daran gefallen gefunden zu haben, einen deutlichen Rückstand mit einer Torserie nicht nur auszugleichen, sondern auch in Führung zu gehen. So geschehen im Conference-Viertelfinale gegen Calgary, als man beim 7:3 sieben Tore am Stück schoss und auch in dieser Partie wiederholten die Stars fast diese Vorstellung. Colorado, dass auf unbestimmte Zeit auf den deutschen Nationalkeeper Philipp Grubauer verzichten muss (lt. den NHL-Regularien dürfen die sich noch im Wettbewerb befindlichen Teams zu Spielerverletzungen keine Informationen veröffentlichen), startete fulminant in die Partie, setzte Dallas schwer unter Druck und hätte nach zwanzig Minuten höher als 1:0 führen müssen, nachdem man auf 20:6 Torschüsse kam. Lediglich der zuletzt überragend auftretende Nathan MacKinnon überwand Dallas-Schlussmann Anton Khudobin mit einem Schuss unter die Latte in der siebten Spielminute. Im zweiten Drittel zunächst das gleiche Bild. Die Avalanche beherrschten Spiel und Gegner und als Mikko Rantanen in der 29. Minute ein Überzahlspiel bereits nach zehn Sekunden erfolgreich zum Abschluss brachte, da schien die Partie vorentschieden. Schien, denn wie aus dem nichts kam Dallas zurück und schockte den Gegner aus Denver. Nur siebzig Sekunden später traf Joe Pavelski bei einem doppelten Überzahlspiel zum Anschluss und auch die Rückkehr des vierten Feldspielers rettete Colorado nicht vor dem Ausgleich. 43 Sekunden nach dem 1:2 glich Radek Faksa aus. Jetzt hatte Dallas die Oberhand und auch noch Glück. Beim 3:2 in der 36. Minute versuchte Dallas-Stürmer Jamie Benn seinen Kollegen Alexander Radulov zu bedienen. Avalanche-Verteidiger Samuel Girard lenkte die Scheibe gegen die Schulter von Radulov ab und diese flog dann in hohem Bogen über Colorados Keeper Pavel Francouz, eigentlich der Backup von Grubauer, ins Tor. Einen weiteren krassen Fehler, diesmal von Joonas Donskoi bescherte Dallas gar noch das 4:2 im zweiten Drittel. Esa Lindell luchste Donskoi die Scheibe ab, gewann das finnische Laufduell und bezwang schließlich im Nachschuss Francouz. Zwar versuchte Colorado im letzten Drittel alles, konnte aber die sattelfeste Defensive der Stars nicht überwinden und bekam die Quittung zehn Sekunden vor Schluss, als Jamie Oleksiak mit einem Empty-Netter das 5:2 für das texanische Team erzielte. Jetzt wird es schwer für die Avalanche, liegen sie doch nach zwei Spielen bereits mit 0:2 zurück. Das Fehlen von Torhüter Philipp Grubauer merkt man an den unüblichen fünf Gegentoren. Sein Back-up Pavel Francouz zeigte einige Unsicherheiten und wehrte nur 22 von 26 Schüssen ab, während sein Gegenüber Anton Khudobin in diesem Spiel mit 38 Saves glänzte.

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Sonntag 07.03.2021
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