Die DynastieNHL Teamcheck: Chicago Blackhawks

Kapitän Jonathan Toews und er Stanley Cup (Foto: Imago)Kapitän Jonathan Toews und er Stanley Cup (Foto: Imago)
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Was Stan Bowman, Manager der Chicago Blackhawks, über die Jahre in der ‚Windy City‘ aufgebaut ist, ist magisch. Drei Stanley Cups, in den letzten sechs Jahren konnten die Blackhawks gewinnen. Unter dem Gesichtspunkt, dass es in der NHL eine Gehaltsobergrenze gibt und sich die drei Meister-Teams stark voneinander unterscheiden, kann man die Erfolgsserie der Blackhawks als Dynastie bezeichnen.         Nach jedem Stanley Cup Sieg mussten sich das Team von verdienten Spielern trennen, um die Gehaltsgrenze einhalten zu können. Auch diesen Sommer war dies nicht anders. Brandon Saad konnten sie nicht in Chicago halten und auch Patrick Sharp, Johnny Oduya, Brad Richards und Kris Versteeg mussten die Blackhawks abgeben. Aber wie immer stehen bereits junge hochtalentierte Spieler aus der Organisation bereit, um diese Löcher zu füllen. Zudem bleibt die Führungsriege der Blackhawks intakt. Jonathan Toews, Patrick Kane, Marian Hossa, Duncan Keith und Brent Seabrook werden auch im kommenden Jahr das Team anführen. Diese beiden Faktoren machen die ‚Hawks‘ auch für die kommende Saison wieder zu einem Favoriten.

Als Schwachstelle der Blackhawks wurde lange Zeit die Torhüterposition gesehen. Corey Crawford hat jetzt 2 Stanley Cup in seinem Resümee stehen. Dies sollte seine  Kritiker nach und nach zum Schweigen bringen. Crawford ist ohnehin einer der konstantesten Goalies der Liga, nichts aufregendes, aber solide und verlässlich. Plus, in den Playoffs kann er sein Können auf einen anderen Level bringen. Außerdem hat Headcoach Joel Quenneville bereits des Öfteren gezeigt, dass er keine Scheu hat Crawford auf die Bank zu setzten, wenn dieser nicht überzeugend spielt. Backup Scott Darling kam so im letzten Jahr auf fünf Einsätze in den Playoffs.

Duncan Keith ist einer, wenn nicht sogar der beste Verteidiger, der NHL. Seine Saison war bereits in der Hauptrunde großartig, was er dann allerdings in den Playoffs abrief war phänomenal. 21 Punkte in den 23 Spielen bis zum Stanley Cup. 26 Minuten spielte er im Schnitt pro Spiel, am Ende mehr, als je ein Spieler zuvor. Völlig zu Recht wurde er zum besten Spieler der Playoffs gewählt. Die Erwartungen werden zur kommenden Saison nicht geringer, Keith wird sie, wie es seine Art ist, vermutlich übertreffen.         Brent Seabrook war lange Zeit der Partner an Keith‘ Seite. In der vergangenen Saison trennte sie Coach Quenneville, um dem Gegner Probleme bei den Match-Ups zu geben. Mit Erfolg, gerade im Finale gegen die Tampa Bay Lightning, waren die ersten beiden Sturmreihen abgemeldet. Den Großteil der Saison 2015/16 werden sie sicher wieder in einem Paar spielen, aber man kann erwarten, dass wenn es die Situation erfordert, die beiden wieder voneinander getrennt werden.       Trevor Daley kommt von den Dallas Stars zu den Blackhawks. Er war Teil des Sharp-Deals. In erster Linie soll er die Rolle von Johnny Oduya übernehmen. An seiner Seite wird voraussichtlich Niklas Hjalmarsson spielen, der herausragende Playoffs gespielt hat und eine feste Größe an der blauen Linie der Blackhawks ist.        Die ‚Hawks‘ werden auch in der kommenden Saison, eines der besten defensiven Teams sein.

Mit 27 Jahren gilt Jonathan Toews aktuell als einer der besten Führungsspieler der NHL. Der Kapitän der Blackhawks führte das Team zu den drei Stanley Cups, in den letzten sechs Jahren. Toews ist ein Arbeitstier, stark in der eigenen Hälfte, führt das Team beispielhaft an. Und auch wenn er, vor allem durch sein Defensivverhalten heraussticht, hat er während seiner 9-jähringen NHL Karriere jedes Jahr mindestens 20 Tore geschossen.      Er verdient verdientermaßen $10.5 Mio. für die nächsten acht Jahre.        Genauso, wie Patrick Kane, beide unterschrieben denselben Vertrag. Kane brach sich letzte Saison das Schlüsselbein, war allerdings pünktlich zu den Playoffs wieder fit und zeigte sich in bestechender Form. Er erzielte 11 Tore und 12 Assists in den 23 Playoff-Spielen der Blackhawks. Was Kane besonders macht zeigte sich erneut im Finale. Auch wenn er hier und da strauchelt, oder wie in der Serie gegen Tampa Probleme hat das Tor zu treffen, es ist Verlass darauf, dass er in den wichtigen Spielen auftaucht. Er schoss das entscheidende Tor in Spiel 6, welches den Weg zum Sieg des Stanley Cup ebnete.  Im Sommer gab es viel Trubel um Kane und die Ermittlungen um eine mutmaßliche Vergewaltigung. Kane wird zunächst Spielen, es gilt die Unschuldsvermutung. Die Frage wird sein, ob es während der Saison zu einer Verhandlung kommen wird und wie er diese unangenehme Geschichte ausblenden kann.         Ein weiterer Eckpfeiler der Offensive ist Marian Hossa. Der Flügelstürmer wird demnächst 37, das Alter hindert ihn allerdings nicht daran, einer der produktivsten Spieler der Blackhawks zu sein. Und auch wenn er an seinen Punkten gemessen wird, sticht bei Hossa vor allem das 2-Wege-Spiel besonders heraus.    Wie oben bereits angedeutet, mit Saad und Sharp verlassen zwei wichtige Spieler Chicago. Die ‚Hawks‘ kompensieren diese Abgänge durch Eigengewächse. Teuvo Teravainen steht bereit um Sharp‘s Posten zu übernehmen. Der Finne spielte bereits in der letzten Saison 34 Spiele in der NHL, richtig überzeugen konnte er dann schließlich in den Playoffs.

Auch wenn einige Schlüsselspieler die Blackhawks verlassen mussten, das Team aus Chicago ist auch vor der Saison 2015/16 ein heißer Kandidat auf den Stanley Cup. Die wichtigsten Spieler der Mannschaft sind langfristig gebunden, darüber hinaus haben sie eine starke Gruppe an „Nebendarstellern“. Da die Central Division immer stärker wird, wird es für die Dynastie aus Chicago auch immer schwerer. Können sie den Titel verteidigen? Vermutlich nicht, aber man kann Gewiss sein, dass die Blackhawks auch 2015/16 ein unangenehmer Gegner für jedes Team der Liga sind.                                         


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