Die Chancen standen nie so gutNHL Teamcheck: Washington Capitals

Alexander Ovechkin (Foto: Imago)Alexander Ovechkin (Foto: Imago)
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Seit Jahren sind die Washington Capitals ein Team, welches immer zu Favoritenkreis gehört, dem letzten Endes aber das kleine bisschen fehlt, um ganz oben auf dem Thron zu stehen. Das Manko, die Caps könnten nur Offensiv-Eishockey Spielen, aber kein defensives, gibt es seit der letzten Saison nicht mehr. Headcoach Barry Trotz hat das Team zu einem gut strukturierten Team geformt, das seine Stärken auf beiden Seiten des Eises hat. Selbst die Diskussionen um Alexander Ovechkin, der gern mal das Backchecking vernachlässigt, sind größtenteils verstummt. Die Chancen für Ovechkin und die Caps standen noch nie so gut, wie vor der Saison 2015/16.

Im Tor haben die Capitals einen der besten Torhüter der Liga. Braden Holtby spielte 73 Spiele in der vergangenen Saison, kein anderer Torhüter stand öfter zwischen den Pfosten. Er zeigte eine konstante Saison auf einem enorm hohen Niveau, er brach die Franchiserekorde für Siege in einer Saison, Shutouts (Spiele ohne Gegentor). Seine Statistiken 92,3% Fangquote, bei einem Gegentorschnitt von 2,22 waren Topwerte. In den Playoffs drehte Holtby nochmals richtig auf (94,4% SV, 1,71 GA). Holtby unterschrieb im Sommer einen Vertrag, der seiner Leistung gerecht wird, mit 25 ist er noch nicht am Zenit seines Könnens angelangt. Die Caps haben einen angehenden Elite-Goalie, der ihnen die wichtigen Spiele stehlen kann. Aus deutscher Sich interessant wird es auf der Backup Position. Philip Grubauer arbeitet sich seit Jahren durch die vielen Stationen einer NHL Franchise. Im letzten Jahr war er Stammtorhüter im AHL Farmteam der Capitals und zeigte dort gute Leistungen. Auf zwei Einsätze bei den Caps kam er in der vergangenen Saison, einer davon in den Playoffs. Auch Grubauer unterschrieb im Sommer einen neuen 2-Jahres-Vertrag mit den Caps. Der gebürtige Rosenheimer will irgendwann Starter in der NHL werden, er weiß, dass der Weg dahin über die Backup Position geht. Die Chancen in diesem Jahr stehen sehr gut.

Die Capitals verloren im Sommer Verteidiger Mike Green an die Detroit Red Wings. Diesen Verlust können sie allerdings verkraften, denn Green kam in Washington nicht mehr über das dritte Verteidigerpaar hinaus und dafür ist er mit ca. $6 Mio. im Jahr zu teuer. Gerade John Carlson zeigte im letzten Jahr, dass er Greens ehemalige Rolle ohne Problem einnehmen kann. Matt Niskanen und Brooks Orpik, die beide vor der Saison 2014/15 von Pittsburgh nach Washington wechselten, erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen sofort und Karl Alzner ist der seit jeher ein abgebrühter Verteidiger, der kaum Fehler macht. Im dritten Paar werden sich vermutlich Dmitry Orlov und Nate Schmitt wiederfinden. Beide sind noch jung, Headcoach Barry Trotz ist aber dafür bekannt, auch jungen Spielern das Vertrauen zu schenken und sie früh Verantwortung zu übernehmen lassen.

Jahr um Jahr spielt Alex Ovechkin um die Krone des besten Torjägers der Liga mit. Fünf Mal konnte er diese bereits gewinnen. Auch in der kommenden Saison wird das nicht anders sein. Ihm fehlen noch 25 Tore bis zur magischen 500 Marke, wahrscheinlich wird er diese zur Hälfte der Saison geknackt haben. Nicklas Backstrom und er verstehen sich blind auf dem Eis. Zusammen sind sie fast nicht zu stoppen. Die Caps stellen seit drei Jahren in Folge das besten Powerplay der Liga, einen großen Anteil daran haben Backstrom und Ovechkin. Die Abgänge von Joel Ward und Troy Brouwer wurden mit T.J. Oshie und Justin Williams nicht kompensiert, das Team wurde besser durch diese beiden Spieler. Justin Williams ist ‘Mr. Game 7‘, er kann ein anderes Level in den alles entscheidenden Spielen erreichen. Seine Leistungen waren wegweisend für beide Stanley Cup Siege der Los Angeles Kings. Oshie auf der anderen Seite, kommt aus einem defensiv geprägten St.Louis Blues Team. Während einer Pressekonferenz sagte er, dass er sich wie das Kind im Süßigkeitenladen fühle, wenn er mit Ovechkin und Backstrom auf dem Eis steht. Seine beste Saison war 2013/14, in der er 60 Punkte erzielen konnte, mit den beiden Superstars an seiner Seite, könnte er eine neue persönliche Bestmarke aufstellen. Eine kleine Überraschung war Evgeny Kuznetsov, der Russe hat seine erste volle NHL Saison gespielt und gezeigt, dass er das Zeug dazu hat, der Center der zweiten Capitals Reihe zu werden.

Alex Ovechkin wurde gern als das Problem der Capitals dargestellt. Das Problem der Caps war allerdings nie Ovechkin, sondern vielmehr das Team welches um ihn herum gebaut wurde. Die Caps vor der Saison 2015/16 sind das beste Team, welches Ovechkin je an seiner Seite hatte. Die Chancen auf einen Stanley Cup standen nie so gut wie dieses Jahr. Sie haben einen überragenden Goalie, eine starke Verteidigung und eine Offensive, die sich ohne Probleme mit den besten Teams der Liga messen kann.

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Donnerstag 14.11.2019
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Dallas Stars Dallas
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