Den Job erledigenNHL Teamcheck: Tampa Bay Lightning

Tampa Bay Lightning (Foto: Imago)Tampa Bay Lightning (Foto: Imago)
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Die Tampa Bay Lightning waren in der letzten Saison etwas plötzlich das beste Team der Liga. Überraschend kam diese Leistung allerdings nicht. Über Jahre hat sich das Team von Headcoach Jon Cooper stetig weiterentwickelt. Gerade die Offensive ist das Prunkstück. Im der vergangen Saison war sie die beste der NHL. Entscheidend war erneut eine überragende Saison von Kapitän Steven Stamkos. Auch Drillinge spielten eine tragende Rolle.      Im letzten Jahr verloren sie das Stanley Cup Finale gegen die Chicago Blackhawks. Für die kommende Saison stellt sich die Frage, ob dieser extrem talentierte Kader erneut in das Finale kämpfen kann, um dort den Job zu erledigen?

Beginnen wir im Tor. Ben Bishop ist hier die Nummer 1. Er spielte erneut eine starke Saison 2014/15. Besonders in den Playoffs trug er das Team bis in das Finale. Eine Leistenverletzung schränkte seine Bewegungen dort allerdings so sehr ein, dass es für ihn fast unmöglich war eine normale Leistung abzurufen.            Sehr zufrieden zeigte sich das Management, um Steve Yzerman, mit den Leistungen, die Andrei Vasilevskiy ablieferte. Er war überzeugend und hat das Talent, Bishop den Platz im Tor streitig zu machen.

Verteidiger Victor Hedman wurde im Jahr 2009 an 2. Stelle von Tampa Bay im Draft gewählt. Er benötigte einige Jahre, um die damit begleitenden Erwartungen, zu erfüllen. Nun ist er seit zwei Jahren, ohne Zweifel, der Leader in der Verteidigung der Lightning. Ständig wird er gegen die stärksten Spieler des Gegners eingesetzt, seine Erfolgsquote ist dabei überragend. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Hedman zur der Elite der NHL-Verteidiger gezählt wird. Während des Stanley Cup Finals galt es als sicher, sollten die Lightning gewinnen, wird Hedman zum besten Spieler der Playoffs gewählt. Hedmans Partner in der Verteidigung ist Anton Stralman. Er war eine der Schlüsselverpflichtungen vor der letzten Saison. Stralman kurbelte das Powerplay an, gab Hedman die nötige Sicherheit und kam offensiv zu der besten Saison seiner Karriere, mit 39 Punkten.         Das erste Paar wird Coach Cooper auch in der neuen Saison enorm in die Pflicht nehmen, dass auf sie Verlass ist, zeigten sie vergangenen Saison.                       Braydon Coburn ist einer der vielen Spieler, deren Vertrag nach der kommenden Saison ausläuft. Er kam zur Tradedeadline im vergangenen Jahr zu den Lightning und fand sich konstant in der Zweiten Verteidigerreihe wieder. Dennoch, Tampa Bay hat noch einige vielversprechende Verteidiger in der Organisation, Coburn muss kommende Saison überzeugen, wenn er langfristig in Florida bleiben will. Ein Neuanfang bei den Tampa Bay Lightning gelang Jason Garrison. Nach einer schwachen Saison bei den Vancouver Canucks, mit vielen Missverständnissen, fühlt er sich in Florida pudelwohl.

Im Sturm beginnen wir bei den „Drillingen“. Sie bestehen aus Tyler Johnson, Nikita Kucherov und Ondrej Palat. Den Spitznamen verdienten sich die Drei in der vergangenen Saison, da ihr Spiel perfekt aufeinander abgestimmt war. Sie haben ein blindes Verständnis, spielen jugendlich und unbefangen. Alle drei sind etwas zu klein gewachsen und wurden von vielen Scouts der NHL nicht beachtet. Hinzu kommt, dass die drei bereits in der AHL unter Jon Cooper trainierten, ihnen somit der Sprung in die NHL weniger schwer fiel. Durch ihre Leistung lösten sie eine Art Trend in der Liga aus. Immer weniger Teams gehen beim Nachwuchs nur rein nach Größe und Kraft. 

Johnson schloss die Hauptrunde der vergangenen Saison mit 72 Punkten ab. In den Playoffs führte er die Liga in Toren und Punkten an. Erst eine Verletzung des Handgelenks stoppte den Center im Stanley Cup Finale. Zwar spielte er, man merkte ihm aber diese Beeinträchtigung an.  Kucherov produzierte 65 Punkte in der Hauptrunde, in den Playoffs kam er auf 22.  Er geht in das letzte Jahr seines Vertrages, sollten er und die „Drillinge“ ihre Leistung der Vorsaison bestätigen können, erwartet ihn ein toller Zahltag.           Und zum Schluss, das 3/3 der „Drillinge“. Palat komplettiert die Reihe, die man durchaus als erste Reihe der Tampa Bay Lightning bezeichnen kann. Palat übernimmt in der Reihe den Part des defensiven Stürmers, trotzdem kommt er auf 122 Punkte in den letzten beiden Jahren. Die guten Leistungen der drei o.g. hatte zur Folge, dass es einiges an Kritik in Richtung Steven Stamkos gab. Nach einer starken Hauptrunde, mit 43 Toren und 72 Punkten, stand er während der Playoffs im Schatten der „Drillinge“. Ohne Zweifel, Stamkos ist das Gesicht der Franchise, aber auch er steht vor der Entscheidung, seinen Vertrag zu verlängern. Gespräche wurden bereits während des Sommers geführt, allerdings ohne erfolgreichen Abschluss. Stamkos hat dabei keinen Zeitdruck, er gehört zur Elite der NHL, nach der kommenden Saison ist er unrestricted Free Agent, was bedeutet, dass er sich seinen neuen Arbeitgeber aussuchen kann. Wer weiß, vielleicht zieht es ihn in seine Heimatstadt Toronto?

Zunächst gilt es allerdings einen Job zu erledigen.  Dieser Job heißt Stanley Cup Champion werden. Die Tampa Bay Lightning werden auch im kommenden Jahr das Team im Osten sein, welches es zu schlagen gilt, wenn man in das Stanley Cup Finale will. Kapitän und Gesicht des Teams Steven Stamkos ist bisher immer stärker denn je nach Rückschlägen zurückgekommen. Das kann man nach der Finalniederlage auch im kommenden Jahr von ihm erwarten.


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