Carolina Hurricanes und Colorado Avalanche mit deutlichen SiegenPredators und Leafs gewinnen knapp

Bostons David Pastrnak scheitert hier an Leafs-Goalie Freddie Andersen - und später auch an Mitch Marner. (picture alliance / AP Images)Bostons David Pastrnak scheitert hier an Leafs-Goalie Freddie Andersen - und später auch an Mitch Marner. (picture alliance / AP Images)
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Dallas Stars – Nashville Predators 2:3

Play Off-Stand: 1:2

Nach drei Jahren gab es wieder Play Off-Eishockey in der Arena in Dallas – und die Stars setzten viel daran, diesen besonderen Abend erfolgreich zu gestalten: Sie erarbeiteten sich Chancen, spielten hart und ließen die Nashville Predators kaum zur Entfaltung kommen. Sie verpassten es nur, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Das erste machten schließlich die Predators mit ihrer ganzen Play Off-Routine und getreu der alten Weisheit: „Throw pucks to the net and good things will happen!“. Rocco Grimaldi schoss aus vollem Lauf Richtung Tor und traf vorbei am überraschten Stars-Keeper Ben Bishop ins lange Eck. Danach versuchten es die Stars weiter und machten eine Menge Druck – Mitte des zweiten Drittels sogar mit mehr als einer Minute in doppelter Überzahl. Das Tor schossen aber wieder die Gäste. Nick Bonino „überlobbte“ die Abwehr der Stars, Filip Forsberg zog mit einem Power Move davon, Rückhand, Vorhand – Tor!

Zweieinhalb Minuten später schaffte Mats Zuccarello den Anschlusstreffer, nach acht Minuten im Schlussdrittel traf Tyler Seguin nach gutem Zusammenspiel und harter Arbeit seiner Sturmpartner Jamie Benn und Alex Radulov hinter dem Tor zum vielumjubelten Ausgleich für die Stars. Doch nur kurz darauf brachte Mikael Granlund mit einem Schüsschen durch den Verkehr vor Ben Bishop die Preds wieder in Führung. Diese ließen sich die Raubkatzen aus Tennessee nicht mehr nehmen, holten sich damit die 2:1-Serienführung und haben nun wieder den Heimvorteil auf ihrer Seite.

Carolina Hurricanes – Washington Capitals 5:0

Play Off-Stand: 1:2

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt der Serie meldeten sich die Carolina Hurricanes eindrucksvoll zurück: Mit 5:0 fegten sie Meister Washington aus der Halle und sicherten sich ihren ersten Sieg. Mann des Abends war Canes-Stürmer Warren Foegele. Der junge Kanadier erzielte die ersten beiden Tore und leistete zum zwischenzeitlichen 4:0 durch Dougie Hamilton die Vorarbeit. Trotz der Verletzungen von Michael Ferland und Alexander Svechnikov während des Spiels – Letzterer musste nach einem Fight mit Alex Ovechkin das Eis verlassen – dominierten die Hurricanes das Spiel und gestatteten den Caps im zweiten Drittel nur einen einzigen Torschuss! Insgesamt gab der Meister des vergangenen Jahres nur 18 Torschüsse ab.

Colorado Avalanche – Calgary Flames 6:2

Play Off-Stand: 2:1

Ebenfalls einen klaren Sieg feierte Philipp Grubauer mit einen Colorado Avalanche. Superstar Nathan MacKinnon traf im Eröffnungsdrittel zweimal im Powerplay, Cale Makar erhöhte in seinem ersten NHL-Spiel auf 3:0. Im zweiten Drittel stellte Matt Nieto in Unterzahl sogar auf 4:0 für die Gastgeber, ehe Sam Bennett im Powerplay für die Gäste aus Alberta traf. Doch die Antwort gaben die Hausherren durch Mikko Rantanten, der noch im Mitteldrittel den alten Abstand wiederherstellte. Erik Johnson machte nach 54 Sekunden im Schlussdrittel das halbe Dutzend voll, TJ Brodie konnte für Calgary nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

In einer insbesondere gegen Ende etwas hitzigen Partie (insgesamt 76 Strafminuten) gaben die Avs 57 Torschüsse und kratzen damit an einem mehr als 20 Jahre alten Franchise-Rekord. Philipp Grubauer entschärfte 27 Schüsse der Flames und kam auf eine Fangquote von sehr guten 93,1 Prozent.

Toronto Maple Leafs – Boston Bruins 3:2

Play Off-Stand: 2:1

Im Duell “Jung gegen Alt“ setzte sich in Spiel 3 die Jugend durch. Tyler Moore traf in seiner erstem Play Off-Serie per Abstauber nach einem Schuss aus spitzem Winkel von Morgan Reilly zur Führung für die Gastgeber. Ebenfalls per Nachschuss traf Boston Tscheche David Krejci, 2011 Meister mit den Bruins und Play Off-Topscorer seinerzeit, zum Ausgleich. Zuvor hatte sich Jake DeBrusk die Scheibe erkämpft und Freddie Andersen im Tor der Leafs angeschossen. Auston Mattews traf in Überzahl nach feinem Zuspiel von Andreas Jöhnsson per Direktschuss zur erneuten Führung für die Hausherren. Ebenfalls im Powerplay erhöhte Jöhnsson nach einer schönen Kombination über Matthews und John Tavares, der den Schweden in höchster Bedrängnis per Zuspiel durch die Beine punktgenau anspielte. 37 Sekunden vor der zweiten Drittelpause erzielten die Bruins den neuerlichen Anschlusstreffer durch Charlie Coyle, der in Überzahl die Unordnung in der Leafs-Abwehr nutzte.

Diesen knappen Vorsprung retteten die Kanadier bis in die Schlussphase, als Boston mit dem sechsten Feldspieler alles riskierte: Da ereignete sich die Szene des Spiels: Nur noch wenige Sekunden waren zu spielen, als David Pastrnak in zentraler Position aussichtsreich zum Schuss: Der junge Tscheche verzögerte kurz, zog ab, doch sein Schuss wurde geblockt, der Nachschuss wurde ebenfalls geblockt – von Topscorer Mitch Marner, der in der Hauptrunde 94 Punkte erzielt hatte und nicht als Mann für’s Grobe gilt, sich aber in dieser wichtigen Phase nicht zu schade war, die eigene Gesundheit zu riskieren, die Schmerzen in Kauf nahm und seinem Team so den Sieg rettete.

Den Maple Leafs fehlen damit nur noch zwei Siege, um erstmals seit 15 Jahren wieder eine Play Off-Serie für sich zu entscheiden.


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