Caps und ’Canes machen die nächste Runde im Osten komplett

NHL: Der Tanz beginntNHL: Der Tanz beginnt
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die

Washington Capitals und die Carolina Hurricanes haben als letzte Teams das Conference-Halbfinale

in der

nordamerikanischen National Hockey League (NHL) erreicht. Die Capitals besiegten in Spiel 7 ihres Eastern Conference-Viertelfinales

die New York Rangers vor 18.277 Zuschauern im Verizon Center in der

US-Hauptstadt mit 2:1 (1:1, 0:0, 1:0) und gewannen die Serie, in der sie zunächst ihre ersten beiden Heimspiele verloren und schließlich bereits mit 1:3 nach Spielen

zurückgelegen hatten, mit 4:3-Siegen. Die Hurricanes gewannen ihr Spiel 7 in Newark

im US-Bundesstaat New Jersey nach einem 3:2-Rückstand bis achtzig Sekunden vor

der Schlusssirene noch mit 4:3 und mit dem gleichen Endergebnis ihre Serie

gegen die New Jersey Devils.   

 

Alexander

Semin hatte für die Capitals das frühe Führungstor der Rangers durch Nik Antropov

ausgeglichen, dabei hatte Semin aber die Mithilfe von Rangers-Stürmer Ryan

Callahan benötigt, der den Puck unhaltbar für New Yorks Torwart Henrik

Lundqvist abfälschte.

Im weiteren

Spielverlauf zeigte sich wieder die größte Schwächer der Rangers: Das Team von

Coach John Tortorella hatte enorme Schwierigkeiten in der Offensive und schoss

in den letzten beiden Dritteln insgesamt nur noch siebenmal auf das erneut vom

russischen Liganeuling Simeon Varlamov gehütete Tor der Caps. Washingtons Führungstreffer

durch Altstar Sergei Fedorov war deshalb hochverdient; bis dahin hatte vor

allen Dingen Lundqvist sein Team im Spiel gehalten. Gegen den Sonntagsschuss

von Fedorov knapp fünf Minuten vor Spielende aus spitzem Winkel über Lundqvists

linke Schulter genau in die obere kurze Ecke war der schwedische

Nationaltorhüter jedoch machtlos, zumal ihm durch Rangers-Verteidiger Wade Redden die Sicht verdeckt war. Und auch nach dem 2:1 schafften es weder New

Yorks Kapitän Chris Drury noch Spielmacher Scott Gomez, ihr Team planvoll nach

vorne zu treiben. Die Capitals treffen nun in der nächsten Runde wiederum mit Heimrecht auf den

letztjährigen Finalisten Pittsburgh Penguins, die bereits am vergangenen

Samstag ihre Serie mit den Philadelphia Flyers für sich entschieden hatten.

 

Das Spiel im

Prudential Center in Newark war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Hurricanes waren

bereits nach 62 Sekunden durch Tuomo Ruutu auf Vorlage von Matt Cullen und

Verteidiger Dennis Seidenberg in Führung gegangen, doch knapp eineinhalb

Minuten später glich Devils-Kapitän Jamie Langenbrunner für die Gastgeber aus. Elf

Minuten später fälschte Devils-Defensivstürmer Jay Pandolfo nach einem Konter

eine scharfe Hereingabe von John Madden unhaltbar für ’Canes-Goalie Cam Ward zum

2:1 für New Jersey ab. Im zweiten Drittel schaffte Ray Whitney auf Pass des

überragenden Eric Staal den Ausgleich für Carolina, aber fünf Minuten später

traf Brian Rolston mit einem knallharten Schlagschuss in Überzahl zur erneuten Devils-Führung.

Als schließlich nach 37 Minuten ’Canes-Verteidiger Tim Gleason wegen hohen

Stocks für vier Minuten vom Eis musste, schienen die Devils endgültig das Spiel

in die Hand zu bekommen, aber Ward und die Defensive der Stanley Cup-Sieger von

2006 standen gut und ließen den Rückstand nicht weiter anwachsen. Im letzten

Drittel konnten dafür die Hurricanes eine Strafzeit für Langenbrunner nicht

nutzen, bevor sich in den letzten beiden Spielminuten die Ereignisse

überschlugen: Zunächst stand Jussi Jokinen am langen Pfosten des Devils-Tores frei

und traf zum 3:3-Ausgleich, bevor Staal nur 48 Sekunden später von der rechten

Seite ähnlich wie bei Ruutus Tor zum 1:0 für Carolina den Puck auf die lange

Ecke schlenzte und Devils-Torwart Martin Brodeur wie Ruutu auf der

Stockhandseite überwand. Die Gastgeber und ihre Fans waren wie versteinert; bereits

Spiel 4 in Raleigh hatten die ’Canes buchstäblich in der letzten Spielsekunde

gewonnen, dazu hatte Carolina im zweiten Match in New Jersey in der

Verlängerung triumphiert. Die Hurricanes treffen nun auf die Boston Bruins, die

ihre Serie gegen die Montréal Canadiens mit 4:0-Siegen gewonnen haben. Spiel 1

findet am kommenden Freitag im TD Banknorth Garden in Boston statt (19:00 Uhr

Ortszeit/ 1:00 MESZ). Der Pay-TV-Sender ESPN America (früher NASN) wird live

von den Spielen der nächsten Runde berichten. (Oliver Stein)

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NHL Hauptrunde

Sonntag 16.02.2020
Montréal Canadiens Montréal
3 : 4
Dallas Stars Dallas
Ottawa Senators Ottawa
2 : 4
Toronto Maple Leafs Toronto
Colorado Avalanche Colorado
1 : 3
Los Angeles Kings Los Angeles
Arizona Coyotes Arizona
3 : 1
Washington Capitals Washington
Calgary Flames Calgary
4 : 8
Chicago Blackhawks Chicago
Vegas Golden Knights Vegas
1 : 0
New York Islanders NY Islanders
Pittsburgh Penguins Pittsburgh
5 : 1
Detroit Red Wings Detroit
New York Rangers NY Rangers
1 : 3
Boston Bruins Boston
Carolina Hurricanes Carolina
3 : 4
Edmonton Oilers Edmonton
Vancouver Canucks Vancouver
1 : 5
Anaheim Ducks Anaheim
Montag 17.02.2020
Nashville Predators Nashville
2 : 1
St. Louis Blues St. Louis
New Jersey Devils New Jersey
4 : 3
Columbus Blue Jackets Columbus
Ottawa Senators Ottawa
4 : 3
Dallas Stars Dallas
Buffalo Sabres Buffalo
5 : 2
Toronto Maple Leafs Toronto
Winnipeg Jets Winnipeg
3 : 2
Chicago Blackhawks Chicago
Arizona Coyotes Arizona
- : -
New York Islanders NY Islanders
Calgary Flames Calgary
- : -
Anaheim Ducks Anaheim
San Jose Sharks San Jose
- : -
Florida Panthers Florida
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