Capitals in der nächsten Runde, Bruins müssen über volle Distanz gehen NHL: Play-offs kompakt

Rick Nash muss mit den Boston Bruins über die volle Distanz von sieben Spielen gehen. (picture-alliance)Rick Nash muss mit den Boston Bruins über die volle Distanz von sieben Spielen gehen. (picture-alliance)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Columbus Blue Jackets – Washington Capitals 3:6 (0:1, 1:2, 2:3)

Play-off-Stand: 2:4

Ein Doppelpack von Alexander Ovechkin in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts und ein Doppelschlag früh im Schlussdrittel von Devante Smith-Pelly und Chandler Stephenson innerhalb von 94 Sekunden waren zu viel für die Blue Jackets. Washington brachte nach zwei OT-Heimniederlagen zum Auftakt der Serie den vierten Sieg in Folge unter Dach und Fach und zieht in die nächste Runde ein. Die Blue Jackets müssen damit auch im 18. Jahr ihres Bestehens auf den ersten Gewinn einer Play-off-Serie warten.

Caps-Verteidiger Dimitri Orlov eröffnete nach zwölf Minuten mit einem platzierten Schlagschuss vom rechtem Bullykreis den Torreigen. Diese konnte Jacks-Kapitän Nick Foligno im Mittelabschnitt ausgleichen, dann aber kam der große Moment von Superstar Alexander Ovechkin: Erst staubte er nach einem Schlagschuss von Verteidiger John Carlson den Abpraller von Torwart Bobrovski mit dem Rücken stehend mit der Rückhand ab, dann traf er kurz vor der zweiten Sirene in seiner unnachahmlichen Art im Powerplay per Direktschuss vom linken Bullykreis. Nach zweieinhalb Minuten im Schlussdrittel stellte Columbus durch Dubois nach einem Scheibengewinn hinter Braden Holtbys Tor den Anschluss her, doch keine zwei Umdrehungen des Sekundenzeigers später schlugen die Capitals zurück: Devante Smith-Pelly schnappte sich in der neutralen Zone die Scheibe, lief über den linken Flügel auf und davon und bezwang Sergej Bobrovski mit einem platzierten Handgelenkschuss über die Fanghand. Als kurz darauf Washingtons Christian Djoos wegen Behinderung auf die Strafbank musste, hofften die Fans der Blue Jackets auf den erneuten Anschlusstreffer, wurden aber kalt erwischt: Jay Beagle spielte die Scheibe hoch aus der eigenen Zone, brachte sie so zu Chandler Stephenson, der alleine auf Bobrovski zulief und sicher vollendete. Erneut war es Nick Foligno, der den Blue Jackets mit seinem Treffer zwölf Minuten vor dem Ende noch etwas Hoffnung gab. Aber die Caps brachten den Vorsprung über die Zeit und 14 Sekunden vor Schlusssirene traf Lars Eller noch ins leere Tor zur endgültigen Entscheidung. „Das bessere Team hat gewonnen. Sie haben in den entscheidenden Momenten die besseren Spielzüge kreiert. Zudem ist Washingtons Powerplay ist immer besser geworden, unseres nach gutem Beginn schlechter“, fasst Columbus-Coach John Tortorella die Serie zusammen. So treffen die Washington Capitals wie schon im vergangenen Jahr in der zweiten Runde auf die Pittsburgh Penguins – und können mit breiter Brust in die Serie gegen den Dauerrivalen aus der Metropolitan Division gehen.

Toronto Maple Leafs – Boston Bruins 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)

Play-off-Stand: 3:3

Das vielleicht wichtigste Tor seiner Karriere schoss in der vergangenen Nacht Leafs-Stürmer William Nylander: Nur 35 Sekunden nach der Führung der Bruins Jake DeBrusk zu Beginn des zweiten Drittels traf er – erstmals in der Serie – zum Ausgleich für die Hausherren, als er nach einem abgefälschten Schuss den Abpraller von Bruins-Goalie Tukka Rask verwertete. Zuvor hatten die Bruins, die entschlossen waren, die Serie auswärts zu entscheiden, einige sehr gute Chancen und ein Torschussverhältnis von 18:11 zu ihren Gunsten herausgearbeitet. Danach kamen die Leafs besser ins Spiel und erspielten sich ihrerseits gute Gelegenheiten – sogar ein Tor von Hyman wurde Behinderung von Bostons Schlussmann Tukka Rask aberkannt. Dann aber brachten die Bruins zweimal die Scheibe nicht aus ihrer Zone – und Mitchell beförderte sie gedankenschnell ins Netz zur Führung für die Leafs, deren Fans nicht nur in der Halle, sondern auch vor der Arena beim Public Viewing mitfieberten. Es folgten wütende Angriffe der Bruins, unter anderem mit einer Doppelchance durch Riley und Rick Nash, doch Leafs-Goalie Frederik Andersen vereitelte Chance um Chance. Zum Schluss traf Plekanec noch ins leere Bruins-Tor. Damit kommt es in der letzten noch laufenden Serie der ersten Runde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zum ultimativen Showdown: Spiel 7 steigt dann in Boston.


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