Boston macht den Sweep gegen Carolina perfektBruins spielen um den Stanley Cup

"Legion of Doom": David Pastrnak (l.), Patrice Bergeron (Mitte) und Brad Marchand (nicht im Bild) entschieden Spiel 4 im Alleingang. (picture alliance / AP Photo / Gerry Broome)"Legion of Doom": David Pastrnak (l.), Patrice Bergeron (Mitte) und Brad Marchand (nicht im Bild) entschieden Spiel 4 im Alleingang. (picture alliance / AP Photo / Gerry Broome)
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Carolina Hurricanes – Boston Bruins 0:4

Play Off-Stand: 0:4

Bostons “Legion of Doom” – Patrice Bergeron, Brad Marchand und David Pastrnak – haben die Cinderella-Story der Carolina Hurricanes jäh beendet. Anfang Januar waren die Canes eines der schlechtesten Teams der Liga. Dann arbeiteten sie sich mit einer bemerkenswerten Aufholjagd noch in die Play Offs, gewannen in einer denkwürdigen Serie gegen Meister Washington, sweepten die New York Islanders in die Sommerpause und wollten im Conference-Finale auch den Boston Bruins die Stirn bieten. Diese entpuppten sich jedoch als eine Nummer zu groß für das Team von Coach Rod Brind’Amour.

Erfahren, trotzdem giftig und vor allem extrem effizient präsentierte sich der Meister von 2011 gegen die Carolina Hurricanes. Und dann gab es vor allem im gestrigen Spiel 4 das Trio, das den Unterschied ausmachte: Bergeron, Marchand und Pastrnak erzielten alle vier Treffer und machten damit fast im Alleingang den 15. Sweep einer Play Off-Serie in der langen Bruins-Historie perfekt. 

Mit zwei Powerplay-Toren durch „Pasta“ und Bergeron stellten die Bruins die Weichen im Mittelabschnitt auf Sieg. Zu Beginn des Schlussdrittels dann die Entscheidung: Carolinas Jaccob Slavin spielte einen Pass hinter dem eigenen Tor an den Schlittschuh von Patrice Bergeron, von wo die Scheibe zu David Pastrnak prallte, der sie direkt zu Bergeron zurückgab, der wieder einmal in einem großen Spiel groß aufspielte und aus kurzer Distanz das „Series Winning Goal“ erzielte. Brad Marchand machte in der Schlussphase mit seinem Treffer ins leere Tor der Hurricanes endgültig den Deckel auf dieses Spiel.

Die Bruins können nun also in aller Ruhe abwarten, gegen wen sie im Finale antreten werden. Ob San Jose oder St. Louis – beides hätte seinen Reiz: Bruins-Stürmer David Backes spielte lange in Missouri, Sharks-Legende Joe Thornton einige Jahre in Boston. Bostons Finalgegner muss sich jedenfalls auf ein extrem starkes Team einstellen: Die Powerplay-Quote der Bruins lag in der Serie gegen die Hurricanes bei fast 50 Prozent (sieben Tore aus 15 Powerplays), Tuukka Rask ist in diesen Play Offs mit weniger als zwei Gegentoren im Schnitt pro Spiel und mehr als 94 Prozent abgewehrter Schüsse der sichere Rückhalt, den jedes Team braucht, um in der Endrunde erfolgreich zu sein.

Zudem haben die Bruins mit Patrice Bergeron, Brad Marchand und David Pastrnak eine Sturmformation, die jedes Spiel alleine entscheiden kann und fast 40 Prozent aller Play Off-Tore der Braunbären in diesem Jahr erzielt hat – und dahinter liegt Schattenmann David Krejci auch schon bei 15 Punkten in diesen Play Offs.