Acht Jahre Knast für Ex-Besitzer der Nashville Predators

Sulzer mit erstem ScorerpunktSulzer mit erstem Scorerpunkt
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Schwere Schlappe für William

„Boots“ Del Biaggio III: Ein Gericht hat den früheren Besitzer der Nashville

Predators für schuldig gesprochen, Investoren und Banken betrogen und ihnen

mehrere Millionen Dollar abgezockt zu haben, um sich mit dem Geld Teile der Predators

zu kaufen. Darunter befindet sich auch eine Bank, die Del Baggio zusammen mit

seinem Vater vor 20 Jahren selbst mit aufgebaut hatte. Mehr als acht Jahre muss

Del Baggio nun ins Gefängnis, im Januar soll er seine Strafe antreten. Der

Angeklagte hatte sich selbst schuldig in einem Fall gesprochen: Er habe

Dokumente gefälscht, um einen Kredit von 110 Millionen Dollar von verschiedenen

Banken sowie zwei NHL-Klubbesitzern zu erhalten. Bei letzteren beiden handelt

es sich um Craig Leopold von den Minnesota Wild und die Anschutz-Gruppe,

Besitzer der Los Angeles Kings. Mit dem Geld hatte sich Del Baggio bei den

Nashville Predators eingekauft. Mit relativ einfachen Mitteln hatte er sich als

kreditwürdig dargestellt: Ein Broker der Firma Merriman Curhan Ford Group Inc.,

der ihm zwei Millionen Dollar schuldete, ließ ihm eine Liste mit Konten

diverser reicher Handelspartner zukommen. Aus diesen waren Fondswerte in Höhe

von einigen zehn Millionen Dollar abzulesen. Del Baggio habe dann einfach die

Namen der Besitzer aus der ihm zugeleiteten E-Mail herausgelöscht und mit

seinem ersetzt. Die Fälschung wurde bekannt, als Prüfer die Bücher der Firma

durchsahen. Die Firma Merriman gibt zudem an, durch den Betrug zehn Millionen

Dollar verloren zu haben und seine Angestellten von 188 Mitarbeitern auf 85 zu

reduzieren. Weitere 43,4 Millionen Dollar sollen so zudem nicht umgesetzt

worden sein für die Kunden. Insgesamt muss Del Baggio nun 47,5 Millionen Dollar

an Banken und die beiden NHL-Besitzer zurückzahlen. Weitere 20 Millionen werden

noch von einer Kommission eingefordert. Del Baggio nahm die Urteilsverkündung

mit Tränen auf, entschuldigte sich und gab an, jedem sein Geld zurückzahlen zu

wollen: „Ich war von Stolz und Egoismus geblendet. Jeder macht Fehler. Ich

werde daraus lernen und wehre mich dagegen, den Vorfall mein restliches Leben

beherrschen zu lassen.“ (Patrick Bernecker)