Zwei eiskalt verwandelte Schneider-PenaltysIce Aliens gewinnen in Lauterbach

Zwei eiskalt verwandelte Schneider-PenaltysZwei eiskalt verwandelte Schneider-Penaltys
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Nachdem die Außerirdischen die ersten beiden Drittel mit jeweils einem Tor mehr als der Gegner für sich verbuchten, nach vierzig Spielminuten auf fremdem Eis mit 5:3 in Führung lagen, brachte eine wahre Energieleistung der Gastgeber die Aliens im letzten Drittel fast an den Rand einer Niederlage. Zeitweilig mit dem Rücken zur Wand kämpfend, mit einer guten Portion Glück und aufgrund der guten Reflexe von Ratingens Goalie endete die reguläre Spielzeit mit einem 5:5-Unentschieden.

In insgesamt acht Durchläufen entschieden die Paraden von Aliens-Schlussmann Christoph Oster sowie die eiskalte Treffsicherheit von Stürmer Alexander Schneider an diesem Abend über den Zusatzpunkt. Ratingen gewann mit 6:5 (3:2, 2:1, 0:2, 1:0).

Nach einer kurzen Abtastphase in den ersten fünf Minuten des Start-Drittels begannen beide Mann-schaften das gegnerische Tor ernsthaft ins Visier zu nehmen, wobei sich die Hausherren ab der zehn-ten Minute leichte Vorteile erspielten und gefährlich durch das Verteidigungsdrittel sowie die Abwehr der Ice Aliens wirbelten. Ratingen landete in dieser Luchse-Drangphase jedoch genau zum richtigen Zeitpunkt zwei „Wirkungstreffer“ durch Sebastian Schröder sowie durch Pascal Behlau , die in der 12. bzw. 14. Minute einen 2:0-Vorsprung herausschossen. Die anschließenden, wütenden Angriffe der Luchse hatten in der 15. Minute dann den 1:2-Anschlusstreffer, allerdings aber auch eine kleine Strafe zur Folge, welche die Außerirdischen mit einer schnellen Kombination zum 3:1 in der 17. Minute durch Milan Vanek vollstreckten. „Normalerweise“ hätte dies der Pausenstand sein müssen, aber nach einem Bodycheck schickte der Referee noch einen Ratinger in die „Kühlbox“ – und Lauterbach verkürzte 70 Sekunden vor dem Drittelende in Überzahl auf 2:3.

Auch im zweiten Drittel ging das muntere Toreschiessen weiter. Ratingen erhöhte nach zwei Minuten im Mittelabschnitt durch Dennis Fischbuch auf 4:2, Lauterbach hielt den Anschluss mit dem 3:4 in der 23. Minute. Danach fiel zunächst kein Tor mehr, obwohl sich beide Kader weiter gute Einschusschancen erarbeiteten und die Luchse vor eigenem Publikum einen noch höheren Gang einlegten. Nach einem Ratinger Fernschuss, der von der Bande hinter dem gegnerischen Tor wieder nach vorne abprallte, nahm Štěpán Kuchynka den Puck im Angriffsdrittel in der 34. Minute wieder auf, verlud einen heranstürmenden Verteidiger und versenkte das schwarze Hartgummi mit einem satten Schuss im den rechten Torwinkel des gegnerischen Gehäuses zum 5:3 für die Ice Aliens. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen.

Grundsätzlich sollte das Team von Alexander Jacobs abgeklärt genug sein, um diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand zu geben, aber in den letzten zwanzig Minuten der Partie war fast nur „Einbahnstraßen-Eishockey“ zu sehen, denn die dauerhaften Luchse-Angriffe wurden nur selten von Entlas-tungsangriffen der Gäste unterbrochen. Eine Strafzeit gegen Ratingen brachte Lauterbach wieder auf 4:5 (46.) heran und entsprechend die „zweite Luft“. Insofern war der Ausgleich, der aus einem Gedränge vor dem RIA-Tor in der 54. Minute über die Linie ging, absolut verdient und nur eine Frage der Zeit. Sowohl Štěpán Kuchynka (58.) als auch mehrfach die Luchse-Angreifer hatten kurz vor Spielende noch die Entscheidung auf dem Schläger, scheiterten aber an den jeweiligen Torhütern, sodass diese nervenaufreibende Begegnung ins Penaltyschießen ging. Hier verwandelte Alexander Schneider den entscheidenden Versuch.