Zuschauer erleben hart umkämpftes DerbyEC Lauterbach

Zuschauer erleben hart umkämpftes DerbyZuschauer erleben hart umkämpftes Derby
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Dabei erwischten die Luchse einen Auftakt nach Maß. Bereits nach zwölf Sekunden zappelte der Puck das erste mal im Netz der Roten Teufel. Nach Vorarbeit von Miro Hantak und Marko Filip setzte Stürmer Benni Schulz die erste Duftmarke. Aber auch die Gäste aus der Kurstadt wussten im Spiel nach Vorne zu gefallen und prüften Sebastian Grunewald im Tor der Luchse. Als Verteidiger Luca Obernesser nach einem harten Check für 2+10 Minuten in der Kühlbox Platz nehmen musste, kamen die Roten Teufel zum Ausgleichstreffer durch Shane Haskins. Bis dahin waren gerade einmal zwei Minuten gespielt. Doch schon zu diesem Zeitpunkt zeigten einige der Roten Teufel, dass sie das Derby als Schauplatz für Provokationen und überharte Aktionen nutzen wollten. Ausgerechnet die beiden Ex-Lauterbacher Etzel und Pak, waren Stammgäste auf der Strafbank. Doch die sich daraus bietenden Überzahlsituationen, blieben von den Luchsen an diesem Abend oftmals ungenutzt.

Wenn man den Luchsen an diesem Abend einen Vorwurf machen kann, dann war es die mangelhafte Chancenauswertung in Überzahl. Einzig Emanuel Grund schaffte es, aus einer Überzahl für die Luchse Kapital zu schlagen. Mit einem Handgelenkschuss in den Winkel, brachte er sein Team in der zwölften Spielminute erneut in Führung. Die Roten Teufel kamen aber durch Garret Pruden erneut zum Ausgleich. Das Bad Nauheimer Talent nutzte nach einem Bully vor dem Lauterbacher Tor eine unübersichtliche Situation aus und brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel. Den Schlusspunkt unter ein feuriges erstes Drittel setzten die Luchse. Stürmer Jens Feuerfeil markierte zwei Minuten vor Drittelende die erneute Führung für seine Farben.

Das Mitteldrittel sollte zwar zunächst ohne weitere Treffer bleiben, doch die Spannung blieb. Beide Mannschaften lieferten sich einen Kampf mit offenem Visier. Immer wieder mussten die beiden Schlussmänner ihr ganzes Können aufbieten, um weitere Treffer zu verhindern. Groß war der Jubel der Fans, als Nils Vogel die Luchse in der 36. Spielminute mit 4:2 in Führung brachte. Doch noch während die Tormusik aus den Lautsprechern tönte, verweigerten die Schiedsrichter dem Treffer die Anerkennung, da der Puck die Linie vermeintlich nicht mit vollem Umpfang überquert hat. Dies sahen Spieler und Fans allerdings nicht so. Die Entscheidung der Schiedsrichter fand noch mehr Gewichtung, da die Roten Teufel fast im Gegenzug den Ausgleichtreffer erzielten. Die Luchse reagierten mit wütenden Angriffen und sollten für ihren Kampfgeist belohnt werden. Erneut war es Jens Feuerfeil, der sein Team in Führung schoss. Millimetergenau zirkelte er nur Sekunden nach dem Ausgleich der Bad Nauheimer den Puck ins obere Kreuzeck.

Mit dieser knappen Führung ging es dann in den letzten Spielabschnitt. Hier wurden die Luchse dann allerdings eiskalt erwischt. Bereits 44 Sekunden nach Wiederbeginn markierte Routinier Martin Flemming in Überzahl den erneuten Ausgleich für die Gäste aus der Wetterau. Die zuvor eher durch Strafen auffallenden Gäste aus Bad Nauheim konzentrierten sich nun deutlich mehr aufs Eishockeyspielen. Mit Erfolg. Schindler und Filipovic schossen die Roten Teufel in der 49. und 52. Spielminute durch zwei schnell hervorgetragene Konter erstmals in Führung. Die Luchse steckten aber nicht auf und versuchten mit aller Macht den Anschluss zu erzielen. Im Kasten der Roten Teufel stand jedoch ein Goalie, der dies zu verhindern wusste. Immer wieder scheiterten die Luchse am DEL2 und Oberliga erfahrenen Torhüter der Wetterauer. Fünf Minuten vor Spielende durften die Luchse dann aber doch nochmal Hoffnung schöpfen. Erneut war Jens Feuerfeil der Torschütze. Jetzt hieß es hinten sicher zu stehen und vorne eine Chance nutzen. Die Spannung in der Eishalle war überall spürbar. Coach Roger Nicholas nahm eine Auszeit, um seine Männer einzuschwören. Doch selbst die Herausnahme des Towarts zu Gunsten eines sechsten Feldspielers, sollte am Ende aber nicht reichen, um das Spiel noch umzubiegen.

Zwar war den Luchsen nach Spielende die Enttäuschung deutlich ins Gesicht geschrieben, doch die nächste Chance auf drei Punkte bietet sich den Lauterbacher Eishockeycracks bereits am kommenden Freitag um 20 Uhr, wenn die Bördeindianer aus Soest ihre Visitenkarte im Steinigsgrund abgeben.


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