Wölfe steigern sich und siegen deutlichMainzer Wölfe

Wölfe steigern sich und siegen deutlichWölfe steigern sich und siegen deutlich
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Die nächsten Heimauftritte gibt es gleich im Doppelpack: Am zweiten November-Wochenende kommen der EHC Neuwied zum Pokalspiel und die Eisteufel Frankfurt nach Mainz. Zuvor steigt am 24. Oktober (20 Uhr) das Hinspiel beim Oberligisten Neuwied.

Der 2:3-Rückstand nach den ersten zwanzig Minuten deutet es schon an: Zum klaren Erfolg gegen Aufsteiger Wallernhausen bedurfte es einer gehörigen Leistungssteigerung in den folgenden Spielabschnitten. Denn im ersten Drittel präsentierten sich die Wölfe ohne Energie und defensive Ordnung. Die Gäste aus dem Vorort von Nidda schlugen daraus mit geradlinigem Spiel und viel Zug zum Tor Kapital. Zweimal lag Mainz, am ersten Spieltag 12:0-Sieger gegen Bad Nauheim, durch Nicolas Johansson (2.) und Alexey Gebel (9.) vorn, doch die Führungen hielten nicht lange, weil Frank Guldner (4.) und Patrick Meige (13.) egalisierten.

Gebel arbeitete die Scheibe anschließend zum vermeintlichen 3:2 ins Tor, doch die Schiedsrichter hatten die Scheibe nicht hinter der Linie gesehen. Zudem visierte Viktor Brauer die Latte an (16.). Stattdessen bestrafte Wallernhausen ein drittes Mal die defensiven Nachlässigkeiten: Nils Schultheiß besorgte die Gästeführung, als er frei vor Marc Stromberg auftauchte (18.).

Spielertrainer Gebel nutzte die erste Drittelpause, um an das abgesprochene und im Training einstudierte Spielsysteme zu erinnern. Mit Erfolg: Seine Wölfe fanden ihre taktische und spielerische Linie. Wallernhausen, das nun auch häufiger in Unterzahl agieren musste, wurde phasenweise überrannt und kassierte allein im zweiten Abschnitt sechs Gegentreffer. Brauer glich aus (23.), Michael Horcicka besorgte das 4:3 (26.). Anschließend erhöhten Johansson, der beinahe keine Gelegenheit zum Torerfolg ausließ und sogar bei eigener Unterzahl traf, sowie Alexander Schumacher und Pavel Michalek, der Debütant Timo Dombrowski nach dessen Fußverletzung als Center der dritten Reihe ersetzte. 8:3 – nach vierzig Minuten war das Spiel plötzlich entschieden.

Dementsprechend lautete vor dem letzten Drittel die höchste Priorität, hinten kein weiteres Gegentor zu erlauben. Das gelang, weil die Wölfe wenig zuließen und Torwart Stromberg sich bei den wenigen Ausnahmen auszeichnen konnte. Abermals Johansson und Gebel stellten auf 10:3. In der Schlussminute setzte der Kapitän höchstpersönlich den Schlusspunkt: Von Horcicka präzise bedient, brauchte Stefan Eisenträger im Slot bloß die Kelle hinzuhalten. „Es macht Spaß, gegen einen guten Gegner Eishockey zu spielen, wenn man mit der richtigen Intensität spielt. Das haben wir im zweiten und dritten Drittel dann auch gemerkt“, freute sich Alexey Gebel.

Sein Team hat nun anderthalb Wochen Pause. Dann geht es zum Oberligateam des EHC Neuwied: Das Halbfinal-Hinspiel des Rheinland-Pfalz-Pokals dort dürfte eine große Herausforderung werden. Ebenso das Rückspiel, welches ausnahmsweise am Freitag, 7. November (18.45 Uhr), in der Eissporthalle am Bruchweg stattfindet. Zwei Tage später (9. November, 17.45 Uhr) empfangen die Wölfe zur gewohnten Zeit die Eisteufel Frankfurt.

Tore: 1:0 (2.) Johansson (Brauer), 1:1 (4.) Guldner (Repp), 2:1 (9.) Gebel (M. Mustaf, Johansson), 2:2 (13.) Meige (Schipper), 2:3 (18.) Schultheiß, 3:3 (23.) Brauer (M. Mustaf, Gebel), 4:3 (26.) Horcicka (Gebel, Johansson/5-4), 5:3 (27.) Johansson (Gebel, Wölk), 6:3 (29.) Johansson (4-5), 7:3 (39.) Schumacher (Brauer, Sagula/5-3), 8:3 (39.) Michalek (A. Mustaf, Wölk/5-4), 9:3 (42.) Johansson (Schumacher, M. Mustaf), 10:3 (47.) Gebel (Johansson), 11:3 (60.) Eisenträger (Horcicka, Brauer/5-4). Strafen: Mainz 2, Wallernhausen 18 + 10 (Langensiepen).

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