Wölfe stehen im FinaleMainzer Wölfe

Wölfe stehen im FinaleWölfe stehen im Finale
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Der vorletzte Hauptrundenvergleich mit dem IHC Beaufort war vorentscheidend: Die Wölfe gewannen in Luxemburg 8:4 und können von Beaufort bei zwei ausstehenden Saisonspielen nicht mehr eingeholt werden. Die 6:8-Niederlage in Bitburg am Tag darauf war ärgerlich, doch zu verschmerzen.

IHC Beaufort – TSV Schott Mainz 4:8 (2:3, 1:3, 1:2). Mit einem letztlich ungefährdeten Auswärtssieg am Samstagabend lösten die Wölfe das Finalticket. Von der frühen IHC-Führung durch Verteidiger Francois Schons (4.) ließen sie sich nicht beeindrucken, stellten stattdessen bis zur 15. Minute durch Stefan Eisenträger (7.), Jan Blagar im ersten Überzahlspiel (8.) sowie Martin Sagula(15.) auf 1:3. Bei allen drei Treffern trug sich der tschechische Neuzugang Jiri Recek in seinem zweiten Spiel für Mainz mit einem Assist in die Statistik ein.

Zwar kam Beaufort zwischenzeitlich zum 3:3-Ausgleich, doch mit einem Doppelschlag binnen 14 Sekunden brachte Nicolas Johansson die Gäste wieder in Führung (27.). Als Maxim Mustaf das 3:6 nachlegte (35.), reagierte Beaufort mit einem Torhüterwechsel. Den Mainzer Offensivdrang dämmte diese Maßnahme zunächst ein, doch hinten stand Mainz stabil und ließ keinen Anschlusstreffer zu. Teammanager Milan Nosek sah „die beste Leistung seit langem“, die nur dadurch getrübt wurde, dass Jan Balgar wegen eines Stockchecks eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Seine Mannschaft blieb souverän und baute den Vorsprung durch Alexey Gebel (48.) und Martin Sagula (57.) aus.

Tore: 1:0 (4.) Schons (Grönlund, Houdremont/5-4), 1:1 (7.) Eisenträger (Balgar, Recek/4-4), 1:2 (8.) Balgar (Recek/5-4), 1:3 (15.) Sagula (Recek), 2:3 (20.) T. Beran (Wambach, B. Welter/5-3), 3:3 (26.) Grönlund (R. Beran/5-4), 3:4 (27.) Johansson, 3:5 (27.) Johansson (M. Mustaf), 3:6 (35.) M. Mustaf (Recek/4-4), 3:7 (48.) Gebel (M. Mustaf, Sagula), 3:8 (57.) Sagula (Brauer), 4:8 (60.) Thill (5-4). Strafen: Beaufort 14, Mainz 24 + 5 + Spieldauer (Balgar).

Eifel-Mosel Bären – TSV Schott Mainz 8:6 (4:2, 1:2, 3:2). In Bitburg traten die Wölfe ohne den gesperrten Balgar an, dafür boten sie Marc Stromberg in der Verteidigung und Matthias Fach im Tor auf. Die Eifel-Mosel Bären, Tabellenführer und Finalgegner im März, besiegten unter der Woche im Pokalhalbfinale den EHC Neuwied, seines Zeichens Meister der viertklassigen Regionalliga West. Ein deutlicher Fingerzeig also, dass in Bitburg und Mainz zwei Mannschaften um den Titel in Rheinland-Pfalz spielen, die sich auch eine Spielklasse höher keinesfalls zu verstecken bräuchten.

„Nach dem Spiel in Beaufort war die Mannschaft müde, hätte aber nach guter Leistung trotzdem einen Punkt mitnehmen könnte“, sagte Nosek. Vier Gegentore im ersten Drittel, zwei davon bei eigener Überzahl, waren für den weiteren Spielverlauf eine erhebliche Hypothek. Zwischenzeitlich schafften Viktor Brauer (27.) und Gebel (33.) den Ausgleich, doch der hatte nicht lange Bestand: Bis Mitte des letzten Abschnitts zogen die Bären auf 7:4 davon. Damit war das Spiel scheinbar entschieden. Die Wölfe bäumten sich aber noch einmal auf, kamen durch Pavel Michalek zum fünften Tor und konnten die restliche Spielzeit in Überzahl drängen; Andreas Weiler erhielt für einen zu hohen Check eine Spieldauerdisziplinarstrafe samt fünfminütiger Unterzahl für sein Team. Eisenträger erzielte das 6:7, danach blieben 41 Sekunden Zeit. Als Lukas Golumbeck ins leere Tor traf, war die aufregende Partie entschieden.

Schon am Sonntag folgt am Mainzer Bruchweg die Fortsetzung des Duells. Erstes Bully ist um 17.30 Uhr.

Tore: 1:0 (2.) Barth (Hillgärtner, Golumbeck (5-4), 2:0 (6.) Janega (Golumbeck/4-5), 2:1 (7.) Recek (Gebel/5-4), 3:1 (8.) Müller (Arend), 3:2 (17.) Johansson (M. Mustaf/5-4), 4:2 (18.) Barth (Golumbeck, Höffler/4-5), 4:3 (27.) Brauer (Bianchi), 4:4 (33.) Gebel (Johansson), 5:4 (38.) Müller (Janega, Höffler/5-4), 6:4 (44.) Golumbeck (Hähnel, Höffler), 7:4 (49.) Weiler (Höffler), 7:5 (55.) Michalek (Johansson, Wölk/5-4), 7:6 (60.) Eisenträger (Sagula, Horcicka/5-3), 8:6 (60.) Golumbeck (Berens/4-6). Strafen: Bitburg 20 + 10 (Marci) + 5 + Spieldauer (Weiler).

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