Viele AusfälleRatingen verliert in Herford

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Ein Zeitungsartikel mit dem Titel „Spiel in Herford steht auf der Kippe“ verunsicherte dann die Fans beider Lager, aber in Herford nicht anzutreten war nie eine wirkliche Option. „Jedes Sportteam muss gelegentlich mit Erkältungen, Verletzungen, berufsbedingten Ausfällen oder Spielersperren umgehen, was nicht schön ist, aber zum Geschäft dazugehört“, erklärte die Aliens.

Insofern machten sich die Garde der „Aufrechtstehenden“, d.h. 15 Spieler nebst zwei Goalies, zur „Stau-Party“ nach Herford auf – die knapp 190 Kilometer nach Herford sind Freitagsnachmittags ein Erlebnis, das teilweise im Schritttempo mehr als vier Stunden Busfahrt bedeutete.

Was das Team von Alexander Jacobs, auch wenn man sich den Gastgebern vor einer stimmungsvollen Zuschauerkulisse letztendlich mit einem 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) beugen musste, dann zeigte, war unter diesen Umständen mehr als erstaunlich, denn es entwickelte sich ein quicklebendiges Match mit Chancen für beide Mannschaften, auch wenn einige Ratinger Lungenflügel und verstopfte Nasen ziemlich pfiffen.

Letztendlich fehlte Ratingen zum Torerfolg an diesem Abend das letzte Quäntchen Kraft und auch Glück, um gegen einen Herforder Schlussmann, der seinen Job gut erledigte, einen Treffer zu erzielen. Nach dem ersten Drittel trennten sich die Kontrahenten mit 0:0, denn sowohl die Aliens-Verteidigung als auch Goalie Christoph Oster verhinderten „abgeklärt und humorlos“ einen Torerfolg der Dragons.

Ein harter, sauberer Check läutete in der 28. Minute dann einen HEV-Angriff ein, der nach mehrmaligen Nachsetzen des Dragons-Sturms dann aber doch die Ratinger Torlinie überqueren konnte. Die anschließende Drangphase der Herforder überstanden die Außerirdischen, um zum Schluss des Drittel dann selber noch einige Akzente zu setzen. Umkämpft blieb die Begegnung auch während der letzten zwanzig Minuten, in denen sich sowohl die Ice Dragons als auch die Ice Aliens Einschusschancen erspielten. Erst in der 55. Minute ermöglichte dann ein „kapitaler Bock“ eines RIA-Verteidigers im Ratinger Verteidigungsdrittel das 2:0 des HEV, bei dem der alleine vor Christoph Oster auftauchende Herforder Stürmer diesem keine Abwehrchance lies. Ratingen versuchte anschließend zu verkürzen, aber schwindende Kräfte und eine Heimmannschaft, die massiv verteidigte, versagten ein Tor. In der letzten Minute des Spiels krönte Herford seinen Sieg dann noch mit dem 3:0, bei dem die Konzentration der Aliens allerdings schon auf dem Weg unter die warme Dusche war, sodass das Endergebnis deutlicher erscheint, als sich die Auseinandersetzung tatsächlich darstellte.