Viel Lob, starke Leistung, null PunkteDinslakener Kobras unterliegen Herford

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Herford begann die Begegnung druckvoll und Marvin Haedelt war mehr Beschäftigung ausgesetzt, als ihm lieb sein konnte. Doch der Schnapper der Kobras, der übrigens einen guten Tag erwischt hatte, hielt die Kobras mit einigen guten Paraden im Spiel. Dies gab seinen Vorderleuten mehr Sicherheit und nach ca. 5 Spielminuten trauten sie sich nicht nur über die rote Linie, insbesondere Stefan Dreyer und Kevin Wilson erarbeiteten sich einige Hochkaräter, Zählbares sprang aber dabei leider nicht heraus. Im Gegenteil: Der Tabellenführer wusste gleich seine erste Überzahlsituation zu nutzen und nahm die 1:0-Führung mit in die Kabine.

Im Mittelabschnitt lief die Partie von Tor zu Tor, mit den zwingenderen Chancen für die Hausherren. Als eine weitere Strafzeit gegen die Kobras gerade abgelaufen war und sich die Mannschaft noch nicht sortiert hatte, nutzten die Gastgeber diesen Zustand aus. Der trickreiche Killian Hutt tanzte Tom Giesen und Marvin Haedelt aus und sorgte für einen Zwei-Tore-Vorsprung seiner Farben.  Im Verlaufe des zweiten Drittels verhängte der ansonsten gute Unparteiische noch drei weitere Strafen gegen die Kobras, die sich allerdings auch dem erfahrenen Zuschauerauge einfach nicht erschließen wollten. Die Gäste waren trotzdem noch lange nicht gewillt, das Handtuch zu werfen. In einer dieser Unterzahlsituationen hielt Kevin Wilson kurz hinter der roten Linie einfach mal drauf und hatte beim 2:1 Kieren Vogel im Dragons-Gehäuse eiskalt erwischt. Doch eine weitere dieser zweifelhaften Überzahlsituationen konnten dann die Hausherren für sich nutzen. Ein Befreiungsschlag aus dem eigenen Verteidigungsdrittel der Kobras landete direkt bei Aaron Reckers, der aus seinem Verteidigungsdrittel Ross John Reed bediente. Dieser nahm von der roten Linie aus Fahrt auf und ließ Marvin Haedelt mit seinem satten Schuss in den oberen rechten Winkel keine Chance.

Als Nikolai Tsvetkov, der im eigenen Verteidigungsdrittel den Puck führt, im Schlussabschnitt von dem Kanadier gecheckt wurde, traf er ihn wohl mit dem Schulterschutz im Gesicht, sodass Tsvetkov blutend zu Boden ging. Die Unparteiischen verhängten nach kurzer Beratung eine Matchstrafe gegen Ross. Die daraus resultierende fünfminütige Überzahl nutzten die Giftschlangen zunächst zum 3:2-Anschlusstreffer durch Sven Linda, öffneten aber immer weiter ihre Abwehr, um auch den Ausgleich zu erzielen. Und dass die Westfalen nicht zufällig an der Tabellenspitze stehen, wurde dann durch einen clever angelegten Konter untermauert, der das 4:2-Endergebnis zur Folge hatte.

Am Sonntag um 20 Uhr geht es gegen die Hammer Eisbären weiter.