US-Neuzugang für den EHC NeuwiedThomson: Aus dem Flieger aufs Eis

Maximilian Wasser war in vier Partien bereits an neun EHC-Toren beteiligt. (Foto: Neuwieder Bären)Maximilian Wasser war in vier Partien bereits an neun EHC-Toren beteiligt. (Foto: Neuwieder Bären)
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Knapp zwölf Stunden nachdem Thomsons Flieger in Amsterdam die Landebahn berührt, soll der nachverpflichtete US-Angreifer in Solingen auf dem Eis stehen, wo die Neuwieder ab 20 Uhr beim EC Bergisch Land die fünfte von zehn Partien in der Qualifikationsrunde zur Eishockey-Regionalliga West bestreiten. „Matt soll spielen“, so die Planung von EHC-Manager Carsten Billigmann. „Natürlich dürfen wir von ihm noch nicht direkt Wunderdinge erwarten.“

Dass die Bären an diesem letzten Oktoberwochenende nur einmal gefordert sind, kommt ihnen nicht unbedingt ungelegen, denn aufgrund von Verletzungen ist die Personalsituation derzeit angespannt. Beim überzeugenden 8:1-Heimsieg am vergangenen Sonntag über den Neusser EV konnte Trainer Leos Sulak auf nur 13 Feldspieler zurückgreifen. Sven Schlicht, Tobias Etzel und Dennis Berk fallen weiterhin aus, auch mit Jonathan Galke, der sich gegen Ratingen eine Nackenprellung zuzog und unter der Woche nicht trainieren konnte, ist noch nicht zu rechnen. Zu Wochenbeginn absolvierte aufgrund von Verletzungen und Krankheiten ein auf acht Spieler reduziertes Aufgebot die erste Trainingseinheit im Neuwieder Icehouse. Inzwischen sieht die Situation aber wieder deutlich besser aus. Gegenüber dem Neuss-Spiel steht auch Nolan Redler wieder zur Verfügung. Der US-Angreifer hat seine Sperre abgegolten.

„Wir dürfen und werden Bergisch Land ganz bestimmt nicht unterschätzen“, will Bären-Trainer Sulak keine böse Überraschung erleben. Die „Raptors“ haben bislang eine Partie gewonnen (6:5 gegen den EHC Troisdorf) und dürften keine realistische Chance auf die Qualifikation für die Regionalliga haben.

Kurz vor dem Erreichen der Qualifikationsrunden-Halbzeit befinden sich die Bären mit drei Siegen gegen den Neusser EV (8:1), den ESV Bergisch Gladbach (8:3) und den EHC Troisdorf (4:2) bei einer Niederlage gegen die starken Ratinger Ice Aliens (1:5) komplett im Soll. „Da wir erst am 1. Oktober zwei Wochen vor dem ersten Punktspiel unseren Trainingsauftakt hatten und personell momentan doch gebeutelt sind, können wir mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden sein. Ich bin mir sicher, dass wir uns in nächster Zeit weiter steigern werden“, schaut Billigmann auf den Endspurt in der Qualifikationsphase und die anschließende Regionalliga (dafür ist der erste, zweite oder dritte Platz notwendig) voraus.

Mit Ratingen und Neuwied stehen aktuell die beiden Favoriten auf den beiden Spitzenplätzen. Auch in der Parallelstaffel A läuft bislang alles wie prognostiziert. Der EV Duisburg ist mit dem Optimum von zwölf Punkten aus vier Partien und einem Torverhältnis von +46 das Maß der Dinge. Die Füchse trafen in allen Partien zweistellig und kassierten erst einen Gegentreffer. Die Dinslakener Kobras (neun Punkte) und die mit vielen ehemaligen Leistungsträgern der Hammer Eisbären besetzten Eisadler Dortmund (sechs Punkte) haben die beste Ausgangslage, die Regionalliga zu erreichen. „Duisburg ist zumindest in Gruppe A der große Favorit. Das haben sie mit ihren beeindruckenden Ergebnissen deutlich gemacht“, bewertet Billigmann.


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