Stefan Lenk schießt die Eifel-Mosel Bären zum 6:3-Sieg in Kassel Mit Hattrick vom Gastspieler zum Erfolg beim Meister

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Arbeitsbedingt kam Stefan Lenk vor drei Jahren aus Schönheide nach Trier und schloss sich kurzer Hand den Eifel-Mosel Bären an. Mit fünf Spielen, sieben Tore, sechs Vorlagen und einer gemeinsamen Rheinland-Pfalz-Meisterschaft verewigte er sich als großartiger Teamkollege bei den Bären. Im Sommer 2015, als klar wurde, dass Lenk die älteste Stadt Deutschlands wieder verlassen müsse, glaubte wohl niemand mehr daran, dass noch einige Tore folgen werden.

Da die Anreise nach Kassel aus dem östlichsten Deutschland kürzer ist als aus Trier beziehungsweise Bitburg, stoß Lenk bereits in der vergangenen Spielzeit zum Auswärtsspiel in Kassel hinzu. In dieser Saison sah man den Gast aus Schönheide bereits vor kurzem in Bad Nauheim wieder im Bären-Dress – nun die Krönung: Hattrick beim Auswärtssieg in Kassel.

Auf dem Papier sah es für die verletzungs- und krankheitsgeschwächten Eifel-Mosel Bären nicht rosig aus. Elf Feldspieler und ein Torhüter gegen insgesamt 19 heimstarke „89ers“ aus Kassel, die mit Stéphane Robitaille (471 DEL-Spiele) auch eine wahre Legende im Kader hatten. Dennoch beeindruckten die Rheinland-Pfälzer von Beginn an: Michal Janega (5.), Stefan Tschammer (13.) und Stefan Lenk (16.) waren im ersten Drittel für die Bären erfolgreich. Selbst ein Treffer von Robitaille in der 15. Spielminute nahm keinen Wind aus dem Segel.

Denn im zweiten Spielabschnitt machte Stefan Lenk in der 23. und 38. Minute seinen Hattrick perfekt und stellte gemeinsam mit Dennis Konz (35.) den Spielstand auf ein zwischenzeitliches 2:6, welcher sich erst kurz vor Ende der Partie (60.) noch auf ein finales 3:6 abänderte.

Unterm Strich ein wichtiger Sieg für die Eifel-Mosel Bären, welche vor der Partie noch punktgleich hinter Kassel auf Platz drei rangierten. Mit nun lediglich zwei Punkten Rückstand zu den Darmstadt Dukes sind die Bären auf deutlichen Playoff-Kurs, jedoch noch nicht garantiert. Eine Entscheidung des Verbands, ob die besten drei oder vier der Liga in die Endrunde einziehen, steht noch aus. Im ersten Falle fehlen den Bären zwei weitere Punkte, um nicht mehr aus den Top drei zu rutschen.

Dies könnte bereits am kommenden Wochenende zu Gast bei dem direkten Konkurrenten, Löwen Frankfurt, gemeistert werden, ehe man eventuell beim Heimspiel am 28. Januar sogar die Chance bekommen könnte, gegen die Darmstadt Dukes um die Meisterschaft der Hauptrunde zu kämpfen.

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