Starke Hammer Eisbären holen in Diez drei PunkteEG Diez-Limburg verliert mit 3:7

(Foto: EG Diez-Limburg)(Foto: EG Diez-Limburg)
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Die Rockets waren am Sonntagabend nicht ganz so weit weg vom Gegner und konnten sich im Vergleich zur Niederlage gegen Neuwied steigern, von einer homogenen Leistung waren sie jedoch noch immer zu weit entfernt. Dazu bewahrheitete sich eine alte Tugend: Wenn es nicht läuft, dann wirst du selten mit einfachen Toren belohnt. Die EGDL ließ selbst beste Chancen ungenutzt.

Unterzahl. Die Gäste führen bereits mit 2:0. Jetzt bloß nicht das dritte Gegentor kassieren. Die Rockets stehen gut, haben plötzlich die große Chance zum Anschlusstreffer. Jamie Hill läuft alleine auf Hamms Sebastian May zu, scheitert aber im Abschluss am starken Eisbären-Keeper. Irgendwie bezeichnend. Auch wenn die Ansätze schon in diesem ersten Drittel gegen Hamm deutlich bessere waren, die Mannschaft engagiert und willig wirkte - zu einer Belohnung sollte es noch nicht reichen. Hamm führte nach 20 Minuten durch Tore von Oliver Kraft (8.) und Lukas Novacek (16.) mit 2:0.

Im zweiten Drittel braucht es zwei weitere Tore, bis auch die EGDL sich endlich auf der Anzeigentafel verewigt. Zunächst machen Kevin Thau (22.) und Lukas Novacek (27.) das 4:0 für Hamm - gefühlt zu hoch für ein nicht so eindeutig laufendes Spiel. Aber vielleicht geht ja noch was: Florian Böhm macht das 1:4 (30.), Mark Corbett nach sehenswertem Alleingang das 2:4 (37.). Es gibt aber auch wieder diese Momente: Pierre Wex stürmt in Unterzahl alleine auf May zu, schießt aber am Tor vorbei. Und auf der Gegenseite bekommen die Raketen gefühlt Minuten lang die Scheibe nicht aus dem Drittel, bis Kevin Trapp quasi gezwungen wird, sie endlich in die Maschen zu schieben (39.). 2:5 nach dem zweiten Drittel, Hamm war auch nach 40 Minuten in der Spur.

Zwar lassen die Eisbären im letzten Drittel noch das 3:5 durch Alexander Engel zu (50.), mehr aber auch nicht. Kevin Thau tanzt die Raketen zum 6:3 aus (54.), Ibrahim Weißleder erhöht per Empty-net-Goal sogar noch auf 7:3 (59.). Hamm wird an einem Abend, an dem Schiedsrichter Daniel Melcher sein Potenzial nicht abrufen kann, der Favoritenrolle gerecht.

„Auch wenn wir das Spiel heute gewonnen haben muss man sagen, dass wir auch Glück hatten und der Sieg am Ende vielleicht zu hoch ausfällt“, sagte Gästetrainer Ralf Hoja. „Wir haben heute nicht besonders gut gespielt und wirkten ein bisschen kraftlos. Aber wir haben Gott sei Dank zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, das hat uns ziemlich geholfen. Es war ein schweres Spiel und ich bin froh, dass wir hier gewonnen haben.“

„Wir können mit der Niederlage natürlich nicht zufrieden sein“, sagte Rockets-Trainer Jens Hergt. „Aber die Mannschaft hat über fast 60 Minuten gekämpft und Einsatz gezeigt. Wir hatten kein Schussglück, aber das Team hat sich dennoch nie aufgegeben. Wir wollten nach Freitag eine Reaktion zeigen und das ist uns gelungen. Darauf können wir aufbauen. Dass wir beim Stand von 3:6 den Torhüter rausnehmen, war so mit dem Team abgesprochen. Wir wollten noch einmal alles versuchen und damit auch ein Zeichen setzen.“

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