Siebter Streich im siebten SpielRatingen siegt gegen die Eisadler Dortmund

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In einer intensiven, schnellen, von beiden Seiten kompromisslos geführten Partie mit gutem Eishockey gewannen die Ratinger Ice Aliens am Sandbach das Duell in der 1. Liga West gegen den direkten Verfolger Eisadler Dortmund mit 4:2 (1:1, 1:1, 2:0).

Die Eisadler traten in Ratingen unübersehbar mit der Absicht an, den Tabellenführer zu schlagen. Obwohl die Ice Aliens druckvoll begannen, dem Gegner sofort zusetzten, nutzten die Gäste in der vierten Minute eine kleine Unachtsamkeit im Deckungsverhalten kaltschnäuzig aus, um in Führung zu gehen. Auch danach hatten die Hausherren die etwas höheren Spielanteile, suchten aber zu wenig den direkten Abschluss. Dortmund lauerte währenddessen aus einer massiven Verteidigung zunächst weiter auf Konter. In der zehnten Minute packte Ice-Aliens-Abwehrrecke Lucas Becker dann einen harten Bodycheck aus, der ihm eine Fünf-Minuten-plus-Spieldauerstrafe einbrachte, da sein bedauernswerter Gegenspieler diesen „Hit“ nicht wirklich gut verkraftete. In Unterzahl rückte dann Aliens-Keeper Dennis Kohl mehr und mehr in den Mittelpunkt des Geschehens, weil die Adler die Außerirdischen nun in ihrem Verteidigungsdrittel festnagelten. Durch viel Laufarbeit, aufopferungsvollen Kampf, Glück bzw. mit Hilfe des Torgestänges überstand das Heimteam diesen fast fünfminütigen Dauerbeschuss ohne einen Gegentreffer hinnehmen zu müssen. 1:22 Minuten waren noch im ersten Drittel auf der Uhr, als die Dortmunder Strafbank nach einem Foulspiel Besuch bekam und die Aliens ihrerseits ein Powerplay aufziehen konnten. Über Dennis Fischbuch und Marvin Moch gelangte die schwarze Hartgummischeibe dann zum an diesem Abend bestens aufgelegten Jan Philipp Priebsch, der mit einem Schlenzer mitten ins bzw. durch das Getümmel vor dem Eisadler-Keeper sieben Sekunden vor der Pause den Ausgleich erzielte.

Das zweite Drittel startete mit einer Strafe für die Gäste, aber die Aliens verstanden es trotz einiger Möglichkeiten nicht, diesen Vorteil zu nutzen. Stattdessen wurden sie eine Sekunde nach Ablauf der Dortmunder Strafzeit kalt erwischt und mit einem langen Pass in die Spitze in der 23. Spielminute ausgekontert. Obwohl die Heimmannschaft anschließend weiter auf das gegnerische Gehäuse anrannte, sich Möglichkeiten erspielte, fiel das zweite Ratinger Tor erst während eines Powerplays, bei dem Dennis Fischbuch und Maurice Becker dafür sorgten, dass sich die Lücke für Marvin Moch auftat. Die Eisadler Dortmund blieben aber nach wie vor ein gefährlicher Kontrahent, der immer wieder das von Dennis Kohl gehütete Aliens-Tor anvisierte. Bei einer seiner Abwehraktionen verletzte sich der Goalie dann leider, sodass Christoph Oster „eiskalt“ eingewechselt werden musste, der aber trotzdem seinen Vorderleuten sofort ein ruhiger und sehr sicherer Rückhalt war.

Aufgrund des 2:2-Zwischenergebnisses standen entsprechend weitere 20 Minuten Hochspannung auf dem Programm. Zunächst zeigten J.P. Priebsch, Marvin Moch und Dennis Fischbuch ihren Gästen, dass auch sie es verstehen, schnell und effizient zu kontern. In Unterzahl brachte das Trio die Ice Aliens mit einem schön herausgespielten „shorthander“ mit 3:2 (46. Minute) in Front. Kurze Zeit später trat der pfeilschnelle Aliens-Angreifer Kevin Wilson ebenfalls den Beweis an, dass Ratingen konterstark ist, „verzog“ aber knapp, sodass der Puck am Ziel vorbeiging.

Ein Dortmunder Foulspiel in Form eines Checks gegen den Kopf eines Ratinger Spielers war dann wahrscheinlich die „kleine Vorentscheidung“ für den weiteren Spielverlauf. Der Hauptschiedsrichter verhängte hierfür eine Fünf-Minuten-plus-Matchstrafe und die Ratinger machten dieses Mal sehr schnell Nägel mit Köpfen. Der Aliens-Sturm nutzte seine Überzahl innerhalb von sechs Sekunden nach Spielwiederbeginn zum 4:2 – Milan Vanek schlug routiniert und unerbittlich, auf Zuspiel von Max Piotrowski und Dustin Schumacher, zu.

Die Reststrafzeitdauer von mehr als vier Minuten wehrten sich die Eisadler Dortmund so vehement, dass sie mit vereinten Kräften einen weiteren Torerfolg der Aliens verhindern konnten. Nachdem die Dortmunder Strafzeit abgelaufen war, füllte sich in den letzten fünf Minuten vor Spielende die Ratinger „Kühlbox“ – nicht immer ganz erklärbar – mit schöner Regelmäßigkeit mit jeweils zwei Ice Aliens-Spielern. Es folgte die zu erwartende Dortmunder Auszeit mit „Lagebesprechung“, nach welcher die Eisadler ihren Torwart vom Eis nahmen, um mit einer erdrückenden 6-zu-3-Spielerübermacht auf dem Eis mindestens den Anschlusstreffer zu erzwingen. Das jeweils dreiköpfige „Abwehrbollwerk“ und Torwart Christoph Oster hielten den Sieg für die Ratinger Ice Aliens jedoch fest, wobei man noch Pech hatte, weil einige Befreiungsschläge nur knapp das leere gegnerische Tor verfehlten.

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