Showdown für die LuchseEC Lauterbach

Showdown für die LuchseShowdown für die Luchse
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Aktuell stehen die Lauterbacher Luchse auf Platz vier der Regionalliga West, punktgleich mit den Dinslakener Kobras und vier Punkte vor den Amateuren der Kölner Haie. Um sicher in die Aufstiegsrunde zur Oberliga West einzuziehen, benötigen die Luchse aus den letzten drei Spielen am besten zwei Siege.

Zunächst müssen die Luchse am Nikolaustag zu den Kassel Huskies 1b reisen. Spielbeginn in der Kasseler Eishalle ist am Freitag, 6. Dezember, um 19.30 Uhr. Das Heimspiel in der Lauterbacher Eissport­-Arena hatten die Luchse am vergangenen Freitag nach einer tollen Aufholjagd und einer wahren Energieleistung ab dem zweiten Drittel am Ende etwas unglücklich mit 4:7 verloren.

Die Zweitvertretung der Kasseler Oberligamannschaft führt die Tabelle der Regionalliga West mit 35 Punkten aus 13 Spielen an. Bislang haben die Huskies 1b nur eins ihrer bisher dreizehn absolvierten Spiele in der Regionalliga West verloren (1:6 in Neuwied). Einen weiteren Punkt mussten die Nordhessen zu Hause gegen die Kölner Haie abgeben. „Wir wissen ja nun wie gut Kassel spielt, vielleicht schaffen wir es ja diesmal den Anfang nicht herzuschenken. Dass dann auch in Kassel etwas zu holen ist wissen wir. Das haben wir beim letzten Spiel in Neuwied gezeigt, daran wollen wir anknüpfen“, so Luchse-Kapitän Horst Feuerfeil, vor dem schweren Auswärtsspiel.

Die Luchse reisen nach der bärenstarken Leistung im Spiel gegen Neuwied motiviert nach Nordhessen. Der schweren Aufgabe bewusst, werden die Luchse den bereits für die Aufstiegsrunde qualifizierten Huskies alles abverlangen, um möglichst weitere wichtige Punkte zu sammeln.

48 Stunden nach dem Spiel in Kassel empfangen die Lauterbacher Luchse die Amateure der Kölner Haie zum vorletzten, aber vielleicht wichtigsten Heimspiel der laufenden Runde. Die Aufgaben werden für die Luchse nicht einfacher, denn auch die Kölner Haie spielen noch mit, um einen der begehrten ersten vier Plätze. Das Hinspiel gegen die Reserve der DEL-Mannschaft aus der Domstadt haben die Luchse nach einer katastrophalen Leistung mit 3:8 verloren. „Wir hatten zu diesem Zeitpunkt etwas Unruhe in der Mannschaft, vielleicht war das ein Grund für unser desolates Auftreten in Köln. Das ist aber ausgestanden und wir treten wieder als Mannschaft auf“, so Stürmer Pierre Kracht.

Dass die Luchse seit dem Amtsantritt des neuen Trainers wieder als eine siegeswillige Einheit spielen und die Fans mit ihrer Leistung begeistern, konnte man in den letzten beiden Spielen gegen die Topteams der Liga eindeutig erkennen.

Die bisherigen Ergebnisse der Haie lassen erkennen, wie stark die Mannschaft vom Rhein ist. So besiegten sie zum Beispiel die Löwen Frankfurt 1b in beiden Spielen. Gegen die Kassel Huskies 1b musste man sich beide Male nur knapp geschlagen geben. Auch gegen Neuwied zogen sie sich, mit zwei knappen Spielen, gut aus der Affäre. Auffälligste Spieler in Reihen der Kölner sind die Stürmer Philipp Büermann und Lars Möltgen, die mit 22 bzw. 21 Punkten unter den Top 20 in der Scorerwertung zu finden sind. Ansonsten ist die Mannschaft sehr ausgeglichen.

„Die Kölner haben eine sehr junge und laufstarke Mannschaft. Sie spielen ein sehr aggressives Eishockey, darauf müssen wir uns einstellen um sie zu Hause zu schlagen und sie auf Distanz zu halten. Wir hatten unter der Woche drei sehr gute Trainingseinheiten und konnten weiter an unserem Spielsystem arbeiten. Was wir zu leisten im Stande sind wissen wir, jetzt gilt es, das in den kommenden Spielen abzurufen“, so ein optimistischer Trainer Roger Nicholas.

Verzichten müssen die Luchse in diesen wichtigen Spielen auf den Kanadischen Torjäger Brendan Burge, der sich im Spiel gegen Neuwied eine Schnittverletzung am Arm zugezogen hat. Ebenfalls angeschlagen sind Emanuel Grund, Jens Feuerfeil und Tobias Etzel, ob sie bis zum Wochenende rechtzeitig fit werden, steht noch nicht fest. Doch wie heißt das Sprichwort so schön: „Ein angeschossenes Tier ist immer am gefährlichsten“, getreu diesem Motto werden die Luchse alles geben, um zu gewinnen.

Unterstützung bekommen die Luchse am Sonntag von der „1. Original Wallenröder Dicke Backe Kapell“. Die aus dem Lauterbacher Stadtteil Wallenrod stammend und über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Blasmusik Kapelle wird in den Drittelpausen und während des Spiels für jede Menge Stimmung sorgen und den Fans ordentlich einheizen. „Wir hoffen, dass wir einen großen Beitrag zum Erfolg der Luchse dazugeben können und die Eishalle zum Kochen bringen können“, heißt die Ankündigung der Kapelle.

„Wie wichtig gute Stimmung auf den Rängen ist, haben wir in Neuwied erlebt. Als wir mit 5:3 in Führung lagen haben die Neuwieder Fans ihr Team nach vorne getrieben und die Neuwieder Eishalle in einen Hexenkessel verwandelt. Da gehst du als Spieler ohne drüber nachzudenken über deine eigene Leistungsgrenze hinaus. Genau diese Stimmung benötigen wir am Sonntag. Deshalb die Bitte an alle Fans, kommt am Sonntag alle zum Spiel, bringt Freunde, Verwandte und Bekannte mit und schreit uns nach vorne“, so der von der Atmosphäre beeindruckte Goalie der Luchse, Sebastian Grunewald.

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