Serie der Eisbären hält im Strafzeitenfestival219 Strafminuten im Spitzenspiel

Serie der Eisbären hält im StrafzeitenfestivalSerie der Eisbären hält im Strafzeitenfestival
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Die Hammer Eisbären haben ihr sechstes Spiel in Folge gewonnen. Im Spitzenspiel der Endrunde der 1. Liga West stand am Freitag vor 389 Zuschauern in der Eissporthalle Hamm ein 4:1 auf der Anzeigentafel und insgesamt 219 Strafminuten im Spielbericht.

Die Eisbären begannen im ersten Drittel gut. Mit zielgerichteten Angriffen versuchten sie immer wieder, sich gute Chancen herauszuspielen. Weissleder und Furda scheiterten bei ihren Versuchen am gut aufgelegten Kohl im Ratinger Tor. Den ersten Treffer erzielten die Gäste. Die Eisbären verloren in Überzahl die Scheibe und den Konter vollendete Fischbuch mit einem Flachschuss zum 0:1. Es sollte der einzige Treffer in diesem Drittel bleiben. Die Eisbären hatten Pech und trafen nur den Pfosten – insgesamt standen vier Aluminiumtreffer am Ende des Abends in der Statistik. So ging es mit einer knappen Gästeführung in die Kabinen.

Das zweite Drittel hatte nur noch ansatzweise etwas mit Eishockey zu tun. Es sollte Strafzeiten auf beiden Seiten hageln. Los ging es in der 24. Minute, als Fischbuch Mangold in die Bande checkte und vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Mangold musste nach dieser Aktion in die Kabine und konnte die Partie nicht fortsetzen. Kevin Thau erhielt in dieser Aktion noch eine Disziplinarstrafe. Die anschließende Überzahlsituation brachte den Eisbären nichts ein. Als dann Milan Vanek Robin Loecke unsanft in Bande checkte revanchierte sich dieser nach kurzer Erholung mit einem Faustkampf gegen Vanek, in dessen Konsequenz beide unter die Dusche mussten (29.). Nur kurz darauf musste Martin Köchling wegen eines Checks von hinten für 2+10 Minuten auf die Strafbank. In Unterzahl gelang es den Eisbären, den Ausgleich zu erzielen. Furda und Weissleder fuhren eine 2:1-Situation, an dessen Ende Weissleder die Scheibe an Kohl vorbei brachte (32.). Die Eisbären mussten anschließend auf weitere Akteure verzichten. In einer Aktion erhielten Ulrich eine Spieldauerstrafe für einen Check von hinten und Weissleder gar eine Matchstrafe wegen eines Stockstichs (34.). Die Ratinger schafften es aber nicht in der fünf Minuten andauernden Überzahl, drei Minuten sogar 5 gegen 3, Marc Fleischer zu überwinden und so ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.

Das letzte Drittel sollte wieder den Eisbären gehören. Schon in der 42. Minute fälschte Lari Mäkijärvi die Scheibe in Überzahl zum viel umjubelten Führungstreffer ab. Als dann auf Ratinger Seite Lucas Becker wegen eines Kniechecks gegen Mäkijärvi vorzeitig unter die Dusche musste (51.), konnten die Eisbären dieses Mal die Überzahl nutzen. Mikael Paunio stocherte die Scheibe an Kohl vorbei zum vorentscheidenden 3:1 über die Linie (54.). Die Gäste versuchten zwar nochmal, in Form eines zusätzlichen Spielers für den Torhüter Druck zu machen, doch das nutzten die Eisbären durch ein Empty-Net-Tor von Paunio aus (59.). Ein am Ende verdienter Erfolg für die Eisbären, die ihre Serie auf sechs Siege ausbauten und den Ratingern die erste Niederlage der Endrunde beifügten.

„Ich hatte meiner Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass wir von der Strafbank bleiben sollen. Das hat heute nicht geklappt, aber ich bin den Jungs nicht böse. Wir haben uns im zweiten Drittel gewehrt und nicht alles hingenommen. Natürlich hätten wir alle gerne ein sauberes faires Eishockeyspiel gesehen, aber letztendlich haben sich beide Mannschaften in ihrem Verhalten nicht mit Ruhm bekleckert. Ich denke, wir waren heute die bessere Mannschaft und haben uns den Sieg auch verdient. Das war wichtig für uns, aber auch für die Liga, die nun sieht, dass die Ratinger nicht unbezwingbar sind. Ich hoffe dass die nächsten Spiele nicht so hart werden und beide Mannschaften zeigen, dass sie gutes Eishockey spielen können“, so Hamms Trainer Daniel Galonska nach dem Spiel.

Bereits heute Abend geht es für die Eisbären mit dem Auswärtsspiel in Neuss (Bully um 20 Uhr) weiter. „Das wird ein ganz schweres Spiel für uns. In Neuss haben wir immer enge Spiele gehabt und uns schwer getan, jetzt wird’s noch schwerer aufgrund der personellen Situation“, so Galonska. Die Eisbären müssen heute auf insgesamt sechs Spieler nach dem Ratingen-Spiel verzichten. Weissleder, Ulrich und Loecke sind gesperrt, Mangold und Mäkijärvi müssen aufgrund ihrer Blessuren aus dem letzten Spiel verletzungsbedingt passen. Zudem ist Marc Fleischer wegen eines Einsatzes für Iserlohn in Weißwasser nicht im Kader. „Wir fahren heute nur mit zwei Reihen nach Neuss, aber qualitativ sind wir dennoch gut genug um dort zu bestehen. Wir haben genug Selbstvertrauen und auch über weite Strecken am Freitag mit dezimiertem Kader gespielt. Ein kleiner Kader ist oftmals auch ein gefährlicher Kader und so werden wir mit der notwendigen Einstellung ins Spiel gehen.“

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