Schwaches zweites Drittel kostet Punkte in HerfordEG Diez-Limburg verliert mit 5:6

(Foto: EG Diez-Limburg)(Foto: EG Diez-Limburg)
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3:8 hinten - so stand es zwischenzeitlich beim ersten Duell der beiden Teams in dieser Saison in Diez. Damals kam die EGDL noch auf 7:8 heran, verlor das Spiel aber dennoch. In Herford lag man zwischenzeitlich erneut klar zurück – dieses Mal mit 1:5 und 2:6. Viel zu einfach schenkten die Rockets das Spiel in dieser Phase vorentscheidend her. Da half auch das Aufbäumen nach dem deutlichen Rückstand nichts mehr.

Aber von vorne: Die Herforder Führung von Alexander Seel (6.) glich Andre Bruch (7.) postwendend aus. Der Angreifer ist in dieser Saison eine angenehm positive Konstante im EGDL-Angriff. Hinten aber rappelt es zu schnell, was im ersten Drittel glücklicherweise nur noch einmal zum Tragen kam: Killian Hutt traf zum 2:1 (10.), so stand es auch nach 20 Minuten. Alles noch im viel zitierten grünen Bereich.

Doch der färbte sich im zweiten Abschnitt viel zu schnell dunkelrot: Fabian Staudt (21.), Killian Hutt (28.) und Ben Skinner (32.) schossen eine für Herford beruhigende 5:1-Führung heraus. Zwischendurch - beim Stand von 1:3 - kamen die Rockets in doppelter Überzahl nicht zu einer einzigen klaren Torchance. Auf beiden Seiten des Eises, offensiv wie defensiv, viel zu wenig, um eine Mannschaft wie Herford ernsthaft zu gefährden.

Immerhin: Zum Ende des zweiten Drittels gelang der EGDL zumindest nach vorne etwas mehr: Erneut traf Andre Bruch (35.), dazu machte auch Konstantin Firsanov eine Bude (40.). Weil zwischenzeitlich aber auch Jan-Niklas Linnenbrügger getroffen hatte (39.), führten die Ice Dragons noch immer komfortabel mit 6:3.

Die Komfortzone mussten die Gastgeber im letzten Drittel jedoch verlassen: Mit Fabian Mörschler (43., in Überzahl) und Nils Krämer (51.) brachten zwei Verteidiger die Rockets noch einmal auf 5:6 heran. Hinten hielt zudem der nach dem zweiten Drittel eingewechselte Steve Themm seine Mannschaft im Spiel. Es waren die ersten 20 Einsatzminuten für den Goalie in dieser Saison nach überstandener Verletzung. Zu mehr als dem Anschlusstreffer zum 5:6 aber sollte es für die Gäste nicht mehr reichen - auch, weil man ein weiteres Überzahlspiel ohne jeglichen Druck auf das gegnerische Tor verstreichen ließ.

„Das zweite Drittel war eine Katastrophe“, sagte Rockets-Trainer Jens Hergt. „Nach dem ersten Drittel ist noch alles okay beim Stand von 1:2, aber dann geben wir das Spiel aus der Hand. Da waren wir plötzlich total verunsichert und haben dann auch in Überzahl keine Ruhe reinbekommen. Aber da muss ich die Mannschaft auch in Schutz nehmen, denn das ist einfach der Gesamtsituation geschuldet. Du kannst in der Regionalliga nicht über Wochen mit 12, 13 Spielern erfolgreich sein und ständig gegen mindestens drei Reihen anrennen. Da werden Kopf und Beine irgendwann automatisch müde.“ In Herford hatten mit Alexander Engel, Emanuel und Julian Grund wieder drei absolute Leistungsträger gefehlt.

Mit der Einwechslung von Steve Themm im letzten Drittel setzte Hergt daher auch bewusst ein Zeichen an die Mannschaft: „Es war unsere letzte Chance noch einmal einen Ruck ins Team zu bekommen, auch wenn ansonsten gilt, Steve erst langsam wieder an den Spielrhythmus heranzubringen. Wir dürfen da nicht schon jetzt zu viel von ihm verlangen. Er braucht nach der langen Pause noch Zeit und Training, hat uns aber sofort mit einigen starken Paraden im Spiel gehalten. Wir müssen jetzt das Positive aus dem letzten Drittel mitnehmen und dann unsere Pflichtaufgabe in Lauterbach lösen. Und vielleicht sind wir dann irgendwann ja auch mal relativ komplett mit Blick auf den Kader. Dann können wir auch mit den Topteams der Liga mitgehen.“


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