Sam Aulie schießt die Neuwieder Bären zum Sieg4:2-Erfolg gegen Dinslaken

Sam Aulie arbeitete defensiv fleißig mit – so wie hier gegen Stefan Dreyer – und wurde mit seinen drei Toren Matchwinner des EHC. (Foto: Neuwieder Bären)Sam Aulie arbeitete defensiv fleißig mit – so wie hier gegen Stefan Dreyer – und wurde mit seinen drei Toren Matchwinner des EHC. (Foto: Neuwieder Bären)
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Nach diesen drei Argumenten konnte es nur den 25-jährigen Kanadier geben. Da klopfte bei der Ehrung selbst der Mann mit der Kelle voller Anerkennung aufs Eis, der die Bären mit seinen Paraden lange Zeit zur Verzweiflung getrieben und die Partie für den EHC nicht unwesentlich zu dieser von Trainer Leos Sulak später beschriebenen „schweren Geburt“ gemacht hatte. Marvin Frenzel parierte bravourös, auch ein paar vermeintlich Unhaltbare, aber am Ende hatte er dann doch das Nachsehen. „Dinslaken hat uns das Leben sehr schwer gemacht. Sie haben sich ein Riesenlob verdient“, zückte Sulak den Hut vor dem inklusive der beiden Torhüter 14-köpfigen Rumpfkader der Giftschlangen. „Wir haben alles gemacht, was möglich war. Es war eine tolle Leistung, mit zwölf Mann fast einen Punkt geholt zu haben“, so Dinslakens Trainer und Sulaks tschechischer Landsmann Milan Vanek, der auf neun Spieler verzichten musste – unter anderem den kanadischen Torjäger Jesse Parker.

Neuwied hatte hingegen seine beiden Kontingentspieler an Bord, und die machten den Unterschied. Jeff Smith bereitete alle vier EHC-Tore vor, Aulie erzielte drei davon. Die neue Reihe mit den beiden Imports sowie Kevin Wilson harmonierte hervorragend. Der Ex-Dinslakener Wilson brachte die Deichstädter an seinem 33. Geburtstag in der 13. Minute mit 1:0 in Führung. Gegen seine früheren Kollegen treffen kann auch Dennis Appelhans. Einen der Kobras-Konter vollstreckte er mit einem Schlagschuss in den Torgiebel zum 1:1 (20.). Die Gastgeber hatten aus ihren vielen Möglichkeiten im ersten Abschnitt zu wenig Kapital geschlagen. Das setzte sich nahtlos im zweiten Drittel fort. Auch in doppelter Überzahl schien das Tor von Marvin Frenzel wie vernagelt. Aber Vorsicht: Die Niederrheiner strahlten immer wieder Gefahr bei ihren Kontern aus.

„Wenn du zwei Minuten lang fünf gegen drei spielst, musst du ein Tor schießen“, kommentierte Sulak die ausgelassenen Powerplay-Chancen. „Aber Gott sei Dank hat auch Dinslaken das nicht geschafft.“ Beim zweiten 5:3-Überzahlspiel wollte es Sulak mit geballter Offensive wissen. Er schickte mit Stephan Fröhlich, Maximilian Wasser, Jeff Smith, Kevin Wilson und Sam Aulie fünf Angreifer aufs Eis – alles was die Gastgeber in Sachen Attacke zu bieten haben. Aber auch der 118-sekündige Marathonwechsel brachte nicht den herbeigesehnten Führungstreffer. Als Aulie in der 48. Minute einen Nachschuss aus dem Getümmel heraus dann endlich versenkte, dachten viele im Icehouse, das sollte es doch gewesen sein. Denkste. Dinslaken rappelte sich noch einmal auf, mobilisierte die letzten Kräfte und glich durch Martin Benes erneut aus (52.).

Gästetrainer Milan Vanek wollte mehr. Vor einer Strafzeit gegen Wilson nahm er die Auszeit und witterte die Chance auf den ganz großen Coup. Als dann Leon Taraschewski die Scheibe an der Neuwieder blauen Linie mit dem Handschuh nicht zu packen bekam, Jeff Smith zum Gegenangriff startete, hinter dem Gästetor einen Haken schlug, der zu eng und schnell war für Tommy Kuntu-Blankson und Aulie bediente, meisterte der EHC einen großen Schritt in Richtung der drei Punkte (57.). Aulies Schlusspunkt zum 4:2-Endstand (59.) stellte den verdienten Heimsieg schließlich sicher.

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