Rockets wollen als Spitzenreiter in die Play-offs gehenEGDL trifft daheim auf Dinslaken

(Foto: Felix Pöhland/EGDL)(Foto: Felix Pöhland/EGDL)
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Die Konstellation in der Tabelle

Die EGDL hat derzeit 64 Punkte auf dem Konto, gefolgt von Herford (58) und Neuwied (56). Der viertplatzierte aus Ratingen (50) kann die Raketen schon nicht mehr abfangen. Holen die Rockets in den verbleidenden vier Spielen mindestens vier Punkte, dann können sie von Neuwied nicht mehr von einem der beiden vorderen Ränge verdrängt werden. Sechs Punkte aus vier Spielen sollten aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses (Diez-Limburg +70, Herford +44) für die Tabellenführung am Ende der Hauptrunde reichen, sollte Herford alle restlichen Spiele gewinnen. Die Ice Dragons und die Bären werden sich jedoch am letzten Spieltag noch gegenseitig Punkte wegnehmen. Im Gegenzug haben die beiden Konkurrenten in der Endphase der Hauptrunde ein Heimspiel mehr als die EGDL. Bei Punktgleichheit am Ende der Hauptrunde entscheidet das Torverhältnis über die Platzierung. Ist auch dies identisch, entscheidet der direkte Vergleich - den hat die EGDL gegen Neuwied (9 von 12 Punkten) und Herford (7 von bisher 9 vergebenen Punkten) für sich entschieden.

Die restlichen Spiele der Topteams:

Diez-Limburg: Dinslaken (H), Soest (A), Herford (A), Hamm (H).

Herford: Hamm (H), Diez-Limburg (H), Neusser EV (H), Neuwied (A).

Neuwied: Ratingen (H), Soest (A), Dinslaken (H), Herford (H).

„Jedes Team auf den vorderen Plätzen will natürlich das Maximum erreichen“, sagt Rockets-Trainer Arno Lörsch. „Wir müssen auf uns selbst schauen und unsere Spiele gewinnen, um Tabellenplatz eins zu behaupten. Auf der anderen Seite werden nach dem 18. Februar die Uhren ohnehin wieder auf Null gestellt. Dann beginnt die Saison quasi noch einmal von vorne. Unter dem Strich muss sich jedes Team jetzt in Play-off-Form bringen, denn nur darum geht es ab dem 23. Februar. Wenn du die Form nicht hast, ist auch die Platzierung egal. Dann bekommst du in den Play-offs Probleme. Aber uns wird das nicht passieren.“

Lörsch sagt dies, obwohl seine Mannschaft am vergangenen Sonntag in Soest mit 2:5 verloren hatte. Es war erst die siebte Niederlage in 28 Spielen - kein Team in der Liga hat bisher derart effizient Punkte gesammelt. „Uns war völlig klar, dass das Spiel in Soest eine Besonderheit ist. Die Bördeindianer können sich Zuhause und gegen die starken Mannschaften ganz besonders motivieren. Dazu hat der Soester Torwart eine überragende Leistung gezeigt. Wir haben aber auch gesehen, dass noch nicht alle Spieler die taktische Disziplin an den Tag legen, die du bei einer knappen 1:0-Führung im letzten Drittel brauchst. Das muss jeder Spieler verinnerlichen. Dazu hat uns bei mehr als 60 Schüssen natürlich auch das Scheibenglück gefehlt. Ich denke, die Mannschaft hat die Niederlage gut verkraftet. Sie war noch mal ein Warnschuss zur rechten Zeit."

Dass seine Mannschaft am Wochenende nur einmal gefordert ist, sieht der EGDL-Trainer als klaren Vorteil an: „Nach einer solch anstrengenden Vorrunde ist es gut, dass wir am Sonntag die Akkus aufladen können. Die kleine Pause kommt nahezu perfekt und passt genau in unseren Plan. Zudem ist die Motivation gegen Dinslaken ohnehin extrem hoch, nicht nur, weil es das einzige Spiel ist am Wochenende. Wir wollen die Heimniederlage gegen die Kobras begradigen. Wir gehen es an wie ein Play-off-Spiel.“

Dass die Raketen gegen Dinslaken 100 Prozent abrufen müssen, ist nicht erst nach den jüngsten Ergebnissen der Kobras klar. In der Vorwoche etwa schlug man Meister Hamm auf eigenem Eis mit 2:0. „Ein starker und unbequemer Gegner“, blickt Lörsch nach vorne. „Sie werden uns deutlich aufzeigen, wo wir noch Schwächen haben und welche Hausaufgaben es vor den Play-offs noch zu machen gilt. Ich erwarte ein intensives Spiel mit guter Geschwindigkeit. Von uns erwarte ich, dass die Mannschaft den Pre-Play-off-Modus auf das Eis bringt, mit viel Leidenschaft, Laufbereitschaft und Kampf. Mit einem Sieg können wir einen großen Schritt machen in Richtung Tabellenplatz eins nach der Hauptrunde. Das motiviert die Jungs natürlich zusätzlich.“

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