Rockets verpflichten US-Stürmer Jamie HillHeimspiel gegen Neuss, auswärts in Soest

Jamie Hill spielt nun für die Rockets. (Foto: EG Diez-Limburg)Jamie Hill spielt nun für die Rockets. (Foto: EG Diez-Limburg)
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Die Rockets haben damit nach dem Abgang von Stürmer Bobby Sokol, der den Regionalligisten aus persönlichen Gründen verlässt, schnell und hochwertig Ersatz gefunden.

„Ich freue mich riesig auf Deutschland und die Rockets“, sagte Hill unmittelbar nach seiner Vertragsunterschrift. Bereits Anfang der nächsten Woche wird sich der Stürmer in den Flieger setzen und auf den Weg nach Diez-Limburg machen. Der 26-Jährige stammt aus Glassboro in New Jersey und hat hier bis zu seinem Abflug nach Deutschland auch intensiv trainiert. In jungen Jahren spielte Hill unter anderem drei Jahre für die Waterloo Black Hawks (USHL) und vier Jahre für die University of New Hampshire in der höchsten College-Liga NCAA.

Bei den Fayetteville Marksmen avancierte er in der vergangenen Saison mit 30 Punkten zum zweitbesten Scorer seines Teams. Der Profiklub aus der SPHL hatte daher auch großen Wert darauf gelegt, den Stürmer für ein weiteres Jahr ans Team zu binden. Allerdings übernahm die Marksmen in diesem Sommer auch ein neuer Headcoach, der schon früh deutlich machte, vornehmlich auf Neuzugänge zu setzen. Zwar stand Hill zu Saisonbeginn in der Starting Six seines Teams, die Chemie zwischen Spieler und Trainer aber passte nicht. Und so verließ der Stürmer in der Vorwoche das Team und schließt sich nun den Rockets an.

Zum Übergang hat sich Hill eine Woche lang mit täglichen Einheiten in New Jersey fitgehalten, trainiert wurde er dort von Guy Gaudreau, dem Vater von NHL-Spieler Johnny Gaudreau (Calgary Flames). „Wir sind beste Freunde und trainieren den Sommer über immer gemeinsam“, erklärt Hill die Verbindung zur Familie Gaudreau. „Ich bin topfit und wirklich heiß darauf, für die Rockets auf’s Eis zu gehen. Ich kann es kaum erwarten, mich in den Flieger zu setzen und freue mich auf die neue Erfahrung.“

Bei den Fayetteville Marksmen ist Hill in diesem Sommer übrigens auf einen alten Bekannten der Rockets getroffen: Joey Davies. Der letztjährige Topscorer der EGDL hatte beim SPHL-Club einen Probevertrag erhalten, konnte sich bei den Marksmen jedoch nicht durchsetzen. Davies hat seine aktive Karriere mittlerweile beendet.

Das Programm am Wochenende

Zuhause gegen Neuss, auswärts gegen Soest: Die EG Diez-Limburg geht mit einer klaren Zielvorgabe in das anstehende Wochenende in der Regionalliga West. Die Rockets wollen die maximale Punktzahl einfahren und in beiden Spielen ihrer Favoritenrolle gerecht werden, wohlwissend, dass keines der Spiele ein Selbstläufer ist. Das Heimspiel gegen Neuss steigt am Freitag um 20.30 Uhr in der Diezer Eissporthalle, das Auswärtsspiel am Sonntag in der Eishalle am Möhnesee beginnt um 19 Uhr.

Nur einmal im Einsatz waren die Raketen in der Vorwoche, als man die Aufgabe bei den Kobras in Dinslaken wie erhofft mit einem Sieg lösen konnte. Das 7:5 war am Ende jedoch unnötig spannend, weil die Mannschaft einmal mehr zu offensiv agierte. „Es bleibt dabei: Tore schießen macht halt einfach Spaß. Aber wir müssen defensiver noch sattelfester werden, und damit meine ich in erster Linie auf die Arbeit der Stürmer nach hinten“, sagt Rockets-Trainer Jens Hergt. „In Dinslaken hat uns in die Karten gespielt, dass wir sicherlich auch an den richtigen Stellen ein bisschen Glück hatten.“

Dass die Mannschaft jedoch auf einem sehr guten Weg ist, zeigt nicht nur der aktuell dritte Tabellenplatz, sondern auch der Vergleich zum ersten Spieltag, als man Zuhause gegen Dinslaken noch mit 5:8 verloren hatte. Und das, obwohl der Kader da deutlich besser besetzt war als am vergangenen Sonntag, als aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen nur etwas mehr als zwei Reihen zur Verfügung standen. „Wir sind jetzt deutlich besser in der Saison drin“, sagt Hergt. „Es ist auch in den Köpfen der Spieler angekommen, dass wir diese Spielzeit mehr investieren müssen für den Erfolg als noch letzte Saison.“

Investieren wollen die Rockets auch eine Menge gegen Neuss und in Soest - und sich dabei nicht von den Ergebnissen der ersten Spiele blenden lassen: in Neuss gewann die EGDL mit 8:1, gegen Soest mit 11:1. „Nicht vergleichbar“, warnt Hergt. „Jedes Spiel ist eine neue Situation. Und man sieht ja auch, dass sich auch die anderen Teams weiterentwickeln.“ Neuss etwa verkaufte sich beim 1:3 in Herford ebenso stark wie beim 2:4 gegen Ligaprimus Hamm oder beim 2:3 in Ratingen. Am vergangenen Sonntag boten die beiden nächsten Gegner der Rockets zudem ein echtes Spektakel, als Neuss in Soest zu Gast war: Soest führte mit 5:1, lag dann mit 5:6 zurück, um die Partie am Ende noch mit 7:6 zu gewinnen. Ein packendes Spiel und eine Warnung für die EGDL: Tore schießen können beide Teams.

Personell rückt am Wochenende der Tscheche Jakub Zdenek wieder in den Kader, US-Stürmer Bobby Sokol steht hingegen nicht mehr zur Verfügung. Er verließ aus persönlichen familiären Gründen unter der Woche Deutschland, um seine Eishockeykarriere zunächst ruhen zu lassen. „Zudem werden wir am Freitag auch wieder Unterstützung von unserem Kooperationspartner aus Bad Nauheim erhalten“, sagt Hergt, der zudem auch auf die Rückkehr des einen oder anderen Spielers hoffen kann, der am vergangenen Sonntag noch nicht zur Verfügung stand. „Wir wollen am Wochenende sechs Punkte holen“, gibt der Rockets-Trainer die klare Marschroute vor.

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