Rockets verlieren gegen Hamm7:4-Sieg für die Eisbären

(Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)(Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)
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„Die Niederlage ist kein Beinbruch“, sagte Rockets-Trainer Stephan Petry. „Niemand darf von uns gegen eine Hammer Mannschaft in dieser Besetzung einen Sieg erwarten. Dennoch wissen wir: Wenn wir über 60 Minuten unsere beste Leistung abrufen, können wir die Eisbären schlagen. Aber das ist uns nicht gelungen.“

Dass dies nicht gelungen ist, lag aber in erster Linie an einer extrem starken Leistung der Gäste, die die Rockets schon früh und zum Teil im eigenen Drittel mit zwei, drei Spielern attackierten. Das machte schon den ersten Pass im Spielaufbau extrem schwer. Gleich mehrfach versuchte die EGDL die Situation spielerisch zu lösen, setzte den diagonalen Pass zum Spielaufbau an. Doch Hamm hat eben die Qualität, solche Situationen zu erahnen, die Räume zuzustellen und die Scheibe zu erobern.

Obendrein hatte der Spitzenreiter auch das Scheibenglück des Tüchtigen: Bei einigen guten Einschussmöglichkeiten der Rockets fehlten zum Teil nur Zentimeter, bei Hamm fehlten sie nicht. Dustin Demuth (6.), Ex-DEL-Stürmer Kevin Orendorz in Unterzahl (8.) und Martin Köchling (13.) sorgten für eine beruhigende Hammer Führung nach dem ersten Drittel.

Und die Gäste ließen dem 3:0 im zweiten Abschnitt zwei weitere Tore folgen: Thomas Lichnovsky (23.) und Lukas Novacek (28.) trafen zum zwischenzeitlichen 5:0. Sicherlich um ein, zwei Treffer zu hoch - aber danach fragt am Ende eines solches Spieles niemand mehr. Stephan Petry wechselte den Keeper aus - und verteilte nach dem Spiel hochverdientes Lob an Constantin Schönfelder und seinen Nachfolger Nils Flemming. „Wir müssen hier einfach mal ganz realistisch sein: Constantin ist Jahrgang 1998, Nils als Jahrgang 1999 sogar noch Jugendspieler. Beide haben ihre Sache wirklich gut gemacht. Wir können von den Jungs nicht verlangen, dass sie den Spitzenreiter bei null Gegentoren halten. Dafür hat Hamm einfach zu viel Qualität.“

Gleichwohl kann er von seiner Mannschaft verlangen, dass sie auch in einem solchen Spiel und bei diesem Spielstand noch alles gibt - und so kam die beste Phase der Rockets wuchtig und geballt daher: Jeff Smith mit einem Doppelpack (34., 35.) und Andre Bruch in Überzahl (36.) sendeten innerhalb von drei Minuten drei ganz starke Lebenszeichen. Die Treffer von Smith sind ohnehin immer extrem sehenswert, der Treffer von Bruch - vorbereitet von Florian Böhm und Jamie Hill - dürfte eines der schönsten Saisontore der Rockets gewesen sein.

Diese Phase zeigte: In dieser Mannschaft steckt durchaus das Potenzial, Hamm Paroli zu bieten. Dafür aber muss man besser ins Spiel finden gegen einen solch wachsamen und spielstarken Gegner. Ob die Partie noch einmal hätte kippen können, weiß nur die berühmte Fahrradkette. Fakt ist: Der vierte Treffer lag in der Luft und hätte vielleicht auch die Eisbären zum Nachdenken gebracht. Weil er aber nicht fiel, blieb der Klassenprimus im Soll.

Denn auch im letzten Drittel machten die Gäste ihre Tore zum richtigen Zeitpunkt: Lukas Novacek (45.) und Kevin Orendorz (47., in Überzahl) schraubten das Ergebnis auf 7:3 in die Höhe - damit war der Dreier in trockenen Tüchern. Emanuel Grund konnte für die Rockets nur noch auf 4:7 verkürzen.

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