Rockets verlieren auswärts in Neuss5:4 für den NEV

(Foto: fischkoppMedien / EGDL)(Foto: fischkoppMedien / EGDL)
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Zehn Minuten waren gespielt, da lagen die Gastgeber bereits mit 3:0 in Führung. Jerome Baum (4.), Lorenz Schneider (8.) und Francesco Lahmer (10.) hatten dem NEV einen Blitzstart beschert - und eine auch in der Höhe zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung. „Wir konnten heute von der ersten Minute an nicht an unsere Leistungen aus der Vorwoche anknüpfen“, sagte EGDL-Trainer Arno Lörsch. „Uns hat all das gefehlt, was uns zuletzt ausgezeichnet hat: Cleverness, Leidenschaft, Kampf.“

Als Florian Flemming in der elften Spielminute auf 1:3 verkürzte, gab es noch die Hoffnung im Rockets-Lager, dass man nun besser in die Partie finden würde. Doch ein weiterer Treffer sollte im ersten Drittel nicht mehr gelingen. Spürbar unrund lief es vor allem im Spielaufbau. Lörsch hatte auf Keeper Steve Themm, die Verteidiger Tim Ansink und Dennis Stroeks sowie auf die Stürmer Florian Böhm, Julian Grund und Marijus Maier verzichten müssen. „Nicht der Grund für die Niederlage, wir suchen nicht nach Ausreden“, sagt der Rockets-Trainer. „Aber wir haben es in Neuss nicht geschafft, diese Vielzahl an qualitativ hochwertigen Ausfällen zu kompensieren.“

Das wurde auch im zweiten Drittel deutlich, auch wenn die Gäste dieses knapp für sich entscheiden konnten. Kevin Schophuis hatte zunächst auf 2:3 verkürzt (21.), danach aber kassierte die EGDL die Gegentore vier (Timon Busse, 23.) und fünf (Maximilian Stein, 25.). Die Rockets kämpften sich zwar durch Matt Fischer (36.) und Joey Davies (38.) noch einmal auf 4:5 heran, die Wende im Spiel aber sollte nicht gelingen. Nicht im zweiten Drittel, und auch nicht im letzte Abschnitt, der torlos endete.

„Neuss musste heute punkten“, sagte Lörsch. „Und genau diese Einstellung haben sie von der ersten bis zur letzten Minute gezeigt. Wir waren zu langsam und zu lethargisch in unseren Bemühungen. Und dann läuft dir natürlich am Ende auch die Zeit davon. Es hat für uns am Ende nicht sein sollen, stattdessen wurde verdientermaßen die Leidenschaft des Gegners belohnt. Der Sieg geht absolut in Ordnung. Die Mannschaft steht jetzt in der Pflicht, am Freitag gegen Neuwied eine Reaktion zu zeigen.“