Rockets stürmen ins HalbfinaleEG Diez-Limburg schlägt Ratinger Ice Aliens

Jeff Smith trifft für die Rockets. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)Jeff Smith trifft für die Rockets. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)
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Der Sieg gegen stark aufspielende Gäste fiel jedoch um zwei, drei Tore zu hoch aus. Die EGDL spielt am nächsten Freitag auswärts das erste Halbfinal-Spiel, der Gegner ist noch offen. Das erste Halbfinal-Heimspiel findet am Sonntag, 3. März, statt.

Nur noch ein Sieg bis zum Halbfinale - die Rockets wollten aus zweierlei Gründen unbedingt schon am Freitagabend mit einem sogenannten Sweep die Serie gegen Ratingen beenden: Zum einen können die Spieler so am spielfreien Sonntag noch einmal durchatmen. Zum anderen wäre ein Spiel vier in Ratingen alles andere als ein Spaziergang geworden. „Ich sag es Euch: Da erwartet uns eine echte Eishockeyschlacht, wenn wir da noch mal hinmüssen“, gab Rockets-Trainer Stephan Petry seiner Mannschaft mit auf den Weg.

Tatsächlich aber waren wie schon beim ersten Spiel in Diez die Spielanteile maximal gleich verteilt in den ersten beiden Abschnitten, eher schlug das Pendel auch dieses Mal zugunsten der Ice Aliens aus. Die waren mit nur elf Feldspielern und zwei Keepern angereist, boten aber kämpferisch und spielerisch eine ganz starke Leistung.  Obendrein standen mit Steve Themm und Felix Zerbe zwei überragende Torhüter auf dem Eis, die auf beiden Seiten beste Torchancen vereitelten. Zerbe parierte unter anderem Alleingänge von Konstantin Firsanov und Jeff Smith, Themm zahlreiche Chancen der Gäste und einen Alleingang von Michal Plichta. Der einzige Treffer des ersten Drittels resultierte aus einer Überzahlsituation: Florian Böhm fälschte die Scheibe aus kurzer Distanz unhaltbar ins Tor ab (11.).

Im zweiten Abschnitt wurde der Einsatz der Gäste nun auch belohnt: Während die EGDL ihre Chancen nicht nutzen konnte, es in dieser Phase aber auch zu schön und zu kompliziert spielen wollte, machten es die Ice Aliens geradlinig: Marvin Cohut glich in Überzahl aus (27.), Simon Klemmer besorgte die nicht unverdiente Führung (35.). Ein Weckruf zur rechten Zeit? Sollten die Rockets dieses Spiel im letzten Drittel noch mit einer überzeugenden Leistung drehen, dann hätte das was von einem perfekten Play-off-Abend: Die Serie gewonnen, trotzdem einen leichten Schlag vor den Bug kassiert, erneut gelernt, dass es nur mit 100 Prozent geht und mit einem guten Gefühl aus dem Spiel gegangen. Die Vorstellung fand beim spielenden Personal der Rockets Anklang: Das 6:0 im letzten Drittel war eine Demonstration der eigenen Stärke, des Willens, der Moral und auch der Zielstrebigkeit.

Mit zwei schnellen Toren brachten Andre Bruch (42.) und Florian Böhm (43.) die Rockets wieder in Führung, Jeff Smith legte das vorentscheidende 4:2 nach (47.). Wäre das Spiel mit diesem Ergebnis ausgegangen, es wäre aufgrund der nun verteilten Spielanteile gerecht gewesen. Dass die EGDL daraus noch ein 7:2 machte war dem Umstand geschuldet, dass sie sich bietende Überzahlsituationen eiskalt ausnutzten: Wäre der Halbfinal-Einzug eine Torte, Konstantin Firsanov (52.), Jeff Smith (58.) und Pierre Wex (59.) hätten noch drei Kirschen draufgepackt.

Damit endete die Serie gegen Ratingen mit 3:0-Siegen für die Rockets - obwohl die drei Spiele alles andere als deutlich waren und die Ice Aliens sich stark verkauft hatten. Schließlich war das Duell des Hauptrunden-Vierten gegen den Fünften die denkbar ausgeglichenste Paarung im Viertelfinale.

„Leider haben wir bei jedem Spiel nur zwei Drittel sehr gut gespielt und jeweils ein Drittel die Konzentration verloren“, sagte Ratingens Trainer Krystian Sikorski. „Wir haben versucht, den Rockets mit kleinem Kader das Leben möglichst schwer zu machen. Die Strafen gegen uns waren aus meiner Sicht nicht alle korrekt, aber das ändert nichts daran, dass Diez-Limburg besser war und verdient im Halbfinale steht. Gratulation an die Rockets.“

 „Alle Spiele waren eng. Und ich bin froh, dass es auch genau so war“, sagte Rockets-Trainer Stephan Petry. „Wir sind auch heute im letzten Drittel genau da gewesen, wo wir sein wollen. Wir haben Moral gezeigt nach zwei nicht so überzeugenden Dritteln und uns voll darauf fokussiert, den Sack heute schon zuzumachen. Ratingen war immer da und hat immer alles gegeben. Für uns hat am Ende die spielerische Qualität den Ausschlag gegeben. Ein Sonderlob geht an Andre Bruch, der mannschaftsintern auch Spieler des Spiels geworden ist. Was Andre seit Wochen zeigt ist überragend, dazu heute dieses geniale Tor zum 2:2. Er ist für die ganze Mannschaft ein Vorbild und einer unserer wichtigsten Spieler.“

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