Rockets starten mit Sieg in die Play-offsEGDL besiegt Ratingen mit 6:3

Rockes-Goalie Steve Themm im Mittelpunkt. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)Rockes-Goalie Steve Themm im Mittelpunkt. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)
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Beide Teams boten starkes Regionalliga-Eishockey, lediglich die Kulisse blieb mit nur 323 Zuschauern hinter den Erwartungen. Diese Partie hatte deutlich mehr Fans verdient.

Von zwei spielfreudigen Mannschaften waren die Gäste aus Ratingen im ersten Drittel unstrittig die bessere. Die Ice Aliens, bei denen die Rückkehrer Lorenzo Maas und Tom Giesen defensiv für deutlich mehr Stabilität sorgten, erspielten sich mit hohem Tempo und ansehnlichen Kombinationen die klar besseren Torchancen. Einzig der Führungstreffer wollte der Mannschaft von Trainer Krystian Sikorski nicht gelingen.

Bezeichnend für den Spielverlauf war die Schlüsselszene des ersten Drittels: Ratingen rennt an, erspielt sich Chance um Chance. Rockets-Keeper Steve Themm verliert im Getümmel seinen Schläger, liegt schon am Boden, reißt instinktiv das linke Bein in die Höhe und wehrt mit dem Schoner einen Schlagschuss ab. Den direkten Konter versenkt Jeff Smith zum 1:0 für die EGDL (16.).

Themm blieb auch im zweiten Drittel, in dem sich die Spielanteile nun etwas ausgeglichener verteilten, der spielbestimmende Mann. Der EGDL-Keeper rettete immer wieder in höchster Not für seine Mannen, die ihrerseits in Unterzahl den nächsten Nadelstich setzten: Alexander Engel bediente mustergültig Jeff Smith, der zur 2:0-Führung einschob (31.). Dennoch war Stephan Petry stinksauer nach dem zweiten Drittel und ließ dies auch seine Spieler deutlich spüren. Denn die leisteten sich zu viele unnötige Strafzeiten und ermöglichten Ratingen in Überzahl den Anschlusstreffer durch Dustin Schumacher (38.).

„Es wird ja mittlerweile sehr oft in Pressekonferenzen über die Schiedsrichter gesprochen“, sagte der Rockets-Trainer. „Das mache ich heute auch gerne: Die Unparteiischen haben keine einzige Strafe gepfiffen, die ich nicht auch gepfiffen hätte. Ich muss in einem solchen Spiel dann einfach mehr Cleverness von meiner Mannschaft erwarten.“

Die Worte trafen auf fruchtbaren Boden, die EGDL agierte im letzten Drittel deutlich disziplinierter und übernahm nun auch deutlich mehr Spielanteile. Mit drei Toren innerhalb von drei Minuten erhöhten Philipp Maier (51.), Julian Grund (53.) und Tobias Schwab (54.) auf 6:1. Dass ausgerechnet Stephan Petry danach eine Auszeit nahm, war sicherlich überraschend, aber auch wichtig. „Ich wollte den Jungs deutlich machen, dass wir das nun clever zu Ende spielen müssen. Keine verrückten Sachen mehr, keine Strafen, kein Risiko. Sonntag wartet das nächste schwere Spiel."

Ratingen kam in der Schlussphase durch Tom Giesen (55.) und Maximilian Bleyer (59.) auf 3:6 heran, was den Sieg aber nicht mehr gefährdete. Es schmälerte auch die Leistung des bockstarken Steve Themm im EGDL-Tor nicht. „Er war heute der beste Mann auf dem Eis und entscheidend für den Sieg“, sagte nicht nur Ratingens Trainer Sikorski auf der anschließenden Pressekonferenz. Stephan Petry ließ bewusst keine große Euphorie aufkommen und legte den Finger in die Wunde: „Wir haben heute ganz sicher nicht unser bestes Spiel gemacht. Aber wenn das hier heute unser schlechtestes Play-off-Spiel bleibt und wir das gleich zu Beginn der Play-offs abhaken können, dann kann ich damit sehr gut leben.

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