Rockets starten mit 10:1-Sieg in Pre-Play-offsKantersieg der EG Diez-Limburg zum Auftakt

R.J. Reed bei einer Torchance für die Rockets. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg) R.J. Reed bei einer Torchance für die Rockets. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)
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Die Partie war erst wenige Sekunden alt, da tauchte Rockets-Stürmer R.J. Reed ein erstes Mal völlig frei vor Ratingens Keeper Felix Zerbe auf. Zwar nutze der Kanadier die Chance nicht, es war aber ein erster Fingerzeig auf das, was da auf Zerbe und seine Mitspieler zukommen würde: Spielfreudige Gastgeber, die bis auf Kapitän Kevin Lavallee in Bestbesetzung aufliefen. Mit dabei war auch Defensiv-Neuzugang Florian Pompino, der sich sofort einfügte in das EGDL-Spiel und seiner Mannschaft zusätzliche Stabilität verlieh.

Offensiv sorgte ein anderer Verteidiger für die Führung: Alexander Seifert traf bereits nach drei Minuten zum 1:0. Aber die Antwort der Ice Aliens ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten: Alexander Schwarz aus Ratingens U20 staubte in seinem ersten Spiel für das Regionalliga-Team zum 1:1 ab (5.). Weitere Treffer sollten die Gäste an diesem Abend nicht erzielen, was einmal mehr auch an einem ganz starken Jan Guryca im EGDL-Kasten lag. Zwei Beispiele: Als Dimitrii Metelkov im ersten Drittel ganz alleine einen Meter vor dem Kasten von Guryca steht und die Scheibe in Richtung Winkel zirkelt, fischt der Keeper den Puck noch aus dem Winkel – und hinterlässt einen verdutzten Schützen. Nicht anders im letzten Drittel, als Ted Zeitler sich mit einem Penalty versuchen durfte. Guryca wehrte die Scheibe nicht ab, er fing sie einfach.

Dass die EGDL nach einem ansonsten spielerisch eher durchwachsenen ersten Drittel dennoch in Führung lag, hatte sie den beiden Treffern von R.J. Reed (16.) und Kyle Piwowarczyk (17.) zu verdanken. Rockets-Trainer Frank Petrozza war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz zufrieden, forderte von seinem Team, mehr zu arbeiten und nicht darauf zu vertrauen, dass die Dinger schon irgendwie reingehen würden. Das Signal kam an, die EGDL legte deutlich zu.

Das bekam vor allem Felix Zerbe zu spüren, der im zweiten Drittel gleich fünf Mal hinter sich greifen musste: Kyle Piwowarczyk (23.), Alexander Seifert (23.), RJ Reed (33.) und Tobias Schwab (beide 35.) legten ordentlich nach – gleich zwei

Mal lag nicht mal eine Minute zwischen zwei Rockets-Treffern. Der Bann war nun endgültig gebrochen, den Ice Aliens schwanden zudem zusehends die Kräfte.

Auch mit Blick auf das Derby am Sonntag in Neuwied ließen es die Gastgeber im letzten Abschnitt etwas ruhiger angehen. Allerdings erledigten sie noch zwei „Pflichtaufgaben“: Geburtstagskind Konstantin Firsanov machte sein Tor (57.) und Alexander Seifert muss nach seinem 10:1 (58.) die nächste Kiste Kaltegetränke ausgeben. Bei Ratingen hatte zu diesem Zeitpunkt Zerbe das Eis verlassen, für ihn stand im letzten Drittel Thomas Pedaring zwischen den Pfosten. An beiden Keepern hatte es freilich nicht gelegen.

„Ich bin zufrieden mit dem Auftakt“, sagte Petrozza, der den Sieg jedoch auch realistisch einschätzte. „Es war nur ein erster Erfolg. Den haken wir jetzt ab, denn schon am Sonntag wartet in Neuwied die nächste schwere Aufgabe auf uns.“

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