Rockets gewinnen Play-off-Auftakt gegen LauterbachEG Diez-Limburg siegt klar mit 8:1

Konstantin Firsanov trifft per Penalty für die EG Diez-Limburg. (Foto: fischkoppMedien/EGDL)Konstantin Firsanov trifft per Penalty für die EG Diez-Limburg. (Foto: fischkoppMedien/EGDL)
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Die Rockets legten gleich im ersten Drittel den Grundstock für den Erfolg und konnte die Partie am Ende unaufgeregt nach Hause bringen. Sportlich zeigten die Gastgeber eine solide Leistung gegen personell dezimierte Gäste. Ausbaufähig war jedoch die Kulisse: Der Vorrunden-Spitzenreiter hätte zum Play-off-Auftakt in Diez sicherlich mehr als die 304 zahlenden Zuschauer verdient gehabt.

28 Minuten Play-off-Eishockey, danach Charakter Freundschaftsspiel – so lief das erste ungleiche Duell im Play-off-Viertelfinale zwischen Raketen und Luchsen. Schon im ersten Drittel hatte die EGDL eine komfortable 5:1-Führung herausgeschossen. Nikolai Varianov (3.), Pierre Wex (13.) und ein Dreierpack von Konstantin Firsanov (8., 16., 19.) – ein Treffer gelang per Penalty – brachten das Lörsch-Team mit 5:1 in Führung. Lauterbachs Import Robert Sokol hatte zwischenzeitlich lediglich auf 1:2 verkürzen können (9.).

Die Gäste taten sich selbst in einer fünfminütigen Überzahlsituation schwer, die EGDL in große Gefahr zu bringen. Roman Löwing, der das Foul jedoch gar nicht begangen hatte, wurde von Schiedsrichter Marc Stromberg für einen Stockschlag an Jan Hammerbauer vorzeitig zum Duschen geschickt. „Eine blöde Situation“, sagte Luchse-Trainer Thomas von Euw. Hammerbauer musste nach der Aktion in der 17. Spielminute ebenfalls vom Eis, wurde anschließend im Krankenhaus untersucht und konnte später Entwarnung geben: Der betroffene Finger ist geprellt, aber nicht gebrochen. Auf diesem Wege wünschen die Rockets dem Gästestürmer eine schnelle Genesung.

Im zweiten Drittel stellten die Rockets nach acht Minuten und drei weiteren Toren ein wenig das Spielen ein – was Arno Lörsch zunächst gar nicht gefiel. Philipp Maier (22.), Matt Fischer (26.) und erneut Firsanov (28.), der insgesamt vier Mal traf, sorgten schon nach der Hälfte der Spielzeit für den Endstand. „Als es entschieden war, da war es nur noch ein Freundschaftsspiel“, stellte von Euw richtigerweise fest. „Wettkampfcharakter hatte das nicht mehr. Wir wussten vorher, dass bei uns alles passen muss für eine Überraschung. Aber dann gab es schon im ersten Drittel zu viele Situationen, die bei uns nicht aufgegangen sind. Wir haben am Ende versucht, es so gut wie möglich auszuhalten.“

Sein Gegenüber hatte für den letzten Durchgang auf vier Außenpaare im Sturm umgestellt „um Kräfte zu schonen und allen Spielpraxis zu geben“, sagte Lörsch nach dem Auftaktsieg. „Wir sind im ersten Drittel gut aus der Kabine gekommen, haben uns den Vorsprung erarbeitet und im zweiten Drittel die Null gehalten. Am Ende aber hatte das Spiel dann etwas von einem Nicht-Angriffspakt. Da haben wir uns beide nicht mehr wehgetan. Für uns wird es wichtig sein, dass wir uns von Spiel zu Spiel steigern. Mit dieser Devise werden wir am Sonntag in Spiel zwei der Serie gehen.“

Mit welchem Kader die Rockets die nächste Aufgabe angehen können, ist noch offen. Roman Löwing wird seine Sperre absitzen und fehlen, gleiches gilt für den erkrankten Julian Grund und den langzeit-verletzten Dennis Stroeks. Ob von den am Freitagabend ausgefallenen Constantin Schönfelder, Tim Ansink, Kim Mainzer und Marijus Maier jemand in den Kader zurückkehrt, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

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