Rockets gewinnen in Hamm und haben am Sonntag weiteres HeimspielEGDL gewinnt bei den Eisbären mit 5:4

Jeff Smith (links) traf in Hamm doppelt. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)Jeff Smith (links) traf in Hamm doppelt. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)
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14 Minuten sind am Freitagabend in der Hammer Helinet-Arena gespielt, als Eisbären-Trainer Ralf Hoja eine Auszeit nimmt. Zu diesem Zeitpunkt steht da ein Ergebnis auf der Anzeigentafel, mit dem man nicht zwingend hatte rechnen können: Hamm 1, Diez-Limburg 5. „Wir sind nach 41 Spielen in dieser Saison zum ersten Mal so richtig erwischt worden, damit mussten wir erst mal umgehen“, sagte Hoja. „Wir haben noch nie so hoch zurückgelegen. Wir haben aber auch den Schiedsrichtern reichlich Gelegenheit gegeben, uns zurecht rauszustellen.“

Zwei der fünf Tore schossen die Rockets tatsächlich in Überzahl, eines dazu in Unterzahl. Viel wichtiger aber war: Egal, wie die Konstellation auf dem Eis war, die EGDL brachte die Scheibe endlich wieder konsequent in Richtung Tor. Und sie wurde reichlich dafür belohnt, denn quasi mit den ersten drei Schüssen ging man mit 3:0 in Führung. Jeff Smith (3., Überzahl), Emanuel Grund (6.) und Jamie Hill (8.) trafen für die Gäste.

„Natürlich hatten wir auch Scheibenglück, so wie Hamm es am Sonntag bei uns im zweiten Drittel hatte“, sagte Rockets-Trainer Stephan Petry. „Aber dieses Glück musst du dir auch erarbeiten. Obendrein waren die Tore zum Teil wirklich wunderschön herausgespielt.“ Zwar kam Hamm in Überzahl durch Lukas Novacek (10.) auf 1:3 heran, doch die Gäste legten noch zwei weitere Buden nach: Julian Grund in Unterzahl (13.) und Jeff Smith in Überzahl (14.) sorgten für eine überraschend deutliche, aber auch absolut verdiente Führung nach dem ersten Drittel.

Mit dem zweiten Abschnitt fanden die Eisbären besser ins Spiel, die Torchancen aber wurden nicht genutzt oder von Rockets-Keeper Steve Themm entschärft. Eine Strafe auf beiden Seiten, keine Tore - das lief durchaus nach dem Geschmack der EGDL. Doch die geriet wie zu erwarten im letzten Drittel noch einmal kräftig unter Druck.

Lukas Novacek (44.) und Kevin Orendorz (48., in Überzahl) verkürzten auf 3:5, dann nahm Hoja den Keeper (Marius Dräger war nach 20 Minuten für Sebastian May zwischen die Pfosten gegangen) für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Robin Loecke nutze eine der zahlreichen Chancen zum 4:5 (58.), zu mehr aber sollte es nicht mehr reichen. Die Rockets hatten im ersten Drittel gezaubert, im letzten Drittel gekämpft - und sich so das zweite Halbfinal-Heimspiel redlich verdient.

„Wir haben es im zweiten Drittel versäumt, einen sechsten oder siebten Treffer nachzulegen und geraten so natürlich noch einmal unter Druck“, sagte Petry. „Aber du hast auf der Bank deutlich gespürt: Alle wollen unbedingt noch einmal die Serie nach Hause holen. Keiner wollte am Freitagabend in die Sommerpause gehen. Am Ende zählt nur, dass du als Sieger vom Eis gehst. Und das ist uns gelungen, weil wir total diszipliniert und konzentriert gespielt haben. Jetzt freuen wir uns einfach nur riesig auf Halbfinalspiel vier am Sonntagabend in unserer Halle.“

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