Rockets gewinnen gegen DinslakenStarkes erstes Drittel als Grundlage

R.J. Reed trifft zum 2:0. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)R.J. Reed trifft zum 2:0. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)
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Beide Mannschaften werden am kommenden Freitag zum Showdown in Diez aufeinandertreffen, vorher reist die EGDL am Sonntag nach Ratingen. Dort kann sie mit einem Sieg den Play-off-Einzug perfekt machen.

Die ersten 20 Minuten gegen die Kobras waren einmal mehr ein Beweis für die (Spiel)Stärke der Rockets: Erstmals wieder mit Kapitän Kevin Lavallee an Bord nahmen die Gastgeber ein ums andere Mal Kurs auf das Tor von Marvin Frenzel. Dinslaken kam oft zu spät und konnte sich häufig nur mit einem Beinstellen helfen – gleich vier Mal gingen die Kobras dafür im ersten Drittel auf die Strafbank. Der erste Treffer fiel jedoch bei Fünf-gegen-Fünf: Lavallee sagte mit seinem Tor in Minute acht: „Moin. Bin wieder da. Kann losgehen.“

In doppelter und einfacher Überzahl legte die EGDL anschließend nach: RJ Reed hämmerte die Scheibe als One-Timer in den Winkel (11.). Eine Minute später schob Alexander Seifert aus kurzer Distanz ein (12.). Und auch der vierte Treffer von Konstatin Firsanov (17.) war schön herausgespielt, die Tordifferenz spiegelte zudem auch die Leistungsverhältnisse auf dem Eis wider.

Das änderte sich jedoch im zweiten Abschnitt: Die Rockets blieben drückend überlegen, nur selten kamen die Gäste überhaupt in den Genuss, das Verteidigungsdrittel der EGDL auch nur zu betreten. Die Ausbeute offensiv war jedoch überschaubar, aber sehenswert: R.J. Reed machte es mal wieder direkt und in den Winkel (34.). Das 5:0 war zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft für die Kobras, die viele ihrer sonst bekannten Tugenden nicht zeigten.

Erst im letzten Abschnitt konnte Dinslaken Akzente setzen und belohnte sich in dieser Phase auch verdientermaßen mit eigenen Treffern: Leon Taraschewski traf mit einem abgefälschten Schuss in Überzahl (43.), Sören Hauptig legte in der 47. Minute das 2:5 nach. Und als Martin Benes nur eine Minute später einen Penalty versenkte (48.), war es plötzlich für einige Minuten ein ausgeglichenes Spiel. Gefährdet war der Heimsieg der Raketen jedoch nie, die in der 59. Minute durch R.J. Reed (empty net) alles klar machten.

Dass in der Schlussminute die Kobras einen unsauberen Check in Bandennähe gegen Kevin Lavallee fuhren, hatte dann durchaus noch einmal ein Geschmäckle und sorgte für eine Auseinandersetzung auf dem Eis. Ausgerechnet Lavallee, ausgerechnet Dinslaken: Der Kapitän hatte nach einem versteckten Stockschlag in einem Heimspiel gegen die Kobras verletzungsbedingt für mehr als zwei Monate gefehlt. Am Freitag kehrte er zurück aufs Eis – und wieder wurde er angegangen, dieses Mal beim Stand von 6:3 und 47 Sekunden vor Spielende. Wenig überraschend erhitzte die Aktion die Gemüter.

„Im ersten Drittel waren wir noch auf der Autobahn und nicht anwesend“, sagte Dinslakens Trainer Milan Vanek. „Wir haben es versucht, im zweiten Drittel besser zu machen und da auch nur ein Gegentor kassiert. Im letzten Drittel haben wir gesagt: Alles oder nichts. Das hat teilweise gut geklappt, weitere Chancen waren da – aber die haben wir nicht verwertet.“ Frank Petrozza zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir sind in den Pre-Playoffs, da zählen am Ende nur die Punkte. Ich war 40 Minuten lang zufrieden mit unserem Spiel, die letzten 20 Minuten waren nicht so gut. Aber abhaken, Sonntag geht es weiter.“


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