Rockets gewinnen auch beim MeisterSechs-Punkte-Wochenende für die EGDL

Joey Davies, links, und Konstantin Firsanov. (Foto: fischkoppMedien/EGDL)Joey Davies, links, und Konstantin Firsanov. (Foto: fischkoppMedien/EGDL)
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Der einzige Treffer bis zum ersten Pausentee fiel beim Fünf-gegen-Fünf, und er ging auf das Konto von Kevin Trapp, der die Eisbären in der 9. Minute mit 1:0 in Führung schoss. „Wir haben das erste Drittel ziemlich verschlafen“, sagte Rockets-Trainer Arno Lörsch. „Hamm hat viel Druck gemacht und lag zu Recht in Führung.“

Um die Partie im zweiten Drittel (ergebnistechnisch) zu drehen, brauchte die EGDL lediglich 80 Sekunden: Pierre Wex traf in Überzahl zum 1:1 (25.), wenig später schoss Konstantin Firsanov die Raketen zum ersten Mal in Führung (26.). Bei zwei weiteren Situationen, in denen Hamm auf der Strafbank Platz nahm, setzte sich nicht die beste Powerplay-Mannschaft der Liga durch (Diez-Limburg), sondern das beste Penaltykilling der Liga (Hamm). So ging es mit einer knappen 2:1-Führung für das Team von Arno Lörsch in die zweite Pause.

„Im dritten Drittel haben wir dann einen Vorgeschmack auf Play-off-Hockey bekommen“, beschreibt Lörsch die härtere Gangart im letzten Spielabschnitt. Einzig: Die Rockets ließen sich darauf weder ein noch davon anstecken. „Die Jungs sind mental fokussiert und sagen sich: Lass sie machen, wir bleiben konzentriert und zielstrebig.“ Belohnt wurde das mit der zwischenzeitlichen 3:1-Führung durch Joey Davies (51.), der Hamm jedoch postwendend das 2:3 durch Marvin Cohut (52.) folgen ließ.

Ein knappes Spiel, am Ende mit einem Tor Unterschied - das wäre der passende Ausgang für dieses Duell gewesen. Doch als die Eisbären alles nach vorne warfen und den Keeper für einen sechsten Feldspieler zogen, schlugen die Rockets noch einmal zu: Konstantin Firsanov, der an diesem Wochenende zum Mister Empy-net-goal wurde, traf wie in Herford ins leere Tor - dieses Mal zum 4:2 (59.). Dass Philipp Maier mit einem schönen Schlagschuss in den Winkel sogar noch das 5:2 nachlegte (60.), war für die EGDL sehenswert, des Guten aber fairerweise zu viel.

„3:2 oder 4:3 wäre angemessen gewesen“, sagte Lörsch. „Das 5:2 spiegelt nicht die Kräfteverhältnisse auf dem Eis wieder. Der Sieg aber war unter dem Strich verdient, zumal wir für unsere Verhältnisse heute mit kleinem Kader und nur einem Keeper angereist waren. Aber wie schon in Herford so gehört auch dieses Mal Constantin Schönfelder ein Sonderlob. Überragend, was der wieder alles gehalten hat.“

Ein Lob bekamen die Rockets auch von Eisbären-Trainer Ralf Hoja, der auf der Pressekonferenz der EGDL zum Sieg gratulierte. „Beim Warmmachen habe ich mich gefragt, wieso die 15 Punkte mehr haben als wir. Am Ende des Spiels wusste ich es. Diez-Limburg hat eine richtig gute Mannschaft zusammen, die in den entscheidenden Situationen die Tore gemacht haben, die wir in den entscheidenden Situationen nicht gemacht haben. Aber ich war nach Niederlagen schon geknickter. Wir haben heute gut mitgehalten.“

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