Rockets feiern souveränen Heimsieg gegen SoestEGDL gewinnt mit 8:3

Rockets-Topscorer Joey Davies. (Foto: fischkoppMedien/EGDL)Rockets-Topscorer Joey Davies. (Foto: fischkoppMedien/EGDL)
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’Wir haben es zum ersten Mal geschafft, drei Drittel einer Partie zu gewinnen“, freute sich EGDL-Trainer Arno Lörsch, dessen Team wie schon in Ratingen einen sehr guten Start erwischte. Bereits nach acht Minuten lagen die Gastgeber durch zwei Treffer von Joey Davies komfortabel mit 2:0 in Führung (4., 8.). ’In den ersten zehn Minuten der Partie hatten wir gegen einen erwartet eckigen und schwer zu spielenden Gegner unsere beste Phase“, sagte Lörsch, der vor allem in der Abwehr eine deutliche Steigerung erkannte. ’Wir haben nur noch wenige Lücken zugelassen und manche 1-gegen1-Situation nicht optimal gelöst. Manchmal stimmte auch die Abstimmung nicht. Aber wir sind auf einem guten Weg.“ Soest wusste die wenigen sich bietenden Chancen eiskalt zu nutzen. Simon Tambosi traf nach zwölf Minuten zum 1:2.

An diesem Bild sollte sich auch im zweiten Abschnitt nicht viel ändern. Offensiv waren die Rockets kaum zu bändigen: Matt Fischer (21.), Tim Ansink (24.), erneut Fischer (27.) und Joey Davies (39.) erhöhten das eigene Torkonto auf sechs. ’Das war teilweise großartig mit anzusehen und ein echter Augenschmaus, wie wir offensiv agiert haben“, schwärmte der Trainer. ’Und trotzdem haben wir immer noch auch in der Chancenauswertung noch Potenzial.“

Doch die Bördeindianer blieben giftig und aufmerksam, konnten eine doppelte Unterzahlsituation gegen stark verteidigende Gastgeber zwar nicht nutzen, trafen dafür aber in einfacher Unterzahl durch Oberliga-Neuzugang Fabian Pyszynski (25.) und bei 5-gegen-5 durch Simon Tambosi (39.) zum zwischenzeitlichen 3:6. ’Wir machen das 6:2 und alle denken, die Messe ist eigentlich gelesen. Und dann lassen wir vom Bully weg nur Sekunden später das dritte Gegentor zu. Sowas darf uns natürlich nicht passieren, da waren die Jungs mit den Köpfen noch beim Jubeln.“

Die Marschroute für das letzte Drittel war daher auch eindeutig: ’Ich habe den Spielern in der Kabine gesagt, dass wir uns offensiv genug beweihräuchert haben und das wir jetzt bitte mal ein Drittel lang hinten zu null spielen“, verriet Lörsch. Seine Mannschaft nahm die Aufgabe und die Zweikämpfe an, ließ kein weiteres Tor mehr zu und erhöhte dennoch durch Matt Fischer (50.) und Julian Grund (60.) auf 8:3. ’Ich denke, der Sieg war am Ende auch in der Höhe verdient“, sagte Lörsch.

Aus einem starken Kollektiv stachen an diesem Abend die beiden Kanadier hervor: Joey Davies und Matt Fischer trafen dreifach, sind mit jeweils acht Toren derzeit die beiden besten Torschützen der Liga. Und auch in der Scorerwertung liegen Davies (19 Punkte insgesamt) und Fischer (15 Punkte) auf den ersten beiden Plätzen der Wertung. Ein starkes Debüt feierte zudem Neuzugang Florian Böhm an der Seite von Pierre Wex und Julian Grund. ’Nach nur einer gemeinsamen Trainingseinheit hat diese Reihe bereits angedeutet, was sie leisten kann. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, solche Jungs im Team zu haben.“

Weiterhin verzichten musste Lörsch gegen Soest auf den verletzten Verteidiger Roman Löwing und auf Stürmer Konstantin Firsanov, der die Partie in zivil von der Spielerbank aus verfolgte und andeutete, dass er ’hoffentlich bald“ in den Kader zurückkehren kann. Ebenfalls nicht spielen konnte gegen die Bördeindianer Daniel Niestroj. Mit Janik Langer kam hingegen erneut ein starker Förderlizenzspieler vom Kooperationspartner aus Bad Nauheim zum Einsatz.

’Glückwunsch an Diez-Limburg zum Sieg“, sagte Gästetrainer Heinz-Dieter Brüggemann auf der Pressekonferenz. ’Heute hat man unter anderem gesehen, welchen Unterschied zwei starke Importspieler ausmachen können. Wir sind nach erst acht Trainingseinheiten auf dem Eis sicherlich noch nicht da, wo wir hinwollen. Wir brauchen noch Zeit, um mit den besten Teams der Liga mithalten zu können. Und Diez-Limburg gehört sicherlich zu den vier besten Teams der Regionalliga West.“

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