Regionalliga-Team verbucht Sieg und unglückliche NiederlageRote Teufel Bad Nauheim 1b

Regionalliga-Team verbucht Sieg und unglückliche NiederlageRegionalliga-Team verbucht Sieg und unglückliche Niederlage
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Rote Teufel Bad Nauheim 1b – Kölner EC 1b 4:5 n.P.

„Es war ein gutes Spiel heute, ärgerlich war der späte Ausgleich, als wir die Scheibe einfach nicht wegbekommen“, sagte RT-Coach Marcus Jehner nach dem Samstag-Spiel gegen Köln. „Penaltyschießen liegt uns offenbar derzeit nicht, von sechs Schützen hat zuletzt keiner getroffen“, so der Trainer, der die zweite 4:5 (1:1, 2:2, 1:1, 0:1)-Penalty-Niederlage in Folge hinnehmen musste.

Das Match begann mit einem hohen Tempo, das vor allem zunächst die Rheinländer vorlegten. Die Gastgeber benötigten einige Minuten, um sich diesem anzupassen, dann wurde es aber ein Spiel auf Augenhöhe und mit einem sehr guten Regionalliga-Niveau. Vor allem das Körperspiel stand im Vordergrund, beide Seiten steckten nicht zurück - größtenteils mit fairen, teilweise aber auch mit unfairen Aktionen, was natürlich in Strafzeiten mündete. Als bei den Hausherren ein Mann somit in der Kühlbox saß, war es Kölns Moser, der die Führung für die Haie erzielte. Die Hausherren hatten Pech, als Prada zunächst den Pfosten traf und kurze Zeit später ein Treffer von Mroz nicht von den Unparteiischen gesehen wurde, nachdem das Hartgummi mit hohem Tempo wieder vom Tornetz zurück ins Feld prallte. Nach einer Spieldauerstrafe gegen Kölns Frohn aufgrund eines hohen Stocks mit Verletzungsfolge konnten die Hessen dann aber fünf Minuten Powerplay spielen - und gleich doppelt nutzen: noch vor der ersten Pause glich Martin Prada zum 1:1 aus, nicht ganz 90 Sekunden nach Wiederbeginn besorgte Dennis Schlicht nach toller Vorarbeit von Prada die 2:1-Führung. Die Kölner hielten aber konsequent dagegen und wurden belohnt: nach einem feinen Spielzug traf Latuske zum Ausgleich (33.), zwei Minuten später legte Zirnov in Überzahl wieder für die Kölner vor. Das Tor des Abends war dann aber Bad Nauheims Michael Mroz nicht ganz eine Minute später vorbehalten, als der RT-Stürmer den KEC-Goalie mit einem sehenswerten Move verlud und zum 3:3-Pausenstand traf.

Im letzten Abschnitt war es ein offener Schlagabtausch. Beide Seiten wollten den Sieg und spielten sehr zur Freude des Publikums konsequent nach vorne. In einem intensiven Drittel mit viel Körpereinsatz konnten die Roten Teufel durch Horak erneut in Front gehen und diesen Vorsprung lange Zeit halten. Immer wieder rannten sich die Kölner an der guten Bad Nauheimer Defensive fest, die das Hartgummi weitestgehend vom eigenen Kasten fernhalten konnten. Dann aber die 56.Minute: als die Kurstädter die Scheibe einmal nicht konsequent sichern konnten, war es Kölns Warda, der zum 4:4 traf. Unter dem Strich war dies nach 60 Minuten jedoch ein gerechtes Resultat, so dass das Penaltyschießen die Entscheidung über den Sieg und den Zusatzpunkt bringen musste. In diesem trafen Kölns Blumenhofen und Latuske, während bei den Roten Teufeln Mroz und Saulite scheiterten, so dass die Haie den Sieg mit nach Hause nehmen konnten.

Tore: 0:1 (13:20) Moser (Warda, Blumentritt/5-4), 1:1 (18:57) Prada (Seib/5-4), 2:1 (21:30) D.Schlicht (Prada, Haskins/5-4), 2:2 (32:38) Latuske (Wollmann, Warda), 2:3 (34:37) Zirnov (Latuske, Blumentritt/5-4), 3:3 (35:29) Mroz, 4:3 (46:06) Horak (Saulite), 4:4 (54:44) Warda (Blumenhofen), 4:5 (60:00) Latuske (entscheidender Penalty). Strafen: Bad Nauheim 12, Köln 4 + 5 + Spieldauer (Frohn) + 10 (Warda) + 10 (Möllenbeck).

Soester EG – Rote Teufel Bad Nauheim 1b 1:6

Mit einem ungefährdeten 6:1 (3:0, 2:1, 1:0)-Auswärtssieg beim Tabellenletzten Soest erledigte die Jehner-Truppe am Sonntag ihre Pflichtaufgabe dann erfolgreich. Nach der Penaltyniederlage waren die drei Zähler wichtig im Kampf um den vierten Tabellenplatz, der die Qualifikation für die Oberliga-Aufstiegsrunde bedeutet.

Die Messe war im Grunde nach dem ersten Drittel bereits gelesen, als Michael Mroz mit dem schnellsten Tor der Saison nach nur 14 Sekunden den Torreigen für die Gäste eröffnete. Martin Prada sowie Deion Müller erhöhten noch vor der ersten Pause auf 3:0. Im Mittelabschnitt wollten es die Gastgeber dann mit größerem Körpereinsatz gegen die spielerisch überlegenen Hessen versuchen, dies mündete in einigen Strafzeiten, allerdings mussten auch die Gäste immer wieder mal in die Kühlbox. Bezeichnenderweise fiel das erste Soester Tor in doppelter Überzahl, Horak sowie Saulite antworteten aber promt und schraubten das Ergebnis auf 5:1 nach 40 Minuten in die Höhe.

Nach dem 6:1 erneut durch Müller in der 42.Minute war die Partie dann endgültig gelaufen, so dass drei hochverdiente Punkte zu Buche stehen. Mit einem Spiel weniger liegt man nun zwei Punkte hinter Dinslaken auf dem dritten Rang, Dortmund als Tabellenführer mit zehn Siegen aus zehn Spielen dürfte der große Favorit auf den Aufstieg sein.

Tore: 0:1 (0:14) Mroz (Etzel, Filipovic), 0:2 (10:47) Prada (Müller, Filipovic/5-4), 0:3 (15:46) Müller (Mroz, Schindler), 1:3 (26:18) Linke (Döscher, Sprenger/5-3), 1:4 (29:45) Horak (Müller, Mroz), 1:5 (38:49) Saulite (S.Schlicht, Etzel/5-4), 1:6 (41:48) Müller (Mroz, Filipovic). Strafen: Soest 16, Bad Nauheim 18. Zuschauer: 145.

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