Regionalliga-Team unterliegt Lauterbach im Spitzenspiel Roten Teufel Bad Nauheim 1b

Regionalliga-Team unterliegt Lauterbach im Spitzenspiel Regionalliga-Team unterliegt Lauterbach im Spitzenspiel
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„Wir haben nicht schlecht gespielt, doch unsere Chancenauswertung war einfach nicht optimal. Darüber hinaus haben wir doch einige sehr fragwürdige Strafzeiten kassiert, was die Sache nicht einfacher gemacht hat“, sagte ein konsternierter RT-Coach Marcus Jehner nach Spielende, denn es war mehr drin für sein Team.

Die Partie begann sehr zerfahren. Beide Seiten bekamen kaum Struktur ins Spiel, das anfangs von vielen Unterbrechungen geprägt war. Erst ab der zehnten Minute wurde es ein schnelleres und besseres Match, was die Vogelsberger auch gleich zum Führungstreffer mit ihrem ersten sehenswerten Angriff nutzten. Die Hausherren legten die Anfangsnervosität ab und kamen nun ihrerseits besser ins Spiel. In dieser Phase zeichnete sich vor allem Lauterbachs Goalie Obernesser aus, der einiges an Arbeit bekam, seinen Kasten aber nach 20 Minuten zunächst sauber hielt.

Im Mittelabschnitt knüpften die Roten Teufel an das Gezeigte an, teilweise fehlten aber die Ideen, um Obernesser zu überwinden. Zumeist kamen die Schüsse direkt auf den ECL-Goalie, so dass dieser nur wenig Probleme hatte. Auf der Gegenseite hatte Alexander Wagner bei einem Pfostenschuss von Hantak das Glück des Tüchtigen, so dass es zunächst beim 0:1 blieb. Nun folgten aber zehn sehr starke Minuten der Gastgeber, die angetrieben von der lautstarken Kulisse (364 Besucher gesamt, davon rund 100 aus Lauterbach) zu Großchancen im Minutentakt kamen. Aber auch beste Szenen wie durch Mroz im Powerplay (27.), Horak sowie erneut Mroz frei vor dem Tor (31. und 34.) und Flemming mit einem Pfostenschuss (34.) konnten nicht verwertet werden. In der 36.Minute dann endlich der (Tor-)Jubel: Leon Filipovic konnte das Hartgummi nach einem Rebound zum verdienten 1:1-Ausgleich über die Linie drücken. Noch vor der zweiten Pause musste man jedoch das 1:2 in Unterzahl hinnehmen, als Feuerfeil Alexander Wagner keine Chance ließ.

Zu Beginn des letzten Drittels hatten die Hausherren erneut Glück, als Schulz erneut nur den Pfosten des Bad Nauheimer Gehäuses traf. Die Roten Teufel drängten auf den Ausgleich und sollten diesen auch markieren: nach einem schönen und schnell vorgetragenen Spielzug traf Tobias Etzel zum 2:2, der das Spielgeschehen gerechtermaßen widerspiegelte. Als ausgerechnet RT-Kapitän Martin Prada in der 55.Minute eine Strafzeit wegen Beinstellens kassierte, traf Lauterbachs Schulz zum aus Gäste-Sicht wichtigen 2:3, denn der kleine Kader der Gäste (nur 12 Feldspieler) schien dem Tempo Tribut zu zollen. Der Treffer gab aber nochmal Auftrieb, während Marcus Jehner alles probierte und in der letzten Minute seinen Goalie vom Eis nahm. Ins leere Tor trafen Schulz mit seinem zweiten Treffer des Abends sowie Vogel, so dass das nackte Resultat den Spielverlauf keineswegs repräsentiert. "Wir mussten am Ende aber nochmal alles mit der Herausnahme des Torhüters riskieren, so dass die zwei empty netter im Grunde nicht wirklich zählen. Lauterbach schien im zweiten Drittel und auch am Ende platt zu sein, doch sie haben es clever gespielt, während wir einfach die Chancen nicht genutzt haben. Daraus müssen wir jetzt lernen und es in den nächsten Spielen besser machen", so der RT-Coach.

Am kommenden Freitag geht es für ihn und seine Mannen nach Solingen, einen Tag später (1. November, 17.45 Uhr) erwartet man zuhause den TuS Wiehl zum nächsten Heimspiel.

Tore: 0:1 (9:31) Feustel (Hantak), 1:1 (15:09) Filipovic (Behrens, Schindler), 1:2 (38:21) Feuerfeil (Schulz/5-4), 2:2 (52:41) Etzel (Filipovic), 2:3 (54:36) Schulz (Feuerfeil/5-4), 2:4 (59:15) Schulz (Hilgenberger/ENG), 2:5 (59:42) Vogel (Hantak, Filip/ENG). Strafen: Bad Nauheim 16 + 10 (Patejdl), Lauterbach 8. Zuschauer: 364.