Ratinger Wochenende endet ohne PunkteLauterbach verliert zweimal

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Mit den denkbar knappsten Ergebnissen unterlagen die Lauterbacher Luchse am „Ratinger Wochenende“ den Ice Aliens. Am vergangenen Freitag hatten die Luchse mit 3:4 das Nachsehen, zwei Tage später hieß es 3:2 für den Tabellenführer.

Besonders am Freitag standen die Vorzeichen für ein gutes Ergebnis alles andere als gut. Mit nur zwölf Spielern mussten sich die Vogelsberger gegen fast vier komplette Ratinger Reihen wehren.  Und das machten sie richtig gut. Mit der ausgegeben Defensivtaktik ging es für die Lauterbacher gut los. Trotz spielerischer Überlegenheit konnten die Gäste in der 13. Minute durch Benny Schulz das 1:0 erzielen. Ratingen fand kein Rezept um die Defensive der Luchse zu knacken, und so ging man zufrieden in die erste Drittelpause. Die ersten zehn Minuten des zweiten Drittels dann ein Spiegelbild der ersten 20 Minuten. Dominante Ratinger gegen defensiv disziplinierte und unermüdlich kämpfende Luchse. In der 28. Minute dann aber der Ausgleich für die Gastgeber. Ein Schuss von Robert Licau fand  durch viele Beine und Schläger mehrfach abgefälscht den Weg ins Tor der Luchse. Tim Stenger, der bis dahin hervorragend gehalten hatte, war machtlos an diesem Sonntagsschuss. Im Anschluss handelten sich die Luchse zwei unnötige Strafzeiten ein, die Ratingen eiskalt mit den Treffern zwei und drei bestrafte.Im letzten Drittel waren die Luchse wieder auf Kurs und konnten durch Benny Schulz in der 50. Minute auf 2:3 verkürzen. Nur vier Minuten später konnte Ratingen antworten und Tor Nummer vier erzielen. Dann machten es die Luchse nochmals spannend. Die Mannschaft gab nie auf und wurde zweieinhalb Minuten durch den Anschluss von Marc-Kevin Perkins für die Mühe belohnt. Die letzten beiden Minuten gelang es den Ratingern, aber immer wieder die Scheibe vom eigenen Tor wegzuhalten und am Ende die drei Punkte zu behalten. „Meine Mannschaft hat restlos alles gegeben, daran besteht kein Zweifel. Darauf können wir alle stolz sein. Mit nur zwölf Spielern fast einen Punkt in Ratingen zu holen dazu gehört Charakter“, so Trainer Arno Lörsch.

Zwei Tage später sollte es dann klappen mit dem ersten Punkt gegen den Primus vom Rhein. Doch vor allem im ersten Drittel wirkten die Luchse verkrampft. Zuviel hatte man sich vorgenommen und war dabei dem Gegner ins offene Messer gelaufen. Nach dem ersten Drittel führte Ratingen verdient mit 2:0. Mit Beginn des zweiten Drittels löste sich die Verkrampfung und die Luchse konnten ihrerseits besser ins Spiel kommen. In der 29. Minute gelang Michael Mroz der längst verdiente Anschlusstreffer zum 1:2.  Doch nur ein Bruchteil später konnte Ratingen den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellen. Im letzten Drittel hatten die Luchse mehr Spielanteile, aber zu wenig zwingende Torchancen. Ratingen verteidigte den Vorsprung wie es sich für einen cleveren Tabellenführer gehört. So blieb den Luchsen sechs Sekunden vor Schluss nur noch die Ergebniskosmetik mit 2:3 durch Jens Feuerfeil. „Meine Mannschaft hat heute vor allem im ersten Drittel Kampf und Wille vermissen lassen. Zu viele Einzelaktionen und zu wenig Zug zum Tor waren ausschlaggebend für die Niederlage. Wenn du gegen Ratingen gewinnen willst, brauchst du einen perfekten Tag, den hatten wir heute nicht. Wir sehen uns noch zweimal und einmal muss es klappen“, so Lörsch.

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