Ratinger Ice Aliens setzen sich in Dortmund durchNach 3:0 wurde es nochmal spannend

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Im letzten Drittel hatte diese Begegnung noch einen unerwarteten Spannungsbogen, weil sich die Ratinger Ice Aliens aus der Ruhe bringen ließen und die bis dahin ausgeübte Spielkontrolle zeitweilig aufgaben. Über zwei Drittel dominierten die Außerirdischen die Begegnung und ließen nur wenige Möglichkeiten der Eisadler Dortmund zu.

Die Anfangsphase der Begegnung stand zunächst im Zeichen der Adler, bis Ratingen mit Chancen für Dustin Schumacher, Štěpán Kuchynka und Pascal Behlau zur „kontrollierten Gegenoffensive“ ansetzte. Punktgenau in der achten Minute fiel durch Kuchynka  das 1:0 während eines Powerplays. An dieses Tor schloss sich eine sehr starke Phase der Gäste an, in welcher sie ihren Gegnern kaum Bewegungsfreiraum gaben, da bei generischen Attacken immer mindestens ein „Abfangjäger“ bereitstand, sodass es für Dortmund kaum ein Durchkommen in Richtung des Ratinger Gehäuses gab.

Im Mittelabschnitt fiel das 2:0 (27.) durch einen „Blueliner“, den Milan Vanek im Slot gekonnt ins EAD-Tor abfälschte. Ratingen erspielte sich anschließend durch Sebastian Schröder, Štěpán Kuchynka oder Maurice Musga weitere Chancen, traf aber nicht. In der 36. Minute schlug der Puck dann aber nach einem sehenswerten RIA-Konter, der die mitgereisten Ratinger Fans zu einem lauten „Und so spielt man Eishockey“ veranlasste, wieder im Kasten der Heimmannschaft ein. Einen vor dem Dortmunder Tor auf dem Präsentierteller perfekt abgelegten Puck schoss Sebastian Schröder aus kürzester Distanz mühelos zum 3:0 ins Tornetz.

Die Ansage von Trainer Alexander Jacobs für die letzten zwanzig Minuten war „Weiterspielen – mit Kopf“, aber ein Drei-Tore-Vorsprung scheint für seine Spieler eine „psychologische Grenze“ zu sein. In der 43. Minute durchbrach ein „einsamer“ Eisadler ein Überzahlspiel Ratingens, setzte sich gegen drei Aliens durch und schob das schwarze Hartgummi zusätzlich noch durch die Hosenträger von Ratingens Schlussmann zum 1:3 über die Torlinie. Damit aber nicht genug – war der Dortmunder Anschlusstreffer schon keine Glanzleistung der Aliens-Defensive, das 2:3 stand dem in keiner Weise nach. Entsprechend witterten die Hausherren Morgenluft und verstärkten ihre Angriffsbemühungen, sodass das Spiel deutlich hektischer und auch etwas nickeliger wurde. Anscheinend wiederholte Unmutsäußerungen von Ratingens Maurice Musga veranlassten den Hauptschiedsrichter in der 50. Minute hintereinander gleich zwei Disziplinarstrafen, anzuzeigen, was eine Spieldauerstrafe und frühzeitiges Duschen für die Nummer 9 der Ratinger bedeutete.

Die Aliens kamen aber wieder zurück ins Spiel und Milan Vanek, nach einem abgefangenen Dortmunder Konter unaufhaltbar unterwegs in Richtung des gegnerischen Tors, fand mit seiner Erfahrung sowie einem brachialen Schuss in der 54. Minute das richtige Mittel, um die Eisadler mit seinem Treffer zum 4:2 anzuzählen. Der endgültige K.o. ereilte die weiter anstürmenden Gastgeber in der 58. Minute in Form eines Breaks. Ratingen konterte den aufgrund einer kleinen Strafe gegen die Aliens in Überzahl spielenden Gegner aus und Alexander Schneider setzte den Schlusspunkt. 

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