Ratingen wieder im RhythmusAuswärtsspiel in Diez-Limburg – Heimspiel gegen die Kobras

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Der im Jahr 2004 gegründete Aufsteiger übte sich zu Anfang der Saison noch in Bescheidenheit, bezeichnete sich selbst als „Außenseiter“ und machte dann aber den anderen Regionalliga-Clubs sehr schnell klar, dass er durchaus einiges an „Gewicht in die Waagschalen“ zu werfen hat.

Eine zwischenzeitliche Serie von fünf Siegen hintereinander wurde erst vom scheinbaren „Angstgegner“ der Diez-Limburger, den Dinslakener Kobras, gestoppt, denen man nun zwei der lediglich vier Niederlagen in regulärer Spielzeit verdankt. Alles in allem 72 Treffer sowie 25 Punkte in bisher 13 Spielen sprechen eine absolut deutliche Sprache – und die EGDL scheint ihre Spiele grundsätzlich nach dem Prinzip „think big“ zu gestalten, denn die Zuschauer bekamen in den bisherigen Partien durchschnittlich jeweils rund zehn Tore zu sehen. Für die Torerfolge der Rockets zeichnen in der Hauptsache der tschechische Stürmer Martin Brabec (35 Punkte), der vierzigjährige Verteidiger Andrej Teljukin (30 Punkte), der auf immense Erfahrungen aus der ersten russischen Liga und der DEL zurückblicken kann sowie der 22-jährige Kanadier Matthew Fischer (27 Punkte) verantwortlich.

In Diez-Limburg ist man aber nicht nur bei den Toren ein Vorreiter, sondern auch einer der Vereine, die bereits ihren Trainer austauschten. Nach sechs Spielen in der damals noch jungen Saison lag der Aufsteiger mit zehn Punkten „nur“ auf dem 7. Tabellenplatz. Und Trainer Holger Pöritzsch musste für den ehemaligen Limburger Coach Anton Weißgerber Platz machen. Unterstützt wird die Ratinger Mannschaft bei dieser Aufgabe durch einen eigens vom Fanclub Supcom organisierten Fanbus. Wieder besetzt mit gut aufgelegten Alien-Fans rollt dieser ab 16.30 Uhr Richtung Diez – für Kurzentschlossene sind noch wenige Plätze frei (www.supporters-com.de/news.php).

Mit den Dinslakener Kobras (Sonntag, 18 Uhr) kehrt ein Stürmer an den Sandbach zurück, der in der letzten Saison noch das Alien-Trikot trug und für seine harten Schlagschüsse bekannt war – Kevin Wilson.

Dort hat er sich mit bisher acht Scorerpunkten anscheinend problemlos eingelebt und sorgt für zusätzliche Gefahr im Sturm der Kobras, dessen Top-Angreifer die tschechische Neuerwerbung Michail Plichta (14 Punkte), Daniel Pleger (13 Punkte) sowie der aus der DNL2 von den Young Moskitos Essen an den Niederrhein gewechselte Philipp Heffler (11 Punkte) sind. Mit dem Saisonstart war man bei den Kobras nicht zufrieden, da die Mannschaft wenig konstante Leistungen ablieferte, so dass sich der Verein von seinem Trainer Adam Grygiel trennte – die Chemie zwischen Mannschaft und Coach soll nicht gestimmt haben. Lenker an der Bande ist nunmehr Krystian Sikorski, der in der letzten Regionalliga-Saison noch die Verantwortung bei den Eisadlern Dortmund trug. Der „unrunde“ Saisonstart zeigte sich daher auch in der Tabellensituation der „Giftschlangen“, die aktuell fast schon ein Dauerabonnement auf den achten Tabellenplatz zu haben scheinen. Nach zwölf absolvierten Spielen konnte das Dinslakener Team bisher 16 Zähler auf der Habenseite verbuchen und brachte das „Kunststück“ fertig, 43 Tore zu erzielen und genau die Anzahl von 43 Gegentreffern zu kassieren. Eine Mannschaft die zwei Mal Diez-Limburg besiegen konnte, sollte man aber trotz eines Ratinger 5:0-Siegs im Hinspiel keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. 

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