Ratingen ringt Hamm nieder3:2 nach zähem Spiel

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Das Anrennen war vergebens, denn die Außerirdischen verteidigten mit „Mann und Maus“ ihren zum Schluss mehr als knappen Vorsprung von 3:2 (2:1, 1:0, 0:1) bis zur letzten Spielsekunde.

Einen an der blauen Linie abgefangenen Puck, den Milan Vanek bzw. Dennis Fischbuch wieder ins Angriffsdrittel trieben, versenkte Štěpán Kuchynka in der siebten Minute eiskalt am Hammer Keeper vorbei in den Maschen des gegnerischen Tors zum 1:0. Die Hammer Eisbären drückten danach stark auf das Ratinger Tor, was den Ratinger Spitzen teilweise aber gefährliche Konterchancen eröffnete.  Ein haltbarer Hammer Schuss sprang in der 14. Spielminute „unglücklich“, nachdem die RIA-Verteidigung einen Alleingang eines Eisbären-Stürmers durch ihr Verteidigungsdrittel nicht bremste, über die Fanghand von Aliens-Goalie Christoph Oster zum vermeidbaren 1:1-Ausgleich über die Torlinie. Nachdem beide Seiten einige gute Chancen liegen ließen, führte in der 18. Minute eine fast schon perfekte, um nicht zu sagen traumhafte Ratinger Kombination zum erneuten 2:1-Führungstreffer der Heimmannschaft durch Dennis Fischbuch.

Im zweiten Drittel nutzten die Ice Aliens erneut einige hochkarätige Einschusschancen nicht, was man sich gegen eine kampf- und spielstarke Truppe wie Lippe-Hockey Hamm nicht leisten sollte.  Allerdings trotzten die Verteidigungsreihen der Rot-Weißen den Angriffsbemühungen der Gäste weiterhin, die in der 34. Minute sogar ihr „fußballerisches“ Können bewiesen, aber vom Schiedsrichtergespann diesen irregulären Schlittschuhtreffer nicht anerkannt bekamen. In dieser Phase schien Ratingen förmlich um den Ausgleich zu „betteln“ – bis Pascal Behlau beherzt den Puck an der Bande hinter dem gegnerischen Tor erkämpfte, auf den im Slot lauernden Matthias Potthoff ablegte und dieser in der 34. Minute dann mit seiner ganzen Routine mühelos zum 3:1 einschob. Ein „gemeingefährlicher“ Schlenzer von Dennis Fischbuch hätte knappe sechzig Sekunden später fast zu einem Ratinger „Doppelschlag“ geführt, wäre der Puck nicht zufällig an den Torwartschienen des vollkommen überraschten Eisbären-Goalies abgeprallt.

Das letzte Drittel gehörte, abgesehen von wenigen Ratinger Entlastungsangriffen, fast komplett den Gästen, die sämtliche Kräfte mobilisierten, um dieses Spiel noch umzubiegen. Hamm war dauerhaft in der Vorwärtsbewegung, Ratingen verlegte sich auf „Zerstörung“ und lauerte auf Konter. Mindestens in diesem Drittel machte Ratingens Schlussmann Christoph Oster seinen Schnitzer aus dem ersten Drittel mehr als wett. Trotzdem schlug knapp zwei Minuten vor Spielende dann aber doch der Anschlusstreffer der Gäste in Form eines Distanz-Schlagschusses im RIA97-Gehäuse ein.

Sämtliche nachfolgenden Hammer Bemühungen einschließlich eines zusätzlichen Angreifers, für welchen der Torhüter vom Eis genommen wurde, führten jedoch zu keinem weiteren Tor – Ratingen hielt den Sieg mit vereinten Kräften fest.

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