Ratingen holt einen Punkt bei der EGDLDer erwartet schwere Gang

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In einer Auseinandersetzung, in welcher dem jeweiligen Gegner nichts geschenkt wurde, trennte man sich nach regulärer Spielzeit mit einem 4:4-Unentschieden. Durch das anschließende Penaltyschießen sicherte sich die Heimmannschaft – nicht unverdient – den Extrapunkt mit einem 5:4 (0:2, 2:0, 2:2, 1:0) gegen die Gäste aus der Dumeklemmerstadt.

Was sich die Gastgeber für den Sonntagabend vorgenommen hatten, konnten die Zuschauer ziemlich schnell erahnen, denn die Rockets legten einen Raketenstart hin und nahmen das von RIA-Goalie Christoph Oster gehütete Tor sofort unter Beschuss. Nach fünf Minuten befreiten sich die Außerirdischen jedoch aus dieser stürmischen „Umklammerung“ und ein langer Pass von Dennis Appelhans in die Spitze brachte Alexander Schneider perfekt in Schussposition, der das Tor allerdings knapp verpasste. Eine schnell vorgetragene Ratinger Kombination, welche Tobias Brazda zum 1:0 in die Maschen jagte, erwischte die bisher engmaschige EGDL-Verteidigung in der achten Minute dann auf dem falschen Fuß. Im Spielverlauf attackierten sich Rockets und Ice Aliens abwechselnd weiter, ohne aber einen Treffer landen zu können; die Hausherren erspielten sich zum Ende des Drittels indes klare Vorteile. Ein couragierter Alleingang Dustin Schumachers, während der wuchtigen EGDL-Schlussoffensive, bescherte den Ratingern 56 Sekunden vor dem ersten Pausentee dessen ungeachtet überraschend den 2:0-Führungstreffer. 

Im Mittelabschnitt verabschiedeten sich die Außerirdischen von ihrer bisher sehr disziplinierten Marschrichtung, sodass Diez-Limburg mehrfach im Powerplay auftrumpfen konnte. Insbesondere die Diez-Limburger Paradereihe mit Brabec, Firsanov, Fischer sowie Teljukin ist sowieso schon schwer in Zaum zu halten, bei eigener Unterzahl wird diese Aufgabe allerdings noch weitaus schwieriger – daher war der 1:2-Anschlusstreffer in der 29. Minute eine fast schon logische Folge. Ratingens Goalie Christoph Oster wurde nachfolgend weiterhin schwer gefordert und verhinderte mit seinen Paraden immer wieder den Ausgleich, den er schließlich in der 35. Minute dennoch passieren lassen musste. Mit erheblichem Kraftaufwand und Glück trotzte der Aliens-Abwehrriegel den Diez-Limburgern dann bis zur zweiten Pause. In dieser Phase hielt die EGDL unbestreitbar das Zepter in der Hand und hatte das Match weitestgehend an sich gerissen.

Das letzte Drittel musste also zeigen, wie stark sich die Verschleißerscheinungen auf Grund der Unterzahlspiele sowie des Dauerdrucks bei den Ratingern bemerkbar machen würden. Unglücklicherweise musste dann auch noch Verteidiger und Routinier Dustin Schumacher verletzt in der Kabine bleiben.

Die EG Diez-Limburg machte dort weiter, wo sie aufgehört hatte, sie bestürmte unablässig das Ratinger Gehäuse.  Tor oder kein Tor, das war in der 49. Minute zunächst die Frage, da der Puck nach einem Rockets-Schlagschuss während eines erneuten Überzahlspiels wieder im Feld landete und der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen ließ. Nach einem Gedränge, einer Auseinandersetzung vor dem RIA-Kasten und einem Aliens-Keeper, der mit seiner gesamten Körperlänge den Puck unter sich begrub, folgte eine längere, ausführliche „Sprechstunde“.  Nachträglich entschied das Schiedsrichtergespann – wahrscheinlich korrekt – auf Tor, sodass die Aliens nun 3:2 hinten lagen. Diez-Limburgs Andrey Teljukin musste nach dieser Situation mit einer Matchstrafe vom Eis und Ratingen konnte die gegnerische, große Strafe (fünf Minuten) durch einen Flachschuss von Dennis Fischbuch zum 3:3-Ausgleich nutzen. Mit dem erneuten 4:3-Powerplay-Führungstreffer der Gastgeber in der 55. Minute hätte der Sieg der Rockets perfekt sein können, aber die Aliens bewiesen ebenfalls ihren Charakter und bewahrten die Nerven. RIA-Kapitän Dennis Fischbuch traf erneut und ebenfalls im Powerplay zum 4:4 in der 57. Spielminute. Den Extrapunkt aus dem Penaltyschießen hielten Matthew Fischer und Konstantin Firsanov in Diez-Limburg fest, da für Ratingen lediglich Štěpán Kuchynka mit einem satten Winkelschuss treffen konnte.

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