Pokalfinale: Am Freitag kommt es zum Showdown im IcedomeEHC Troisdorf

Pokalfinale: Am Freitag kommt es zum Showdown im IcedomePokalfinale: Am Freitag kommt es zum Showdown im Icedome
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Nach 60 Minuten stand es in Herford 3:3 (1:1, 0:1, 2:1) unentschieden, das anschließende Penaltyschießen konnten die Gastgeber schließlich für sich entscheiden. Somit braucht der EHC Troisdorf für den Pokalsieg im Rückspiel einen Sieg in der regulären Spielzeit.

Die Partie in Herford hatte wahrlich das Prädikat „Finale“ verdient. Rund 500 Zuschauer verwandelten die Eissporthalle in einen Hexenkessel und sorgten für eine tolle Stimmung. Aber auch die Hauptakteure auf dem Eis präsentierten sich dem Anlass gerecht und boten eine bis zum Ende spannende Partie. Zunächst hatten die Gäste aus Troisdorf den besseren Start und gingen bereits in der 3. Spielminute durch Lucas Hubert in Führung. Beide Teams boten ein sehr schnelles und vor allem körperbetontes Spiel. Für den Geschmack der Schiedsrichter manchmal zu körperbetont, und so hagelt es einige Strafzeiten. Insbesondere die Troisdorfer Spieler mussten gleich mehrfach auf der Strafbank Platz nehmen. So nutzen die Gastgeber in der 10. Spielminute eine doppelte Überzahl und kamen zum 1:1-Ausgleich, der gleichzeitig den ersten Pausenstand bedeutete. Auch im zweiten Drittel übernahm zunächst Troisdorf das Kommando und ging erneut in Führung: In der 37. Spielminute setzte Constantin Nocker zu einem Alleingang an, den der EHC-Stürmer zur Freude der mitgereisten Fans zum 2:1 aus Troisdorfer Sicht abschloss. Mit dieser knappen Gästeführung ging es schließlich in den letzten Spielabschnitt.

Nun legte Herford einen Gang zu. Ein ums andere Mal prüften die Gastgeber Dominik Liesenfeld im EHC-Gehäuse, der eine klasse Partie machte und im Anschluss zu Recht zum „Mann des Spiels“ gewählt wurde. In der 52. Spielminute war allerdings auch der Troisdorfer Schlussmann machtlos und musste das 2:2 hinnehmen. Herford gab nicht nach und baute weiter Druck auf. Mit Erfolg: Zum Entsetzen der Troisdorfer drehten die Dragons das Spiel und erzielten in der 56. Spielminute die 3:2-Führung. Der Schock hielt aber nicht lange an und die Dynamites hatten die passende Antwort bereit: Nur zwei Minuten später nutzte der EHC eine Überzahl aus und kam durch Dominik Klein zum 3:3.

Da dieses Ergebnis auch nach 60 Minuten Bestand hatte, musste das Penaltyschießen entscheiden: Hier hatten die Gastgeber die besseren Nerven: Während die beiden ersten Herforder Schützen verwandelten, scheiterten sowohl Tobias Müller als auch Mario Wonde am gegnerischen Schlussmann, und der HEV entschied die erste Partie zu seinen Gunsten. „Beide Teams haben heute großartiges Eishockey geboten und bewiesen, dass sie zurecht in diesem Finale stehen“, sagte EHC-Coach Gordon Lang im Anschluss. „Speziell meine Mannschaft hat heute eine ihrer besten Saisonleistungen dargeboten, schade, dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat“, so der Troisdorfer Bandenchef, der aber durchaus auch kritische Töne fand: „Das waren definitiv zu viele Strafzeiten heute. Wir mussten ständig in Unterzahl spielen, das hat natürlich viel Kraft gekostet. Dies sollten wir im Rückspiel auf jeden Fall vermeiden“, betonte Lang.

Die Spannung ist also auf jeden Fall gegeben, wenn die Teams an diesem Freitag, 28. März, zum endgültigen Showdown im Troisdorfer Icedome zum letzten Mal in dieser Saison aufeinandertreffen. Spielbeginn ist um 21 Uhr. Und klar ist: Der Sieger der Partie wird den Pokal mit in die Sommerpause nehmen.

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