Penaltykrimi mit Happy EndDinslakener Kobras

Penaltykrimi mit Happy EndPenaltykrimi mit Happy End
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Da das Hinspiel zwei Tage zuvor ebenfalls mit einer Zwei-Tore-Differenz an die Niederrheiner gegangen war, musste das Penaltyschießen als Entscheidungshilfe herhalten. Dort hatte die Tsvetkov-Truppe das Glück der Tüchtigen und trifft nun im Halbfinale am Freitag in eigener Halle auf den NRW-Liga Meister, die Eisadler Dortmund.

Spielerisch war die Partie beileibe keine Offenbarung, an Dramatik dafür kaum zu überbieten. Ohne die Leistung der tapfer kämpfenden Raptors schmälern zu wollen, die Kobras hatten sich das Leben über die gesamte Spieldauer selbst schwer gemacht. Vierzig Minuten war man das dominante Team, doch auch allerbeste Einschussgelegenheiten, selbst welche auf das leere Tor, wurden sträflich liegengelassen. Hinzu kam, dass in der Defensive mit dem beruflich verhinderten Thomas Bläsche und dem gesperrten Max Piotrowski zwei Verteidiger fehlten und auch sonst  einige  Akteure unter ihren Möglichkeiten blieben. Kämpferisch mussten sich die Hausherren nichts vorwerfen lassen, in allen anderen Bereichen war aber noch deutlich Luft nach oben. Vielleicht hatte nicht jeder sein Nervenkostüm so im Zaum, wie er sich das selber gewünscht hätte.

Auch vermochten es die Rot-Weißen nicht, der Strafbank fernzubleiben und handelten sich die ein oder andere unnötige Strafzeit ein, falls man der Meinung ist, dass es auch nötige Strafzeiten gibt. Die Raptors „bedankten“ sich mit zwei Überzahltoren dafür auf ihre Weise.

Und dann kam die alte Binsenweisheit zum Tragen: Wenn du vorne keine Tore machst, bekommst du sie irgendwann hinten rein. Insbesondere im Schlussabschnitt setzten die Gäste alles auf eine Karte und belohnten sich selbst 31 Sekunden vor Schluss mit dem Treffer zum 3:5, der sie ins Penaltyschießen brachte.

Im Spielabschnitt eins und zwei waren die Kobras zwar überlegen, doch die Gäste deutlich effizienter. 

Die Führung durch Felix Wolter konnte Timothy Tanke zwar noch ausgleichen, doch eine Minute vor der ersten Pausensirene schoss Robin Arnold die Gelb-Blauen erstmalig in Front.

Im Mittelabschnitt vermochten es die Hausherren, das Spiel kurzfristig zu drehen. Zwischen der 22. und 24. Minute sorgten Marvin Linse und Jan-Anton Baron für die zwischenzeitliche 3:2-Führung der Dinslakener. Doch danach war’s wie abgerissen. Die Solinger schalteten einen Gang hoch und setzten das Dinslakener Gehäuse mehr und mehr unter Beschuss. Die Kobras scheiterten nun an ihren eigenen Nerven und mussten die Raptors bis zum Ende der Partie auf 3:5 ziehen lassen. Sehenswert dabei der verwandelte Penalty zum 3:4 in der 54. Spielminute, als Felix Wolter Dennis Rudolph nicht den Hauch einer Chance ließ.

Kurz vor dem Ende nahmen die Gäste ihren Keeper vom Eis und als dann Sebastian Haßelberg auf Seiten der Hausherren zusätzlich mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt wurde, konnten die Gäste ihre doppelte Überzahl mit dem zweiten Treffer von Tim Neuber zum vielumjubelten 3:5-Treffer 31 Sekunden vor Ende der Begegnung nutzten.

Beim anschließenden Penaltyschießen erwiesen sich dann wiederum die Kobras als nervenstärker, denn zwei von drei Pucks fanden den Weg über die Torlinie. Daniel Pleger und Mikelis Freimanis trafen dabei ins Kobra-Glück und verschafften sich, ihren Teamkollegen und den Dinslakener Fans doch noch ein nicht mehr erwartetes Glücksgefühl. Da Dennis Rudolph von den Bergischen nur einmal bezwungen werden konnte, war der Halbfinaleinzug der Kobras perfekt. Doch dort müssen sie sich unbedingt steigern, wollen sie sich gegen den NRW-Liga-Meister behaupten.

Diese kommen zunächst am Freitag, 7. März, nach Dinslaken, zwei Tage später findet das Rückspiel in Dortmund statt. In Dinslaken ist der Spielbeginn, wie immer freitags, um 20 Uhr. Dann soll der erste Schritt zum Finaleinzug getätigt werden.


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