Nur noch Augen für das SpitzenspielEGDL empfängt Herford

Die Rockets wollen auch im Spitzenspiel gegen Herford jubeln. (Foto: fischkoppMedien/EGDL)Die Rockets wollen auch im Spitzenspiel gegen Herford jubeln. (Foto: fischkoppMedien/EGDL)
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Die beiden offensivstärksten Teams der Regionalliga West haben schon beim ersten Aufeinandertreffen ein Torfestival gefeiert - ähnlich könnte es auch am Freitagabend ab 20.30 Uhr in Diez laufen. Der „Knaller zum Fest" um die Tabellenführung an Heiligabend wird viele Fans in die Diezer Eissporthalle locken. Das Interesse ist groß, alleine aus Herford werden rund 100 Fans mit Fanbus und Autos anreisen.

6:3 in Führung, 30 Minuten waren gespielt: Als die Rockets am 20. Oktober zum ersten Mal auf die Ice Dragons trafen, da war die Partie schon zur „Halbzeit“ entschieden. Zumindest dachten das die Gastgeber - und stellten den Spielbetrieb weitestgehend ein. Herford sagte Danke, glich zum 6:6 aus und gewann die Partie im Penaltyschießen. In der Statistik tauchten anschließend zwei Namen auf: Vier Tore plus den entscheidenden Penalty hatte RJ Reed versenkt, die zwei anderen Tore steuerte sein Kumpel Killian Hutt bei. Die beiden Kanadier gehören nicht ohne Grund zu den vier besten Scorern der Liga. Die zwei anderen kommen auch aus Kanada - und spielen für Diez-Limburg: Matt Fischer und Joey Davies.

„Die Jungs sind alle vier gefährlich und sammeln fleißig Punkte“, sagt Herfords Trainer Jeff Job. „Sie bringen einfach das Torjäger-Gen aus Kanada mit, sind alle top ausgebildet. Sie sind für Torhüter und Verteidiger in der Regionalliga nur schwer zu verteidigen.“ Job muss es wissen - er kam einst selbst vor 30 Jahren als kanadischer Stürmer nach Deutschland und ist seither ein Name in der hiesigen Eishockeyszene.

Doch Rockets und Ice Dragons bestehen aus weit mehr als „nur“ vier starken Imports, von denen Joey Davies nach seiner Operation ohnehin am Freitag - Stand Dienstag - nicht im Kader stehen kann. Vermutlich wird der Kanadier erst im Pokal gegen Nordhorn ins Team zurückkehren. Doch auch ohne den Kanadier hatte die EGDL zuletzt überzeugt, am vergangenen Wochenende die Siegesserie weiter ausgebaut. Seit sieben Spielen sind die Rockets ungeschlagen und stehen derzeit einen Punkt vor Herford an der Tabellenspitze, die Ice Dragons haben jedoch ein Spiel weniger ausgetragen.

„Natürlich stärkt die Tabellenführung das Selbstbewusstsein der Jungs“, sagt EGDL-Trainer Arno Lörsch. „Es zeigt aber auch die Entwicklung der Spieler. Wir haben einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Ein Spiel wie das 8:7 gegen Soest hätten wir vor sechs Wochen noch verloren. Mich freut aber auch die physische Verfassung der Spieler. Wir tuen uns freitags gegen Soest schwer, gewinnen aber die Partie. Zwei Tage später fahren wir mit deutlich dezimiertem Kader nach Lauterbach und sprühen vor Spielfreude. Das zeigt: Fitnesszustand und Psyche sind gut. Natürlich wäre die Verteidigung der Tabellenführung nur eine Momentaufnahme, aber eine, die wir genießen würden. Und sie wäre hart erarbeitet und hochverdient. Herford und wir haben uns bereits ein kleines Polster zu den restlichen Teams angelegt, aber wir haben beide auch noch ein schweres Programm vor der Brust.“

Das sieht auch sein Gegenüber Jeff Job so: „Es muss doch das Ziel sein, einen der vorderen Plätze zu ergattern mit Blick auf die Play-offs. Fünf verdammt starke Teams haben sich etwas abgesetzt, keiner will Vierter oder Fünfter werden. Derzeit wäre das Viertelfinale Neuwied gegen Hamm. Na herzlichen Glückwunsch. Gleich in der ersten Play-off-Runde auf eines der Topteams zu treffen wollen wir in jedem Fall verhindern. Wenngleich auch die Spiele gegen die Teams dahinter bei weitem keine Selbstläufer sind. Wir wissen aber auch, wie schwer unser Restprogramm ist. Wir müssen zum Beispiel noch drei Mal gegen Diez-Limburg spielen. Und wir werden für Freitag sicherlich nicht alle Mann an Bord haben.“

Auch die Rockets werden Ausfälle kompensieren müssen, zum letzten Heimspiel des Jahres aber möglicherweise wieder Unterstützung vom Kooperationspartner aus Bad Nauheim erhalten. „Ein absolutes Spitzenspiel, auf das sich wirklich alle mega freuen“, sagt Lörsch. „Es wird auf Kleinigkeiten ankommen, vielleicht machen auch die dritten Reihen den Unterschied, weil sich die anderen Reihen neutralisieren. Wir werden von der ersten Sekunde an fokussiert sein und es einfach spielen. Der schnelle erste Pass, aggressives Forechecking, den ersten Check fahren, die eigene blaue Linie halten, die Zweikämpfe gewinnen, vor dem eigenen und dem gegnerischen Tor gnadenlos sein. Dann können wir auch den Knaller zum Fest gewinnen.“

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