Niederlage und Sieg für die LuchseEC Lauterbach

Niederlage und Sieg für die LuchseNiederlage und Sieg für die Luchse
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Dabei begann es zunächst ganz gut für die Luchse, die gleich zu Beginn des Spiels die ersten Torchancen auf dem Schläger hatten. Allerdings zeigten auch die Kobras im Spiel nach vorne, angetrieben von ihrem Neuzugang Vavra ihre spielerische Klasse und tauchten immer wieder gefährlich vor Goalie Sebsatian Grunewald auf. In der vierten Spielminute nutzten die Luchse gleich die erste Überzahlsituation. Gerade mal 23 Sekunden der Strafe waren abgelaufen, da brachte Stürmer Benni Schulz sein Team mit 1:0 in Führung. Die Freude währte allerdings nicht lange. In der sechsten Spielminute zeigte Dinslakens Vavra erstmals sein Können. Im Nachschuss erzielte er den Ausgleich für sein neues Team. Die Luchse versuchten mit allen Mitteln, die Führung zurückzuholen, doch die Kobras standen defensiv sehr stabil und ließen nur wenig gefährliche Chancen zu. Besser machten es die Gäste. Nach einem unnötigen Puckverlust der Luchse im eigenen Drittel erhöhte wiederum Vavra auf 2:1 für die Kobras.

Doch auch in Drittel zwei lief es überhaupt nicht nach Plan für die Luchse. Zwar hatten die Luchse ein leichtes Übergewicht an Scheibenbesitz, doch durch ungewohnt ungenaues Passspiel und leichte Puckverluste kamen die Kobras stets zu gefährlichen Torchancen und nutzten diese mit zwei weiteren Treffern zur 4:1-Führung bis Mitte des Drittels eiskalt aus. Dennoch steckten die Luchse nicht auf und versuchten, sich ins Spiel zurück zu kämpfen. Jens Feuerfeil drängte, von zwei Kobras bedrängt, in Richtung Tor der Gäste, legte ab auf Marko Filip und die Scheibe zappelte im Netz. Dieser Treffer beflügelte die Luchse und setzte neue Kräfte frei. Minutenlang schnürten die Luchse ihren Gegner in dessen Drittel ein, doch der Puck fand einfach nicht den Weg ins Tor. So kam es, wie es kommen musste. Die Luchse bestimmten und die Kobras trafen. 38 Sekunden vor Ablauf des Drittels, waren die Kobras zum 5:2 erfolgreich.

Viele der rund 450 Zuschauer hofften auf ein gutes letztes Drittel der Luchse, die alles daran setzten, zurück ins Spiel zu kommen. Mit Kampfgeist und Wille drängten sie auf den bis dahin längst überfälligen Anschlusstreffer. Das Hoffen und Anfeuern der Fans wurde belohnt. Innerhalb von wenigen Sekunden brachten Jens Feuerfeil und Benni Schulz die Luchse auf 4:5 heran. Zu diesem Zeitpunkt waren noch etwas mehr als acht Minuten zu spielen. Nach den beiden Anschlusstoren nahm Dinslaken eine Auszeit und damit den Luchsen den Wind aus den Segeln. Nur zwei Minuten nach dem Anschluss machte Dinslakens Routinier Sven Linda mit dem 6:4 alle Hoffnungen der Luchse auf einen Punktgewinn zunichte. Zwei weitere Treffer der Kobras besiegelten die Niederlage der Luchse gegen einen an diesem Abend sehr guten Gegner.

Am Sonntag gewann der ECL mit 6:5 nach Penaltyschießen bei den Wiehl Pengiuns. Hochkonzentriert übernahmen die Luchse das Kommando auf dem Eis. Aus einer stabilen Abwehr heraus rollte Angriff um Angriff auf das Tor der Pinguine. Die Gastgeber selbst kamen nur gelegentlich gefährlich vor das Tor der Luchse. Allerdings stand mit Benni Dirksen ein Pinguin zwischen den Pfosten, der sämtliche Chancen der Luchse zunichtemachte. Immer wieder zeigte der letztjährige Top-Goalie der Oberliga Süd seine Extraklasse und hielt seine Mannschaft mit seiner Leistung im Spiel. Erstmals konnten die Luchse in Person von Miro Hantak Dirksen in der 15. Spielminute bezwingen und mehr als verdient in Führung gehen. In Anbetracht der zahlreichen Chancen, war dieses knappe Drittelergebnis schmeichelhaft für die Gastgeber. „Bei einer besseren Chancenauswertung hätten wir nach dem ersten Drittel mit vier oder fünf Toren führen müssen“, so Verteidiger Daniel Hornivius.

Den besseren Start ins Mitteldrittel fanden dann die Pinguine. Zwei Minuten nach Wiederbeginn hatten sie das Spiel gedreht. Zwei individuelle Fehler der Luchse brachten den Gastgeber unnötigerweise zurück ins Spiel. Nachdem die Luchse den ersten Schock überwunden hatten, übernahmen diese wieder das Zepter und agierten endlich wieder wacher und konzentrierter. Immer wieder stand der Torwart der Pinguine nun wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Scheiterte Benni Schulz zunächst noch mit einem Alleingang an Dirksen, war er in der 32. Spielminute zum Ausgleich erfolgreich. Nachdem er sich über die Seite durchgetankt hatte, ließ er Dirksen diesmal keine Chance. Die Luchse waren wieder im Spiel und es sollte noch besser kommen. Nur eine Minute nach dem Ausgleich legte Jens Feuerfeil in Überzahl für die Luchse nach. Damit war es aber noch nicht vorbei. In der 38. Spielminute war erneut Stürmer Benni Schulz zur Stelle und erhöhte erstmals auf zwei Tore Vorsprung für sein Team. Allerdings schienen die Luchse nach diesem Treffer gedanklich wohl schon in der Kabine zu sein. Anders ist der kollektive Tiefschlaf nach einem Bully vor dem eigenen Tor nicht zu erklären. Der eigentlich bereits sicher in Reihen der Luchse befindliche Puck wurde leichtsinnig verspielt und vier Sekunden vor der Drittelsirene schaffte Wiehl den erneuten Anschluss.

Zunächst lief alles nach Plan für die Luchse und es sah nach einem weiteren Sieg gegen die Pinguine aus. In eigener Unterzahl erhöhte zunächst erneut Schulz in der 44. Spielminute auf 5:3. Doch selbst nach diesem erneuten Gegentreffer steckten die Gastgeber noch nicht auf. Nur zwei Minuten später musste Luchse-Goalie Grunewald den Puck erneut aus dem Netz holen. Obwohl die Pinguine den Luchsen auf den Pelz gerückt sind, wirkten die Luchse sehr stabil und souverän. Die Pinguine kamen nicht wirklich gefährlich vor das Tor der Luchse, bis dann die letzte Spielminute anbrach. In dieser raubten sich die Luchse selbst den sicher geglaubten Sieg nach regulärer Spielzeit. Als nur noch 30 Sekunden auf der Uhr standen agierten die Luchse noch im Drittel der Pinguine, um abermals den Puck leichtsinnig zu verlieren. Doch den Gegenangriff fingen die Luchse auch dieses Mal abgebrüht ab und erkämpften sich den Puck im eigenen Drittel wieder. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Üblicherweise befindet sich rund um das Spielfeld eine Plexiglas Begrenzung, die den Puck im Spiel halten soll. Nicht aber in Wiehl, hier befindet sich oberhalb der Bande, lediglich ein Netz mit einem großen Loch darin. Genau durch dieses Loch flog der Puck nach einem Befreiungsschlag der Luchse. Es gab also Sekunden vor dem Abpfiff nochmal Bully. Dummerweise direkt vor dem Kasten der Luchse, statt außerhalb des Drittels. Wiehl nahm den Torhüter vom Eis und kam zehn Sekunden vor Ende zum Ausgleich. Statt der sicher geglaubten drei Punkte, ging es nun ins Penaltyschießen. Hier behielt Goalie Sebastian Grunewald die Nerven und entschärfte alle drei Versuche der Pinguine. Den entscheidenden Penalty für die Luchse verwandelte Jens Feuerfeil und sicherte seinem Team damit wenigstens noch den Zusatzpunkt.

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