NEV trifft nach zwei Siegen auf Ratingen und NeuwiedAls Tabellenführer ins Derby

Zwei Spiele, zwei Siege: Jaime Lindts Bilanz als neuer NEV-Kapitän ist noch makellos. (Foto: Neusser EV)Zwei Spiele, zwei Siege: Jaime Lindts Bilanz als neuer NEV-Kapitän ist noch makellos. (Foto: Neusser EV)
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Am kommenden Freitag (20 Uhr) beginnt auch im Neusser Südpark die NRW-Qualifikationsrunde. Mussten die Neusser bei ihren ersten beiden Begegnungen in fremder Halle antreten, so erwartet man nun die Ratinger Ice Aliens zum Derby. Die Spiele gegen den Nachbarn zählten in den vergangenen Jahren häufig zu den Höhepunkten der Saison. Meist als Außenseiter in die Begegnungen gestartet, gelangen den Neussern immer wieder Überraschungen. Mit einem Blick auf die Namen im Kader der Gäste scheinen die Rollen auch diesmal klar verteilt, denn die Außerirdischen haben ihr Team in den letzten beiden Jahren konsequent verstärkt, unter anderem mit früheren Neusser Spielern: Francesco Lahmer, Maximilian Bleyer, Timothy Tanke und Felix Wolter kehren im gegnerischen Trikot in den Südpark zurück. Routiniers wie Patrick Gogulla (zuletzt als Schiedsrichter aktiv), Benjamin Hanke (Adendorf/Regionalliga Nord) und Maik Klingsporn (Herne/Oberliga) stießen zum Team, aber auch junge Talente wie Stefan Traut (Krefeld/Oberliga) und Malte Hodi (Köln/DNL). Da auch der Großteil der Leistungsträger gehalten werden konnte, stehen den Ratingern drei annähernd gleich starke Blöcke zur Verfügung, die jedem Klassenkonkurrenten gefährlich werden können. Dass die Mischung passt, zeigte sich schon in der Pokalrunde, die vor der aktuellen Qualifikationsrunde ausgetragen wurde. Zwar nahmen nur vier Teams an diesem Wettbewerb teil, darunter mit den Dinslakener Kobras und den Eisadlern Dortmund aber auch zwei Favoriten aus der Parallelgruppe A. Das Team von Trainer Andrej Fuchs entschied die Pokalrunde dennoch für sich, und dies auf beeindruckende Weise ohne Punktverlust. Auch der Start in die Qualifikationsrunde darf als geglückt angesehen werden, obwohl man beim Auftaktsieg in Bergisch Gladbach (5:4 nach Penaltyschießen) etwas überraschend einen Zähler liegen ließ. Mit dem nachfolgenden 5:1-Erfolg über den Mitfavoriten Neuwieder Bären setzte man dann aber ein erneutes Ausrufezeichen. Karten sind an der Abendkasse erhältlich, Einlass gemäß „3G“-Regel mit entsprechendem Nachweis. Es besteht Maskenpflicht auf allen Plätzen.

Auch am Sonntag (19 Uhr) hängen die Trauben hoch, wenn die Quirinusstädter die Reise nach Rheinland-Pfalz antreten. Mit dem EHC Neuwied wartet der zweite Favorit der Runde auf das Team von Trainer Sebastian Geisler. Die Bären haben sich selber zum Ziel gesetzt, wie schon vor zwei Jahren um den Meistertitel in der Regionalliga West zu kämpfen. Damals setzte die Pandemie dem Finalduell mit der EG Diez-Limburg ein unerwünschtes Ende ohne Sieger, nun würden die Bären das damals Verpasste allzu gerne nachholen. Da das Eis im heimischen IceHouse an der Andernacher Straße erst Anfang des Monats aufbereitet wurde, mussten sich die Deichstädter lange Zeit alternativ auf die Saison vorbereiten. Dies könnte auch ein wesentlicher Grund für die recht deutliche Niederlage beim ersten Favoriten-Duell in Ratingen (1:5) sein, zumal der Gegner schon Ende August über eigenes Eis und einen dementsprechenden Vorteil verfügte. Durch einen vorherigen 4:2-Erfolgs über den EHC Troisdorf sind die Schützlinge von Trainer-Routinier Leos Sulak dennoch „in der Spur“ und gelten als sicherer Kandidat für einen der ersten drei Plätze, die zur Teilnahme an der Regionalliga-Hauptrunde berechtigen.

Dass die aktuelle Erkältungs- und Grippewelle vor dem NEV nicht Halt macht, ist wenig verwunderlich. Trainer Sebastian Geisler ist bei den Trainingseinheiten und Spielen immer wieder zum Improvisieren gezwungen, zumal weitere Spieler mit unterschiedlichen Blessuren pausieren müssen. Maximilian Tillmann fehlt weiterhin mit einer Oberkörperverletzung, auch Luca Hellingrath musste das gestrige Training aus gleichem Grund vorzeitig abbrechen. Hinzu kommen Mika Horrix und Jonas Herz, der noch mit den Nachwirkungen des Fouls aus dem Solingen-Spiel zu kämpfen hat. „Grundsätzlich sehe ich auch gegen Teams wie Ratingen und Neuwied Chancen für uns, dafür muss aber alles passen“, blickt Geisler auf die anstehenden Duelle, „die Ausfälle kommen zur Unzeit“. Der Neusser Übungsleiter hofft, die entstandenen Lücken teilweise mit DNL-Spielern des Kooperationspartners Düsseldorfer EG schließen zu können.

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